Die Symbiose von Sport und Ernährung

Wer täglich fette Schnitzel und Pommes frites, Gummibärchen, Schokolade und Kartoffelchips, Bier und Schnaps im Verein mit Zigaretten ohne Ende in sich hineinschüttet, kann auch mit Sport nicht wirklich viel erreichen. 

Wir möchten mit dieser Einführung darauf hinaus, dass Sie Ihre wertvollen sportlichen Bemühungen natürlich zusätzlich unterstützen können und auch sollten mit einer gesunden Ernährung, die im Einklang mit der Bewegung steht und deren Effizienz dann potenziert. 

 

Was bedeutet ausgewogene Ernährung?


Unser Körper ist eine fantastische chemische Fabrik. Aus allen Stoffen, die wir dieser "Maschine" zur Verfügung stellen, versucht sie nach bestem Wissen und Gewissen jene Verbindungen zu synthetisieren, die sie für ihr eigenes hochkomplexes Funktionieren braucht. Dazu gehören zum Beispiel Hormone, Botenstoffe, Synapsenflüssigkeit, Hirnwasser, Blut, Lymphe, Gelenkschmiere, Samenfäden und vieles mehr. 

Stellen Sie sich eine Maschine vor, die kunstvolle Marmorskulpturen herstellen soll und einen offenen Schacht hat, in den die Rohmaterialien dafür eingegeben werden sollen. Der Arbeiter, der seine Job richtig macht, wird dort kleine Kalksteine, Marmorbrösel, evtl. etwas Zement und vielleicht auch eine schöne Farbe hineingeben. Der Ahnungslose legt ein paar merkwürdige billige Dinge in diesen Schacht, die er gerade so griffbereit findet: ein paar Eisenstangen, Sand, altes Brot, vier Lappen und eine Glas- oder Plastikflasche. Dieser Input ist aber für die Maschine "schwer verdaulich" in dem Sinne, dass es ihr kaum möglich ist, daraus eine schicke Marmorbüste herzustellen, und beim Aufschlüsseln der Eisenstangen ist die Maschine arg überfordert.

Diese einfache Metapher sollten wir immer vor Augen haben, wenn wir darüber entscheiden, was wir unserem Körper als Nahrung anbieten. Je vielfältiger und abwechslungsreicher die stofflichen Grundlagen sind, die wir unserem Körper zur Verfügung stellen, desto komplexere Produkte kann er daraus dauerhaft "hervorzaubern".

Gut ist also der totale Mix aus allem, was die Nahrungspalette bietet: Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Getreide, Reis, Nüsse, Brot, Nudeln, Obst und Gemüse, auch Fette und Öle. Das bedeutet nicht, dass diese ganze Liste jeden Tag eingenommen werden muss, sondern ganz im Gegenteil: An jedem Tag nehmen wir ein paar andere Sachen aus diesem reichhaltigen Korb zu uns. Aus mehreren Studien ergibt sich für die Ernährung im Hinblick auf die Aufteilung der täglichen Kalorienzufuhr die folgende Empfehlung:

(knapp) 60 Prozent Kohlenhydrate, (knapp) 30 Prozent Fett und maximal 15 Prozent Eiweiss.

 

Essen vor dem Training?


Sportler wissen, dass man nicht mit vollem Bauch "arbeiten" kann. Der Prozess der Verdauung, also jenes chemische Werk, verbraucht selbst erst einmal eine gehörige Portion Energie. Jeder kennt das als das sogenannte "Suppenkoma", eine gewisse Müdigkeit, die sich direkt nach dem Essen einstellt. Viele Menschen machen deshalb einen Mittagsschlaf, was wirklich sehr gesund ist. Wer stattdessen dennoch mit vollem Bauch zum Marathon antritt, macht einen grossen Fehler. Typischerweise stellen sich dann die sogenannten Seitenstiche ein, die einen organischen Sauerstoffmangel anzeigen. Unser Köper spricht auf diese Weise mit uns und sagt: "Es ist nicht gut, was Du jetzt machst." Hören wir also auf unseren Körper. 

Vor Antritt der sportlichen Betätigung sollte die letzte grössere Mahlzeit mindestens zwei Stunden zurückliegen. Jeder Sportler wird bestätigen, dass er einer ziemlich klaren Tageseinteilung folgt, um die Zeiten des Sports mit den Zeiten der Nahrungsaufnahme optimal aufeinander abzustimmen. Das erfordert eine Menge Disziplin. Wer dennoch kurz vor seinem Training eine Art Heisshunger verspürt, kann sich mal (ausnahmsweise) mit einem Stück Kuchen oder einem Müsliriegel behelfen, so der Rat von Sportwissenschaftlern, weil gerade (trockener) Kuchen nicht so schwer im Magen liegt und aufgrund seines hohen Zuckergehalts direkt Energie bereitstellt. 

 

Bildquelle: WDnet / pixabay.com

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