Was das Zwerchfell alles kann

Liebe geht durch den Magen, besagt ein altes Sprichwort, und es stammt noch aus jener (guten) alten Zeit, als die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau stabil funktionierte. Damals gewann die Frau das Herz eines Mannes mit ihrer Kochkunst, ganz besonders begehrenswert war sie, wenn sie auch noch ein gutes Bier brauen konnte. Nun hat sich in der Genetik des Mannes seit dieser Zeit nicht so viel verändert, denn er liebt es immer noch, von einer Frau "bekocht" zu werden. Allerdings funktioniert das auch umgekehrt recht gut. Und anstatt ihr auch noch ein Bier zu brauen, gibt es da noch ein anderes Organ, nicht weit vom Magen entfernt, das zu stimulieren sich lohnt, wenn wir bei einer Frau einen nachhaltig guten Eindruck hinterlassen möchten.

 

Good Sense of Humor

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreichs BBC (British Broadcasting Corporation) hat mehr als 98.000 Frauen in 53 Ländern gefragt: "Welche wichtigen Eigenschaften sollte ein Mann haben, um attraktiv auf Frauen zu wirken?" Zur Auswahl standen 23 Eigenschaften, Platz 2 nahm die Intelligenz und Platz 3 die Ehrlichkeit ein, zwei gute Eigenschaften, die sich zuweilen gegenseitig ausschliessen. Und was kam wohl auf Platz 1?

Es war der Humor des Mannes, den über die Hälfte aller befragten Frauen ganz oben angesiedelt haben. Wem zum Beispiel in englischen Dating-Anzeigen das Kürzel "GSOH" auffällt und nicht so recht weiss, was sich dahinter verbirgt, ist nun aufgeklärt: "good sense of humor". Also Männer, achtet ab heute nur darauf, dass das weibliche Zwerchfell ordentlich seine Kontraktionen bekommt, dann frisst sie Euch aus der Hand.

 

Was ist so attraktiv am humorvollen Mann?

Die oben erwähnte BBC-Studie fand weiter heraus, dass Frauen Humor meistens attraktiver finden als gutes Aussehen, Geld oder den sozialen Status (was aber nicht bis zu Ende in Altersgruppen aufgeschlüsselt wurde). Psychologen weisen darauf hin, dass dies etwas mit der Evolution des Menschen zu tun hat, denn Humor funktioniert nur bei einem gesunden und aktiven Gehirn, da für Witze Kreativität und Intelligenz erforderlich sind. Im Übrigen wirkt ein lustiger Mann auf Frauen auch ehrlicher (was allerdings jeder Grundlage entbehrt). Manche Psychologen gehen sogar noch einen ziemlich grossen Schritt weiter und reihen den Humor in die sexuelle Evolution ein, die dem Hirsch ein Geweih oder dem Pfau sein Rad wachsen liess.

 

Nicht jede Art von Humor ist für Frauen attraktiv

Um gleich bei der Evolution zu bleiben: Männern diente auch der Humor schon immer zum Ausfechten der Rangfolge untereinander. Um Macht zu demonstrieren, ist ihr Humor daher aggressiver, zuweilen "derb", mit Scherzen werden andere gedemütigt. So etwas wollen Frauen nicht hören, nehmen derartige Witzeleien bestenfalls mit versteinerter Miene und zusammengepressten Lippen zur Kenntnis. Weiblicher Humor dient der Gemeinschaft und nicht der Abgrenzung.

Unpassende Witze gehen also total nach hinten los, sie sind kontraproduktiv. Wird zum Beispiel ein anderer Mann durch Witze gedemütigt, kann dies dazu führen, dass die Frau aus Mitleid und Fürsorgegefühl Interesse am "Opfer" entwickelt. In der Konsequenz ist es viel besser, wenn man sich manchmal über sich selbst lustig macht. Eine intelligente Selbstironie kommt bei Frauen sehr gut an, denn die eigenen Schwächen offen anzusprechen wird von Frauen eher als Nachweis von innerer Stärke interpretiert. Diese grossartige Fähigkeit, sich selbst nicht immer so ernst zu nehmen, kann auch in peinlichen Situationen im Bett helfen, die jedem Mann mal passieren können, warum auch immer.

Sich vorübergehend sogar mal zum Kinde zu machen, weckt bei jeder Frau sofort den "Kümmer-Instinkt". Im Film "Die Wutprobe" mit Jack Nicholson wird diese Situation trefflich karikiert mit der Anmache: „Eigentlich_hat_mir_meine_Mutter_verboten, Frauen_an_der_Bar_anzusprechen.“ Allerdings sollte spätestens zum Zeitpunkt der Rechnung wieder in den Erwachsenenmodus umgeschaltet werden. Die unaufdringliche Übernahme der Rechnung ist ein Nachweis der Grosszügigkeit, was nicht jedem Schweizer immer so ganz leicht fällt, wie man so munkelt.

Bildquelle: pixabay.com

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