Akupressurmatte gegen Rückenschmerzen

 Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Fast ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet darunter, und auch das starke Geschlecht ist davon nicht verschont. Bevor es unbedingt zu operativen Eingriffen, die oftmals mehr schaden als nützen, an den Bandscheiben der Wirbelsäule kommt, greifen viele Betroffene zurecht erst zu alternativen Therapiemöglichkeiten wie zum Beispiel Rückengymnastik, die jeder in aller Ruhe zu Hause durchführen kann. In unserem Artikel "Das Schweizer Kreuz - Rückenschmerzen" haben wir schon ausführlich darüber berichtet. Heute möchten wir daran anknüpfend eine Nagelmatte vorstellen, die sich wegen ihrer messbar wohltuenden Wirkung in den letzten Jahren immer grösserer Beliebtheit erfreut.

 

Was ist eine Nagelmatte?

Die "Akupressurmatte" ist eine folgerichtige Nachahmung des "Bettes der Nägel", das Yogis oder Fakire favorisieren, um Blockaden physischer, mentaler oder emotionaler Art zu beheben. Das indische Nagelbrett besteht aus einem einfachen Holzrahmen, der mit vielen, regelmässig angeordneten Eisennägeln bestückt ist. Sein modernes Pendant ist die deutlich komfortablere Nagelmatte. Anstatt aus (rostigen) Eisennägeln sind ihre Spitzen aus Hartplastiknoppen gefertigt.

Die sogenannte "Spikmatta" machte ab 2008 besonders in Schweden Furore. Ein Jahr später wurde sie durch das schwedische Handelsforschungsinstitut sogar zum "Weihnachtsgeschenk des Jahres" gekürt, um sogleich danach einen regelrechten Siegeszug auch in vielen anderen Ländern anzutreten.

 

Das Produkt mit den vielen Namen

Die Akupressurmatte erhielt inzwischen viele Bezeichnungen, und doch ist stets in etwa dasselbe gemeint: Yantramatte, Vitalmatte, Spikamatte, Shaktimatte, Nagelmatte, Nadelreizmatte, Nadelmatte

Wer sich am Anfang noch nicht sicher ist, ob er die pikenden Noppen lange aushalten kann, ist gut beraten, zunächst mit einer der kleineren Varianten zu starten. Die Akupressurmatte wird in mehr als 100 Grössenvarianten angeboten. Es gibt darunter zum Beispiel kleine Matten, die nur wenige Noppen im Rückenbereich enthalten.

 

Wie ist es möglich, dass spitze Druckpunkte zur Entspannung beitragen?

Da ist zunächst die äusserliche Stimulation. Sie regt lokal die Durchblutung an. Der Abtransport von Schad- und Giftstoffen wird dadurch intensiviert, und auch die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff wird verbessert. Die Folge ist eine Lockerung physischer und auch psychischer Verspannungen, was sich in unserem Empfinden als eine Art Energieschub auswirkt.

Die Akupressurmatte ist zu empfehlen für alle Menschen, die oft unter Verspannungsschmerzen im Rücken- und Nackenbereich leiden, da sie ohne jede Nebenwirkung einen rein mechanischen Beitrag (Massage) dafür leistet, die Schmerzen nachhaltig zu verdrängen. Das gelingt deshalb, weil die Noppen entlang der sogenannten Meridiane angeordnet sind und dort gezielt die Ausschüttung körpereigener Glückshormone ankurbeln.

 

Der konkrete Einsatz der Akupressurmatte

Der Anwender legt sich 15 - 30 Minuten mit nacktem Rücken auf die Akupressurmatte. Wer am Anfang ein Handtuch oder Laken dazwischen legen möchte, muss nicht gleich als Warmduscher bezeichnet werden. Die Tageszeit spielt dabei keine Rolle. Viele Anwender empfehlen, sich morgens mit nackten Füssen auf die Nagelmatte zu stellen, weil in den Fusssohlen die Körpermeridiane der meisten Organe, die auf diese Weise stimuliert werden, enden.

Jeder, der die Matte schon eine Weile nutzt, hat es auch schon ausprobiert, andere bestimmte Körperpartien auf diese Weise positiv anzuregen, so zum Beispiel die Knie und Oberschenkel, den Bauch, den Nacken und sogar Bereiche des Gesichts. Diese "Experimente" funktionieren aber nur mit den grösseren Matten gut. Wie auch immer man sich hier entscheidet, die Nagelmatte verwenden wir an einem ruhigen Ort, wo sich eine tiefere Entspannung einstellen kann. Abschalten können wir nur dort, wo keine ablenkenden Geräusche stören, besonderer Verbannung bedarf hier das Smartphone.

 

Was wir zum Thema Akupressurmatte noch wissen sollten

Das Schmerzempfinden beziehungsweise die Schmerztoleranz ist bei den Menschen wirklich sehr unterschiedlich, es kann von Lust über Ärger und Ekel bis Panik reichen. Durch Gewöhnung an die Nagelmatte erhöhen sich auf jeden Fall unsere Schmerztoleranz und unsere Fähigkeit, mit Schmerz umzugehen, und zwar gleich in allen Bereichen.

Das stechende Gefühl der Noppen können wir aktiv beeinflussen, also reduzieren. Je mehr der mechanische Druck des Körpers auf eine Noppe einwirkt, desto unangenehmer ist das Piken. Der Trick besteht darin, das Gewicht des Körpers auf alle Noppen regelmässig zu verteilen, womit wir der physikalischen Definition des Drucks (Gewicht pro Fläche) genügen. Wenn wir unser Körpergewicht gleichmässig auf so viele Noppen wie möglich (grosse Fläche) verteilen, reduzieren wir deutlich den Druck auf jede einzelne Noppe. Insofern gilt: keine Angst vor der grossen Nadelmatte!

Bildquelle: cocoparisienne / pixabay.com

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