Burnout - was man dagegen tun kann

burnout was tun

Der moderne und so viel zitierte Begriff Burn-out ist eigentlich nichts weiter als eine Depression. Schlimm genug, denn eine Depression ist eine extrem intensive, potenzierte Traurigkeit, die die Konzentration auf ganz normale tägliche Überlegungen und Abläufe, so auch das Zeitempfinden sehr stark behindert. Die Ursachen können z. T. genetisch bedingt sein, oder eine Prädestination dafür wurde bereits in der Kindheit angelegt. Die Regel ist aber eher eine Überforderung im Erwachsenenalter. Das können z. B. auch Schicksalsschläge sein wie der Tod eines engen Angehörigen oder die plötzliche Diagnose einer schweren Erkrankung. Dieser Artikel richtet den Fokus aber mehr auf Ursachen des Burn-outs im Bereich des Berufslebens.

 

Karriere, Geld, Macht

Das ist die Trias, die sehr viele Männer antreibt, ja zum automatischen Selbstläufer wird und einen Mann vor sich her treibt. Dabei ist es erst einmal völlig gesund und natürlich, wenn ein Mann im Leben etwas erreichen will. Wer nur öde und unmotiviert in der Sonne sitzt und Bier trinkt, mit dem stimmt ja auch so einiges nicht. Dennoch kann man es schon mit den Vorbereitungen seiner beruflichen Karriere schnell übertreiben mit der Folge, dass man mental in ein tiefes Loch stürzt, aus dem man allein ohne professionelle Hilfe nicht mehr herauskommt.

"Wir leben heute in einer schnelllebigen Zeit", das haben die Menschen auch in den 1950er, 1960er, 1970er Jahren so schon festgestellt. Aber heute ist noch etwas Besonderes dazu gekommen. Die Rede ist von den rasanten technologischen Entwicklungen, alle Arbeitsplätze haben sich ganz grundlegend gewandelt, der Computer und seine globale Vernetzung dominiert heute jede Tätigkeit, was zuweilen unnatürlich skurril ist, und die Zahl und Funktionen der Softwareanwendungen, mit denen sich jeder Mensch zu beschäftigen hat, steigt immer weiter an. Ganz typisch ist ja das Bild beim Arzt. Kaum, dass ein moderner Arzt seinen Patienten noch ansieht, mit ihm spricht, ihn körperlich untersucht. Stattdessen tippt der Arzt die ganze Zeit auf einer Tastatur herum, den Blick fest am Bildschirm angeschnallt.

Die Beherrschung des Menschen durch die moderne Technik ist gerade dabei, die gesunde Kommunikation zwischen den Menschen immer weiter abzuschaffen. Das persönliche Treffen oder das Gespräch am Telefon wurde endgültig abgelöst von Email, SMS, Facebook & Co. Und alle machen dabei mit, es gibt kaum Menschen, die gegen diesen gesellschaftlichen Irrweg aufbegehren. Gleichzeitig ist ein deutlicher, ständiger Anstieg psychischer Erkrankungen festzustellen, dazu gehören Depression und Burn-out. Ein möglicher Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen wurde und wird aber vehement abgestritten, weil IT in der modernen Gesellschaft bereits die Rolle einer Religion eingenommen hat.

Wer beruflich weiter kommen möchte, muss sich heute täglich und intensivst mit IT beschäftigen, dazu gehören auch die komplexen wachsenden Felder IT-Sicherheit oder Datenschutz. Das bedeutet lesen, verstehen, merken ohne Ende, jeden Tag erschlägt uns eine neue und grössere Überfrachtung mit Informationen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Verrücktwerden, ein Ende, einmal mit der Arbeit fertig sein, ist niemals in Sicht. Man könnte es fast so ausdrücken: "Wer da nicht verrückt wird, der ist ja nicht mehr normal."

 

Wege der eigenen Vorbeugung

Der Schlüssel für ein glückliches Leben ist die eigene innere Einstellung zu den Dingen. Nicht jeder Sau, die über den Flur getrieben wird, muss man gleich nachlaufen. Wir können uns auch mal zurücklehnen und mit Ruhe etwas abwarten, wohin denn die Reise geht. Eine ausreichende Portion Humor ist unabdingbar für die Abdrängung aufkommender Depression. Wer die Dinge des Lebens von einer etwas höheren Warte aus betrachten und manchmal auch milde lächeln kann über das bunte Treiben der wuseligen Menschen, hat schon einen ganz wichtigen Schritt geschafft.

Die Arbeit am Computer möglichst auf das Wesentlichste beschränken. Der Blick muss ganz gezielt so oft es nur irgend geht abgewendet werden vom Bildschirm, wir müssen viel mehr Zeit draussen in der Natur verbringen, damit sich unsere Augen auf die Fernsicht einstellen können. Dazu gehört auch, Handy, I-Phone & Co. einfach mal absichtlich zu Hause liegen zu lassen. Wir müssen nicht immer erreichbar oder online sein, wenn wir einen langen Spaziergang durch einen Wald oder Park machen und unsere eigenen Gedanken über uns und unser Leben mal frei baumeln lassen. Dieses Verhalten kann die berufliche Karriere verlangsamen, aber es kann auch die Entwicklung eines Burn-outs verhindern.

Bildquelle: birgitH / pixelio.de

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