Den richtigen Duft für sich finden

Der erste Eindruck zählt, und folgerichtig legen viele Menschen grossen Wert auf ihre gepflegte äussere Erscheinung. Mit unserer Bekleidung, der Frisur, den Accessoires senden wir ständig Botschaften an unsere Mitmenschen aus. "Den kann ich nicht riechen" war und ist ein alter banaler Spruch, der sehr viel mehr Wahrheit enthält, als die meisten Menschen ahnen. Zwar ist der menschliche Geruchssinn bekanntlich eher schwach ausgeprägt, dennoch sollten wir ihn nicht unterschätzen, es handelt sich dabei um eine ernst zu nehmende Sensorik, die uns zu jedem Zeitpunkt versucht, wichtige Informationen zuzuspielen. 

Jeder Mensch hat von Geburt an seinen ureigenen Körpergeruch, der für seine soziale Stellung in Beruf und Gesellschaft und auch für sein Sexualleben ausschlaggebend sein kann. Interessant ist z. B., dass wir uns unterbewusst einen Partner aussuchen, der anders riecht als wir selbst. Eine Erklärung dafür ist, dass wir nach einem Sexualpartner suchen, der einen ganz anderen Genvorrat mitbringt, denn es gilt: je höher der Durchmischungsgrad, desto gesünder die Kinder. In diesem Punkt lässt sich die Natur aber auch leicht überlisten, denn z. B. mit einem einfachen Parfüm, können wir die Nasen der anderen Menschen täuschen und uns in eine unwiderstehlich attraktive und sympathische Wolke stellen.

 

Die Wahl des richtigen Parfüms

 

Die Auswahl ist unüberschaubar gross. Im Gegensatz zu den meisten Frauen, die gerne viel Zeit in der Kosmetikabteilung verbringen, um möglichst alles auszuprobieren, wagt der Mann bestenfalls einen hektischen, verzweifelten Griff in die unzähligen Flakons in der Hoffnung, das wird schon einigermassen gut riechen. Andererseits ist ja schon lange bekannt, dass nicht jeder beliebige Duft zu jedem Mann passt. Nur die richtige Wahl kann den eigenen Typ unterstreichen und bestärken, ansonsten kann ein Parfüm auch kontraproduktiv sein. Dazu sollte man wissen, dass Männerdüfte grundsätzlich in vier Grundtypen zu unterscheiden sind:

  • Natürliche Düfte
    basieren auf einem warmen Aroma, das der Natur entlehnt ist, z. B. würzige Hölzer oder Moschus.
  • Dynamische bzw. sportliche Düfte
    repräsentieren eine eher kalte, frische Duftnote, sie wirken belebend und erfrischend.
  • Stilvolle Eleganz
    mündet in den meisten Fällen in etwas herbe Geruchsnuancen.
  • Blumige Düfte
    machen ihrer Bezeichnung alle Ehre und erinnern stets an einen leichten, frischen Blumenduft.


Wer nun meint, ein richtiger Kerl darf sich auf keinen Fall für so einen blumigen Duft entscheiden, greift sicher zu kurz. Für etwas jüngere Männer kann das durchaus ein passender Duft sein. Nehmen wir z. B. mal den bekannten Moschus-Duftstoff, der unwiderstehlich verlockend auf Moschusweibchen wirkt. Er wird gewonnen aus einer walnussgrossen Brunftdrüse, die unmittelbar vor den Geschlechtsorganen des Moschusochsen sitzt und diesen Lockstoff produziert. Dieses Pheromon ist schon lange als Aphrodisiakum bekannt und wird heute fast ausschliesslich künstlich hergestellt, stellt also zum Glück keine grosse Gefahr mehr für Moschushirsche dar. Der Moschusduft wird auch oft mit anderen Düften kombiniert. In gut beheizten Büros kann sich das dann zu einer ziemlich schweren, aufdringlichen Atmosphäre verdichten und gar zu einer zwischenmenschlichen Belastung ausweiten, die gerade in den empfindsameren weiblichen Nasen eine massiv abschreckende Wirkung entfalten kann. 

 

Die Duftprobe

 

Die Architektur eines Duftes basiert meistens aus der Kopf-, Herz- und Basisnote, die sich vor allem darin unterscheiden, wie schnell sie sich entwickeln. Dabei bezieht sich die Kopfnote auf unseren ersten Eindruck über das Parfüm, aber sie verfliegt schon nach zehn bis fünfzehn Minuten.
Die Herznote (auch Mittelnote genannt) bestimmt den eigentlichen Charakter des Parfüms, z. B. bei Herrendüften holzig oder würzig. Oftmals entfaltet sie sich erst nach einer Stunde oder sogar noch später, und erst danach entwickelt sich die Basisnote. Verantwortlich dafür sind dann jene Inhaltsstoffe, die sich eben nur sehr langsam verflüchtigen. Die Basisnote verbarrikadiert sich geradezu noch wochenlang in unserer Bekleidung.

Die Frauen machen es schon richtig, wenn sie den Duft und seine Wirkung direkt auf der Innenseite ihres Handgelenks ausprobieren. Wir sollten es ihnen nachmachen, denn auf diese einfache Weise lassen sich ggf. allergische Reaktionen feststellen. Idealerweise macht man das aber nur mit einer, höchstens zwei Proben, die man sogar über Nacht einwirken lässt. Es ist wirklich sinnvoll, erst dann seine Entscheidung zu treffen, weil man so auch gewahr wird, ob der Duft einfach nur zu schnell "verduftet" ist.

 

Und noch paar kleine Tipps

 

Das gute alte Prinzip "weniger ist mehr" sollte man sich hierbei zur Regel Nr. 1 machen. Aber noch viel wichtiger ist: Parfüm ist nicht dazu da, den Geruch eines ungewaschenen Körpers oder muffiger Kleider zu übertünchen. Am Tage, wenn ein dominanter Duft eher stört, kann man anstelle eines "Eau de Parfum" lieber ein "Eau de Toilette" nehmen, dessen Intensität und Duftdauer etwas geringer ist. Der Grund dafür ist eine deutlich kleinere Konzentration des darin enthaltenen Duftöls.

 

Bildquelle: wilkernet / pixabay.com

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