Krebsvorsorge auch für Männer wichtig


Krebs ist immer noch eine der häufigsten Erkrankungen, die zum Tod führen können. Eine rechtzeitige Erkennung ist in vielen Fällen jedoch entscheidend, um diese effektiv zu behandeln und somit die Heilungschancen zu steigern. Laut einer Statistik ist bei Männern der Prostatakrebs derjenige, der am häufigsten vorkommt. Ausschlaggebend für die Statistik waren die Neuerkrankungen. Hier wurde jedoch nicht darauf Rücksicht genommen, ob der Erkrankte, das erste Mal einen bösartigen Tumor hat oder nicht. Auf Platz 2 und 3 befinden sich Darm- und Lungenkrebs. Gerade bei den Vorsorgeuntersuchungen sind Männer ein wenig nachlässiger als Frauen. 

 

 

Welche Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen gibt es für Männer? 

 

 

Gerade Männer scheuen sich oft zum Arzt zu gehen in puncto Krebsvorsorge. Das kann auch daran liegen, dass vielen gar nicht bewusst ist, welche Vorsorgeuntersuchungen ab welchem Alter empfohlen werden. Hier ein kleiner Überblick:


- Ab 35 Jahren sollte alle 2 Jahre eine Untersuchung der Haut am ganzen Körper stattfinden.
- Ab 45 Jahren sind es die äußeren Geschlechtsorgane und die Prostata, die vorgesehen sind. 
Hier wird eine gezielte Anamnese vorgenommen. Dabei fragt der Arzt nach eventuellen Beschwerden. Er tastet die äußeren Geschlechtsorgane ab und inspiziert diese. Auch die Prostata wird abgetastet, ebenso wie die Lymphknoten, die sich in dieser Gegend befinden. Ein anschließendes Beratungsgespräch gehört darüber hinaus zu dieser Untersuchung. 
- Von 50 – 55 Jahren wird der Dickdarm durch Abtasten und einem Papierstreifentest untersucht. Dieser wird auch Okkultbluttest genannt. Hier schaut der Arzt nach etwaigen Blutspuren im Stuhl. 
- Ab 55 Jahren wird nach wie vor der Okkultbluttest durchgeführt, allerdings nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle 2 Jahre. Alle 10 Jahre sollte eine Koloskopie vorgenommen werden. Hierbei wird der Dickdarm genauer untersucht. Im Volksmund ist dieser Vorgang auch als Darmspiegelung bekannt.

 

 

Wer übernimmt die Kosten? 

 

 

Die Abkürzung OKP steht für obligatorische Krankenpflegeversicherung. Diese übernimmt bereits seit dem Jahr 2013 in der Schweiz die Kosten für eine Vorsorgeuntersuchung, wenn bereits Krebsfälle in der Familie vorgekommen sind. Die Untersuchungen ab 45 Jahren und die zwischen 50 und 55 Jahren sollten dabei jährlich vorgenommen werden. 

Prostatakrebs häufigster Krebs bei Männern in der Schweiz

Wird diese Art von Krebs möglichst früh entdeckt, besteht eine reale und gute Heilungschance. Typische Prostatakrebssymptome gibt es nicht, meist kommen die Patienten erst dann, wenn der Krebs schon fortgeschritten ist und Beschwerden verursacht. Bei der Früherkennung handelt es sich um eine Tastuntersuchung. Hier wird der behandelnde Arzt die Prostata komplett vom Darm aus abtasten. Nur wenn sich hier ein Verdacht zeigt, wird eine Gewebeprobe entnommen. Steht die Diagnose fest, gibt es mehrere Möglichkeiten der Therapie. Bestrahlung kann eine solche sein, eine Hormontherapie ist denkbar, aber auch die Entfernung ist durchaus möglich. Erfolgte eine Metasierung, sprich der Krebs hat bereits ausgestreut und andere Organe befallen, ist er nicht mehr heilbar. Eine Behandlung ist jedoch weiter nötig, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

 

 

Wissenswertes über Darmkrebs

 

 

Jährlich erkranken circa 4.100 Menschen alleine in der Schweiz an Darmkrebs, von denen wiederum 1.600 sterben. Je früher er erkannt wird, umso eher ist er mittels Chemotherapie und Bestrahlungen bekämpfbar. Diese Art von Krebs entwickelt sich schleichend und ohne jegliche Schmerzen. Blut im Stuhl ist ein erster Hinweis. Doch dieses kann auch von innerlichen Hämorrhoiden kommen. Daher sollte jeder die Möglichkeit einer Vorsorge ernsthaft wahrnehmen. Rund 10 Jahre kann es beim Darmkrebs dauern, bis sich ein bösartiger Tumor entwickelt. Zuerst findet man nur harmlose Wucherungen, die aber dennoch weiter beobachtet werden sollten. Das Risiko einer Erkrankung nimmt sowohl bei Männern als auch bei Frauen ab 50 Jahren zu. In vielen Fällen sind auch erbliche Vorbelastungen vorhanden, denn nur bei circa 10 – 15 Prozent führt eine Genmutation zum Krebs.

 

 

Bildquelle: tee1036 / pixabay.com 

 

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