Trendsportarten im Winter 2016/2017

Klassische Wintersportarten wie Alpin-Ski, Langlauf, Schlittschuhlaufen oder auch Schlittenfahren sind durchaus wieder im Kommen, wer aber mal etwas Anderes machen und erleben möchte, sollte darüber nachdenken, ob ihm die folgenden Trendsportarten gefallen könnten.

 

Fatbiking


Dieser neue Trend kommt natürlich, wie nicht anders zu erwarten, aus den USA und inzwischen hat Fatbiking auch schon viele neue Anhänger in der Schweiz gefunden. Für Downhill-Freunde sind diese Fahrräder mit den fetten Reifen eine tolle Sache, gerade wenn jemand das ("normale") Radfahren wegen des zu hohen Schnees vermisst. Die besonders grossen und breiten "Geländereifen" ermöglichen eine leichte und auch relativ sichere Fortbewegung auf sehr weichem Untergrund, wie es bei Schnee und Matsch, aber auch im Schlamm oder Sand, der Fall ist.

 

Snowbiken


Was früher der Skibob war, ist heute ungefähr das Snowbike. Von seinem Namen soll man sich also nicht täuschen lassen, es geht hier nicht um ein Fahrrad, sondern um ein Fahrzeug auf zwei Ski, die hintereinander montiert sind. Dabei ist mit dem vorderen Ski eine Lenkstange verbunden, was die Handhabung des Gefährts wirklich sehr erleichtert. Um die Stabilität auf der Piste zu erhöhen, verwendet der Fahrer zusätzlich zwei Kurzski. Zwar ist das Ganze eine kleine Herausforderung für den Gleichgewichtssinn, andererseits kann man damit relativ bequem im Sitzen fahren, was dann doch wieder einen gewissen Bezug zum Radfahren hat. Richtig schnell wird man damit ganz automatisch, wenn man das Snowbiken lange genug geübt hat und sich somit auch in den Kurven immer sicherer fühlt. Wirklich gut an diesem Sportgerät ist, dass dafür jeder sehr schnell sein Körpergefühl entwickelt und damit sicher umgehen kann, auch wenn die Fahrt in der ersten Stunde noch nicht so schnell ist. 

 

Neue Ballsportarten auf Schnee und Eis


Eistennis und Schneegolf sind Ballspiele in der Winterlandschaft, das heisst, der begeisterte Golf- oder Tennisspieler kann jetzt auch im Winter weitermachen wie immer. Eistennis passiert auf Schlittschuhen, weil es sich hierbei um ein vereistes Tennisfeld handelt, eine echte Herausforderung für Körper und Geist. Schneegolf erfordert eine hohe Körperstabilität und vermittelt zuweilen den Eindruck einer lustigen Ostereiersuche im Tiefschnee. Für den Normalbürger ist das mit unendlich viel Spass verbunden, aber es handelt sich dennoch um eine ernst zu nehmende Trendsportart, in der, wie auch beim Eistennis, inzwischen sogar Weltmeisterschaften ausgetragen werden. 

 

Wer es schnell mag: Airboarding und Snowkiting


Für das Airboarding wird ein Bodyboard oder Softboard gebraucht, das ist so etwas Ähnliches wie ein aufblasbarer Schlitten. Darauf saust man auf dem Bauch liegend die Hänge hinab. Wie zu erwarten, ist solch ein Luftkissen sehr elastisch und fängt alle Stösse einer unebenen Piste auch bei hohen Geschwindigkeiten nahe 100 Stundenkilometer weitestgehend ab. Allein durch eine leichte Verlagerung des Körperschwerpunktes wird das Sportgerät intuitiv gelenkt. Eine richtige Bremsung wird durch eine 90°-Drehung des Softboards eingeleitet. Vorkenntnisse, die man sich mühsam in einem Anfängerkurs erarbeiten muss, sind hierbei völlig überflüssig. Jeder kann den richtigen Umgang mit dem Airboard innerhalb von Minuten einüben, allerdings sollte der Anfänger nicht gleich am Steilhang starten. 

Snowkiting hat einiges gemeinsam mit dem Kitesailing. Man darf das als einen erweiternden Zusatz für das Skifahren oder Snowboarden auffassen, das heisst, in einer dieser Disziplinen sollte man sich schon recht sicher bewegen. Mit lenkbaren Zugdrachen kann sich der geübte Sportler an windigen Tagen über Schnee und Eis ziehen lassen. Dabei können Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometer locker erreicht werden. 

 

Snowfen beziehungsweise Eissegeln


Was wird dazu gebraucht? Ein länglicher Schlitten, drei Kufen und ein Segel, ein Eissegler eben - und natürlich möglichst weite, ebene Eisflächen. Auch hierbei werden wieder Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern erreicht. Das setzt nicht nur Mut, sondern auch sportliche Fitness voraus. Die Verletzungsgefahr ist durchaus als hoch einzustufen.

Fazit: Egal, für welchen Sport man sich entscheidet, der Winter 2016/17 wird gemäss der aktuellen Prognosen kalt und schneereich mit der Konsequenz, dass alle Wintersport-Liebhaber auf ihre Kosten kommen werden. 

 

Bildquelle: meinTAL / pixabay.com

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