Verhütung für den Mann

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Viele Männer stehen auf dem Standpunkt, dass Verhütung Sache der Frau ist, und ärgern sich dann, wenn sie ungewollt Vater werden. Das muss nicht sein. Sie können die Verhütung selber in die Hand nehmen und ganz bewusst eine ungewollte Vaterschaft verhindern.

Was für Möglichkeiten gibt es?

Je nach Alter haben Männer unterschiedliche Möglichkeiten zur Verhütung. Die einfachste Methode ist die Benutzung eines Kondoms. Ein Kondom schützt Sie nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten. Richtig angewendet kann ein Kondom sehr wirkungsvoll sein. Sie sollten sich daher vor der Benutzung genau mit der Handhabung auseinandersetzen. Probieren Sie es ruhig mehrmals aus, wenn Sie alleine sind. Sobald Sie Routine bei der Anwendung haben, können nicht mehr so viele Missgeschicke passieren, wenn Sie erregt oder nervös sind. Achten Sie beim Kauf auf Qualität und Haltbarkeitsdatum. Auch Kondome haben ein Verfallsdatum und sollten nach dem Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden.

Überlagerte Kondome könnten brüchig werden und reissen. Es können sich aber auch kleine Löchlein und Perforationen bilden, die mit dem blossen Auge nicht zu sehen sind. Lagern Sie Ihre Kondome trocken, dunkel und kühl, wie Medikamente. Nur so können Sie einen Qualitätsverlust vermeiden. Machen Sie es nicht so, wie viele Männer, die immer mindestens ein Kondom in Ihrem Geldbeutel mit sich führen. Bei dieser Aufbewahrungsart können ebenfalls Schäden entstehen, die den Sinn der Verwendung infrage stellen.

Die hormonelle Verhütung für den Mann

Als Mann können Sie auch spezielle Hormonpräparate verwenden, die die Zeugungsfähigkeit unterbinden. Sie haben die Wahl zwischen einer Depotspritze, Hormonimplantaten oder der Pille für den Mann. Die Anwendung ist vergleichbar mit den Hormonpräparaten für die Frau, die Akzeptanz lässt aber zu wünschen übrig. Kaum ein Mann ist bereit, aktiv an der Verhütung beteiligt zu sein. Daher geht die Nachfrage im Bereich der Hormonpräparate für den Mann stetig zurück. Ein wirklicher Vorteil liegt darin, dass die Hormonpräparate bei richtiger Anwendung sehr sicher sind, die Zeugungskraft nach dem Absetzen der Verhütungsmittel aber vollständig hergestellt werden können.

Die Sterilisation

Männer, die schon Kinder haben und nicht wieder Vater werden möchten, können sich sterilisieren lassen. Ärzte raten diesen Schritt aber erst, wenn die Männer nicht mehr ganz jung sind und die Familienplanung beendet ist. Ansonsten spricht nichts gegen die Sterilisation beim Mann. Der kleine Eingriff ist kostengünstig und relativ unproblematisch. Die meisten Urologen führen eine Sterilisation beim Mann ambulant durch. Die Schmerzen nach der Sterilisation sind erträglich und verschwinden nach einigen Tagen ganz. Narben bleiben kaum zurück, da für den Eingriff nur zwei ganz kleine Schnitte am Hodensack notwendig sind. Eine Frau kann bei einem Mann daher nicht erkennen, ob er sterilisiert ist, oder nicht. Noch nicht einmal die Spermaflüssigkeit verändert sich. Das sich im Ejakulat keine Spermien befinden, kann nur mithilfe eine Mikroskops getestet werden.

Einige wenige Chirurgen sind sogar in der Lage, eine Sterilisation beim Mann wieder rückgängig zu machen, indem die getrennten Samenleiter mikrochirurgisch wieder miteinander verbunden werden. Sie sollten sich trotzdem der Konsequenzen vor einer Sterilisation bewusst werden und nicht gleich mit einplanen, diese wieder ungeschehen machen zu können.

Bildquelle: Raikthorstad / pixabay.com

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