Wenn die Rute nicht mehr stehen will

Das kann schon mal passieren: Das "beste Stück" des Mannes will einfach nicht das machen, was jetzt in diesem wichtigen Moment von ihm erwartet wird, einfach ausgedrückt - es macht schlapp. Früher oder später passiert das jedem. Aber bitte keine Panik, es gibt ja direkte bekannte Gründe dafür: Zu viel Alkohol ist einer davon, die Partnerin strahlt kaum weibliche Reize aus oder der Stress bei der Arbeit lässt sich nicht so einfach abschalten. In vielen Fällen helfen ganz einfache Mittel, z. B. ausreichend erholsamer Schlaf, weniger trinken, und den Stress macht man sich oftmals ja selbst, weil viele dazu neigen, Blödsinn einfach zu ernst zu nehmen.

Aber manchmal wird die Sache über einen immer länger werdenden Zeitraum zur Regel. Das ist der Punkt, an dem Ärzte von einer sogenannten "erektilen Dysfunktion (ED)" sprechen. Was im Volksmund etwas abwertend und zugleich belächelnd als Impotenz bezeichnet wird, ist eine ernst zu nehmende Sache, die jeder Betroffene unbedingt mit dem Arzt seines Vertrauens ausführlich besprechen sollte, weil sich dahinter auch Erkrankungen wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Leber- und Nierenfunktionsstörungen verbergen können.

Zum Glück ist es aber meistens so, dass die "Schwächeanfälle" des Gliedes keine schwerwiegenden Ursachen haben und beispielsweise mit dem "Wundermittel" Viagra ins Lot gestellt werden können. Aber das Medikament ist nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen. Die auf die Gefässe erweiternde Wirkung kann im schlechtesten Fall sogar einen Schlaganfall auslösen. Selbstverständlich gibt es auch diesbezüglich viele verlockende Angebote im Internet, aber hier muss man ganz vorsichtig sein, kennt doch niemand wirklich die Inhaltsstoffe der feilgebotenen Pillen, und schon gar nicht ist hier ein Verantwortlicher auszumachen.

Die Apotheken bieten viele alternative und vor allem unbedenkliche Wirkstoffe an. Dabei handelt es sich oft um Naturprodukte, die jedem helfen, "seinen Mann zu stehen", und damit meinen wir nicht Nashornpulver. Wer eine Viagra-Alternative in Betracht zieht, sollte sich sorgfältig informieren, denn einige durchaus altbekannte Mittelchen haben z. T. richtig giftige Inhaltsstoffe, z. B. die "Spanische Fliege" oder Stechapfelpulver. Und Tigerzähne oder Nashörner haben absolut null nachweisbare Wirkung, da ist einfach nur Idiotie gepaart mit Lust an Tierquälerei am Werke.

 

L-Arginin ist eine gute Viagra-Alternative

L-Arginin befeuert die körpereigene Bildung von Stickoxid (NO), einem sogenannten Neurotransmitter, der eine Weitstellung von Muskeln und Gefässen betreibt. Und eine Muskelentspannung ist erforderlich, damit sich venöses (zurückfliessendes) Blut im Penis stauen kann, genau das macht im Ergebnis die Erektion aus. Parallel dazu strömt durch die Weitstellung natürlich auch mehr arterielles Blut mit ein.

Bei richtiger Dosierung sorgt dieser Wirkstoff für eine deutlich stabilere Erektion, allerdings muss L-Arginin zunächst einige Tage regelmässig eingenommen werden. Seriöse Produkte haben keine Nebenwirkungen, und selbst bei einer Überdosierung dieser Aminosäure ist nicht mit gesundheitlichen Komplikationen zu rechnen. Viele Andrologen und Urologen weisen insbesondere auf das "günstige Wirk-Risiko-Profil“ des Stoffes hin, denn trotz der nachgewiesen sehr guten Wirkung, wurden bisher noch keine nennenswerten Risiken beobachtet.

 

Asiatischer Safran und Ginseng

Wer seine Manneskraft lieber mit pflanzlichen Mitteln stärken möchte, dem seien diese zwei schon seit Jahrtausenden bekannten Aphrodisiaka empfohlen. Ihre Inhaltsstoffe bewirken eine grundsätzlich verbesserte Blutzirkulation im ganzen Körper. Allerdings wirken Präparate mit Safran oder Ginseng nicht instantan, sondern man muss sie über einen längeren Zeitraum regelmässig einnehmen. Gerade beim koreanischen Ginseng konnte gezeigt werden, dass dieser auch Frauen positiv stimuliert, was nicht verwundert, wenn dadurch die Durchblutung der Genitalregion doch bei allen Menschen befördert wird.

 

Afrikanischer Yohimbin

Dieser durchblutungsfördernde Stoff wird in Afrika ebenfalls schon sehr lange aus der Rinde des Yohimbebaums gewonnen. Inzwischen gibt es einige pharmazeutische Potenzmittel, z. B. Aphrodyne, Viritab, Yocon oder Yohimex, in denen dieser Wirkstoff verarbeitet ist. Eine moderne Verarbeitung macht in diesem Fall auch Sinn, denn in der Baumrinde befinden sich viele verschiedene Substanzen, so auch Alkaloide, die für ihre unangenehmen Nebenwirkungen bekannt sind.

 

Maca und Muira puama aus Lateinamerika

Die Peruaner wissen um die Kraft der Maca-Knolle, obwohl über deren genaue Wirkweise und Inhaltsstoffe nur wenig bekannt ist. Risiken sind in diesem Fall keine zu befürchten, wohl aber bringt diese Wunderknolle weitere positive Effekte für unsere Gesundheit mit sich, da sie viele Proteine und Mineralstoffe enthält. Maca-Präparate werden in der Regel in Kapsel- oder Pulverform verabreicht. Aus den Wurzeln des brasilianischen Baumes "Muira puama" werden ebenfalls Potenzmittel gewonnen. Daraus bereiten die Brasilianer traditionell einen homöopathischen Tee.

Bildquelle: Christian Daum / pixelio.de

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