Mit den Kindern ins Abenteuer 

 

Warum nicht einmal mit den Kindern ein richtiges Abenteuer erleben? Diese Frage stellt sich so mancher Vater. Anstatt dass die Kleinen vor dem Fernseher sitzen oder sich täglich die digitalen Medien einsaugen, wäre es doch auch einmal eine Idee eine kleine Reise der besonderen Art zu planen. 

 

 

Die Reise ins Ungewisse

 

 

Der Beginn einer solchen Reise ist schon prickelnd und fantastisch. Zuerst werden die Kleinen einmal darauf vorbereitet, dass nun eine Wanderung der besonderen Art ins Haus steht. Vorzugsweise wählt man eine Landschaft, welche die Kinder gerne haben. Dies könnte zum Beispiel ein bestimmter Berg sein, oder das Meer oder auch eine Tour um einen See, durch einen Wald oder eine Stadtgrenze. In jeder Familie gibt es solche Orte, die vom Geschichten erzählen schon in der Familie in irgendeiner Form verankert sind - zu denen die Kinder also eine Beziehung haben. Die Beziehung kann sich dabei durchaus auch nur in ihrer Fantasie abspielen. 

 

 

Rucksack packen

 

 

Danach geht es ans Rucksack packen. Man sollte den Kindern sagen, dass es sich um eine ganz eigene Überlebenstraining-Wanderung handelt. Dabei müssen die Kinder selbst versuchen, den Weg zu finden. Es wird also ein Plan mitgenommen (ein selbst gezeichneter oder ein gedruckter Plan), eine Taschenlampe, ein Kompass, ein Zelt und Proviant: Eben alles, was für das Überleben notwendig erscheint. Auch Geld kann man den Kindern mitgeben, mit dem sie haushalten müssen. 

 

 

Die Wahl einer guten Route

 

 

Um einen See zu wandern bietet gute Orientierungspunkte. Schwieriger wird es schon durch einen großen Wald zu kommen. Hier ist tatsächlich die Orientierung der Kinder gefragt. Heutzutage verlassen sich junge Menschen dabei gerne auf das Handy und die digitale Begleitung mit Google Maps. In jeder Sekunde kann der genaue Standort angezeigt werden. Was aber, wenn diese Geräte auf Grund mangelnden Stroms nicht mehr funktionieren? Dann sind die Kinder ganz auf sich selbst gestellt, und erleben die Welt wieder als das, was sie eigentlich ist. Als eine Unbekannte, als eine weisse Landkarte, die sich vordergründig über das Erleben erschliesst und nicht durch den Bildschirm. Jegliche Sicherheit der Verbindung mit der Aussenwelt ist gekappt.

 

 

Das Gehen

 

 

Die Tour könnte so aufgebaut sein, dass die Wanderung zum Beispiel 3 Tage dauert, die Quartiere aber im voraus gebucht wurden. Damit handelt es sich um Tagesetappen, zum Beispiel von Hütte zu Hütte. Die Kinder sind verantwortlich, wo sie gehen und wie sie vom Punkt A zum Punkt B kommen. Die Haltepunkte werden genauso von ihnen gesetzt, wie die Orientierung. Als Vater ist man nur Begleiter, und lässt sie, ohne einzugreifen, den richtigen Weg finden. Vielleicht wird dies eine erschöpfende Tour für den Erwachsenen! Es geht jedoch nicht darum, selbst den Weg zu finden, sondern darum, auf spielerische Art und Weise den Kindern ein Werkzeug fürs Leben mit auf den Weg zu geben: Wer sich in solchen Gebieten einen Weg bahnen kann, der stärkt sein Selbstvertrauen und hat auch vor anderen schwierigen Aufgaben weniger Angst. Die Devise lautet, irgendwie ein Weg durch das Problem zu finden und das ist die eigentliche Idee dieses Unternehmens. 

 

 

Mit Freunden ist es umso spannender

 

 

Möglicherweise kommen Freunde der Kinder mit, sodass es sich um ein noch grösseres Vergnügen handelt. Gemeinsame Erlebnisse stärken die Freundschaften und die Erinnerung an das Abenteuer kann im besten Fall ein Leben lang anhalten und immer wieder verbindend und identitätsstiftend eine Freundschaft stärken. Zu Hause, wenn alle Strapazen bestanden sind, wenn alle Ängste überwunden wurden und die warme Stube wieder lacht, dann können sie gemeinsam von ihren Abenteuern erzählen und sie werden sich wieder wohlfühlen in ihren Häusern, in ihren Kinderzimmern und ihren Betten.

 

 

Bildquelle: Pixels / pixabay.com 

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