Elegant Rohrleitungen verkleiden

In mancher Wohnung verlaufen Rohrleitungen, meistens Heizungsrohre, waagerecht, senkrecht oder quer durch ein Zimmer. Das ist nicht immer schön anzusehen, sind doch diese Rohre oftmals mit mehreren Schichten alter Farben beschmiert, da hängen hässlich Nasen dran, und das Abkratzen ist mühsam, das Abbeizen geradezu ekelig. Egal, was man in der Sache unternimmt, die Situation wird nicht besser.

 

An dieser Stelle greift dann eine gute alte Idee, jene der Verkleidung. Früher war es zum Beispiel gang und gäbe, dass hässliche gusseiserne Heizkörper mit vergilbten und verstaubten Farben eine elegante Holzverkleidung aus lackierten Leisten mit Lüftungsschlitzen bekamen. Ebenso lassen sich auch andere "Schandflecken" in der Wohnung abdecken, so auch unprofessionell gestrichene Rohre.

 

Die besondere Beleuchtung

 

Bleiben wir bei dem Beispiel einer vertikalen Rohrleitung (meistens sogar Doppelleitung für Hin- und Rückfluss von Heizkörpern). Sie lassen sich einfach durchgehend vom Boden bis zur Zimmerdecke mit Holz verkleiden. Oder sind auch andere Materialien denkbar?

 

Ja, selbstverständlich. Immer wieder fallen beispielsweise halbtransparente Plastikflächen an, dann nämlich, wenn irgendwo eine Duschverkleidung erneuert wird. Diese Plastikflächen lassen sich mit einer feinen, scharfen Säge in beliebige Streifen Schneiden und dann in ein vorgefertigtes Gerüst einschieben.

 

Diese Halterung für die Plastikscheiben ist schnell um die Rohre herumgebaut. Dazu brauchen wir nur 3 lange Stützleisten (20 x 20 mm), die der Raumhöhe entsprechen. Sie bilden schliesslich einen dreieckigen Raum um die Rohrleitungen herum aus. Es gibt also eine zentrale Mittelleiste und rechtwinklig dazu die beiden parallelen Wandleisten, jeweils im Abstand von ca. 20 Zentimetern. Verbunden werden die drei parallelen Langleisten mit mehreren kurzen Stücken von Querleisten. Die Anzahl machen wir von den Längen der Plastikstreifen abhängig, die die Rohre der ganzen Länge nach abdecken sollen.

 

Die kurzen Querleisten stellen die obere und untere Begrenzung der Fächer dar, in die die Plastikstreifen dann seitlich hineingeschoben werden können. Damit Letztere nicht aus den Fächern herausfallen, müssen die Querleisten von aussen mit breiteren, sehr flachen Dekoleisten (30 x 4 mm) beklebt werden (kleine Nägel oder Schrauben sind auch denkbar), um nach oben und nach unten etwas überzustehen.

 

Bevor nun alle Plastikflächen in die Holzschienen eingeschoben werden, um die Rohrleitungen abzudecken, können noch günstige Neonleuchten (gegebenenfalls in verschiedenen Farben) unmittelbar neben und parallel zu den Rohren an die Wand geschraubt werden. Bewährt hat sich ein robuster Bodenschalter, der in die Zuleitung integriert wird, um das Licht mit einem behutsamen Tritt auf den Schalter bequem an- und ausschalten zu können.

 

Der letzte Schliff

 

Nachdem die Plastikscheiben ausgehend von der Mittelleiste eingeschoben sind, muss genau an dieser Stelle noch eine Abdeckung her. Auch hierfür eignet sich wieder jene flache breite Dekoleiste. Alle schmalen Holzflächen, die nun sichtbar sind, können in einem Ton gebeizt werden, der zu dem sonstigen Inventar des Zimmers passt. Darüber hinaus hat sich eine (transparente) Lackierung bewährt, damit das Holz nicht so rau erscheint. Die breite mittige Dekoleiste kann auch gern als "Werbeträger" fungieren: Der Münzsammler könnte sie von oben bis unten mit verschiedenen Münzen bekleben, Ähnliches gilt für den Briefmarkensammler. 

 

Nachtrag zur Fixierung der Wandleisten

 

Das dreieckige hölzerne Gestell aus den Langleisten schmiegt sich nicht plan an die Wand an, der aufmerksame Leser hat dies sogleich verstanden. Die Leisten bilden bei dieser Konstruktionsart mit der Wand einen 45-Grad-Winkel. Was kann man da machen?

 

Wir zersägen ein paar kurze Leistenstücke (20 x 20 mm) möglichst genau diagonal, sodass sich 45-Grad-Klötzchen ergeben. Diese Klötzchen werden an jenen Stellen wandseitig auf die Langleisten aufgeklebt, wo die Leisten an die Wand angedübelt werden sollen. Den Bohrer zur vollständigen Durchbohrung der Leisten setzen wir senkrecht auf den fest verklebten 45-Grad-Klötzchen an, das garantiert, dass die Schraube dann senkrecht in den Dübel geführt wird. Wer noch über eher weniger handwerkliche Erfahrung verfügt, sollte diesen Arbeitsschritt erst einmal an einem Testwerkstück üben.

 

Bildquelle: Unsplash / pixabay.com

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