Ohne Büro-Knigge droht das Karriere-Aus

Das Berufsleben ist mit einem Date vergleichbar. Bei Missachtung einiger Regeln droht im Berufsleben unverzüglich das Abseits. Das Schlimme: An jeder Ecke lauern Fettnäpfchen.

 

Den Namen falsch schreiben

 

Der Name des Gesprächspartners kann in der Eile oder unter Zeitdruck falsch geschrieben werden. Kommt dieser Fehler jedoch immer wieder vor, ist davon auszugehen, dass der andere Partner kein Interesse vorweist, die richtige Schreibweise des Namens herauszufinden. Es hat den Anschein, als fehlt die gewissenhafte Beschäftigung mit dem anderen oder es ist extreme Nachlässigkeit vorhanden. Die Voraussetzungen sind nicht ideal, um schnellstmöglich eine Beförderung zu erhalten.

 

Ungefragt das Du nutzen

 

Die formelle oder informelle Anrede ist ein brisantes Thema mit dem Büro-Knigge. Die Berufswelt stuft das kollektive duzen als unhöflich ein. Das unerlaubte Du gilt als respektlos und wird oftmals als Degradierung verstanden. Besser zuerst folgerichtig siezen, um mit der entsprechenden Person bekannt zu werden. Nach dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und dem richtigen Kennenlernen kann zu einem unbestimmten Zeitpunkt auch das Du offeriert werden. Dieser Step erfolgt von der älteren, ranghöheren und erfahreneren Person.

 

Unnötiger Smalltalk

 

Bei der Knüpfung von neuen Kontakten gehört ein wenig Smalltalk von Angesicht zu Angesicht oder per Telefon dazu. Wer diese Kommunikationsform beherrscht, besitzt ein Ass, aber die Gratwanderung ist gefährlich. Beim Abgleiten in die Politik oder in eine belästigende Richtung können Sie sich schnell in die Nesseln setzen und der Geschäftspartner fühlt sich unverzüglich belästigt. Halten Sie sich zurück und zeigen durch Nachfragen Ihr Interesse und selektieren Sie Gesprächsthemen, die nicht zum Minenfeld werden.

 

Gespräch mit Sonnenbrille

 

Das Tragen einer Sonnenbrille insbesondere im Strassenverkehr oder als modisches Accessoire ist tatsächlich legitim. Für berufliche Kontaktaufnahmen und der Austausch von Blicken, ist die Sonnenbrille ein No-Go. Es wirkt unhöflich und unpersönlich und die erste Impression ist nur schwer korrigierbar.

 

Smartphone im Auge behalten

 

Immer mit dem Smartphone erreichbar zu sein, ist hervorragend. Allerdings bei Geschäftsessen und bei Meetings sollten Sie Ihrem Smartphone eine Auszeit gönnen. Ganz schnell wird dies als unhöfliche Geste gesehen und danach abgestempelt. Der Gesprächspartner erhält das Feeling, nicht die höchste Priorität zu besitzen. Dann werden Sie auch auf seiner Liste ganz oben verschwinden.

 

Den Raum betreten, ohne anzuklopfen

 

Immer mehr Firmen setzen auf flache Rangordnungen. Dadurch wird nur noch selten hinter verschlossenen Türen die Arbeit abgewickelt. Trotzdem sollte eine offene Tür nicht missverstanden werden, ohne anzuklopfen einzutreten. Laut Büro-Knigge ist auch darüber hinaus anzuklopfen, um die kurze Reaktion der Kollegen zu empfangen. Den Raum ohne Anklopfen zu betreten, ist unhöflich.

 

Dem Gesprächspartner ins Wort fallen

 

Bei Meetings gibt es unzählige Sachen, die als unhöflich eingestuft und vermieden werden sollten. Einer sprechenden Person sollte nicht in Wort gefallen werden. Die Besprechung oder die Konversation wird nicht nur unterbrochen, sondern zeigt dem Sprecher unverzüglich ungeduldige Besserwisser. Um Unhöflichkeit und Respektlosigkeit auszuschliessen, erst geduldig warten bis der Redner fertig ist und dann Fragen, Kritik oder Einwände äussern.

 

Kollegen als Kummerkasten zu nutzen

 

Eventuell wurde zu diversen Kollegen bereits eine engere und freundschaftliche Beziehung errichtet. Mit ihnen über individuelle Problem zu reden ist in Ordnung. Bei anderen stossen Sie auf Ablehnung. Viele Menschen empfinden es als unangenehm, wenn Kollegen mit einem Mal persönlich werden. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, als Problemfall eingestuft zu werden. Persönliche Themen mit Kollegen zu besprechen, sollten nie im offenen Büro stattfinden, sondern im Einzelgespräch. Zeigen Sie Anstand und fragen zuerst, ob Gesprächsthemen aus dem privaten Bereich nicht Tabu sind.

 

Musikalische Dauerberieselung

 

Mit Musik kann die Arbeit effektiver erledigt werden. Dies trifft nicht auf alle Kollegen zu und Sie dürfen keine eigenständige Entscheidung treffen. Entweder es herrscht Einstimmigkeit oder Ruhe. Für einen besonderen Musikgeschmack sollte für die Nutzung von Kopfhörern eine Genehmigung beim Chef eingeholt werden. 

 

Bildquelle: StartupStockPhotos / pixabay.com

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