Survival: Ein Hauch von Abenteuer

Viele Männer haben heute Jobs, die sie nicht wirklich rundum befriedigen. "Mann" sitzt den ganzen Tag am PC, das Smartphone gibt Laut, aber sonst regt sich wenig, was man als echtes Abenteuer bezeichnen könnte. Ein Trend, diesem entfremdeten Dasein zu entkommen, ist seit Jahren zu beobachten, sich einmal ohne alles der Natur zu widmen, fern der Zivilisation sich selbst zu beweisen, dass man es kann, auch ohne Dinge wie weiche Sofas, Mikrowelle und Co. zu überleben. Manch einer macht sich auf den Jacobsweg - und berichtet anschliessend darüber. Wieder Andere begnügen sich mit einem Wochenende, an dem sie - allein oder in der Gruppe - sich der Natur nähern, ihren Platz darin zurück erobern.

 

Wo sind meine Grenzen - kann ich sie erweitern?

Dass ein Leben in allzu grosser Bequemlichkeit auch oft als etwas steril und fade empfunden wird, ist klar. Gerade Männer haben als Kinder oft schon den Drang gehabt, draussen zu sein, sich mit Anderen in Sachen Kraft zu messen und auch Gefahren nicht aus dem Weg zu gehen. Wenn das normale Leben als Erwachsener aber kaum mehr Anlass bietet, sich auszuprobieren, muss man solche Anlässe eben aktiv suchen. Ein Survival Camp, komplett mit Lagerfeuer und der Suche nach Essbarem, wie Wildkräuter, Insekten oder Früchten, gefällt darum gerade solchen Männern, die sonst "alles haben", also sehr bequem leben.

 

Auch ein Stück Meditation

Der Aspekt, sich von allem einmal zurück zu ziehen und dadurch zu sich zu kommen, kommt vielen Männern, die in lauter Rollen und Zwängen fest stecken, gerade recht. Wenn sie mit Zelt und Taschenlampe draussen sind, ist eben nicht viel da, was sie ablenkt, aber auch nichts, was sie fordert. Niemand erwartet tolle Ideen, clevere Sprüche oder ein souveränes Auftreten. Man kann der Natur im Grunde nichts vormachen. Sie nimmt aber auch jeden, so wie er nun einmal ist. Dies kann sehr entspannend wirken und wie eine Meditation sein - die oft auch in den Alltag hinüber wirkt.

 

Kann ich die Stille aushalten?

Auch wenn man solch ein Survival Training in einer Gruppe mit Anleitung durchführt, ist es doch klar, dass es Phasen gibt, in denen man einmal nichts macht. Die Stille kann ganz plötzlich einsetzen, gerade dann, wenn man sie nicht unbedingt erwartet. Dies ist neben der Abkehr vom allzu bequemen Leben wohl am interessantesten. Was ist, wenn einmal nichts da ist, wenn nur eine Maus im Busch raschelt oder irgendwo ein Vogel kräht? Was kann man über sich lernen?

 

Gestärkt und verändert in den Alltag zurück kehren

Wer sich dieser Erfahrung einmal "aussetzt", sollte sich schon darauf gefasst machen, dass er an seine persönlichen Grenzen stösst, und auch, dass er sich verändert wieder findet. Dies kann Weichen stellen, auch helfen, das Leben umzukrempeln. Wer sich von ganz anderen Seiten wahrnimmt, als er sie sonst so kennt, wird vielleicht auch merken, dass noch viel mehr geht, dass auch ein anderes Leben möglich wäre bzw. ist. Wer sich also dem "Survivaln" nähert, muss bzw. darf mit allem Möglichen rechnen, auch damit, dass ihm sein normales Leben zu eng wird.

 

Mir kann nichts mehr passieren!

Die Anleiter zu solchen Camps beobachten oft, dass die Teilnehmer mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein aus dieser Erfahrung heraus gehen. Ein etwas ängstlicher, auf Rituale und Sicherheit bedachter Mann kann sich zum Improvisationstalent entwickeln, zu einem, dem plötzlich lauter tolle Ideen kommen. Und auch das Gefühl, dass nichts auf der Welt einen bedrohen oder verstören kann, kann sich einstellen. Survival - viel mehr als Würmer und Brennnesseln sammeln und Feuersteine aneinander reiben!

Bildquelle: snufkin / pixabay.com

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