Grillen ohne Fleisch? Undenkbar!

Das Wetter schreit geradezu nach einem Grillabend. Und wenn es inzwischen auch Vegetarisches für den Grill gibt, so ganz ohne Fleisch würde doch das Wichtigste fehlen. Aber einfach ein Stück Steak auf den Grill werfen, ist das nicht ein bisschen zu einfach? Was gilt es also zu beachten, um mit gegrilltem Fleisch seine Gäste zu überzeugen? 

 

Die Sache fängt schon beim Einkauf an. Egal was für Fleischsorten gewünscht sind, man sollte auf gute Qualität achten. Schließlich handelt es sich hier nicht um das Schnitzel für zwischendurch. Der fachkundige Metzger kann zusätzlich noch den ein oder anderen Tipp geben, was sich besonders gut für den Grill eignet. Mengenmäßig sollten es zwischen 300 und 400 Gramm pro Person sein. Wer seine Gäste kennt, sollte eben bei besonders hungrigen Männern noch etwas zusätzlich besorgen, sind Vegetarier darunter entsprechend weniger. Zuhause sollte das Fleisch erst einmal in den Kühlschrank und eine halbe Stunde bevor es losgeht wieder herausgeholt werden. Niemals direkt aus dem Kühlschrank auf den Rost legen, das Fleisch muss erst auf Raumtemperatur kommen. Auf diese Weise verringert sich auch der Flüssigkeitsverlust des Fleisches beim Grillen, es wird deutlich zarter werden. 

 

Ebenfalls vorher sollte bereits der Rost auf den Grill gelegt werden. Erst wenn er gleichmäßig erhitzt ist, sollte das Fleisch auf ihn gelegt werden. 

 

 

Salz erst kurz vor dem Grillen verwenden 

 

 

Kurz noch ein Wort zum Würzen: Dabei gibt es zwei Gruppen, die Puristen und die Marinade-Freunde. Wer zu den Puristen gehört, salzt und pfeffert sein Fleisch erst kurz bevor es auf den Rost kommt. Salz entzieht nämlich Feuchtigkeit. Bei Verwendung von Marinade ist das natürlich etwas anderes, je nach Art kann hier das Fleisch auch schon mal einen Tag vorher darin eingelegt werden.

 

 

Jedes Fleisch hat seine perfekte Garzeit 

 

 

Mit das wichtigste sind natürlich auch die Garzeiten. Jemanden ein halbgares Steak zu servieren, oder ein knochentrockenes Stück Fleisch, kann peinlich werden. Mit der Zeit wird man sicher ein Gefühl entwickeln, was wie lange auf den Grill gehört. Für den Anfang gibt es aber ein paar gute Richtwerte: Ein Schweine-Nackensteak benötigt ca. 5 Minuten je Seite, das Rückensteak ist zarter und kommt mit 2 Minuten je Seite aus. Ein Rinderfiletsteak oder Rumpsteak sollten jeweils rund 3 Minuten je Seite gegrillt werden. Lammkoteletts benötigen mit 4 Minuten je Seite etwas mehr Zeit, ebenso viel Zeit wie der beliebte Schweinebauch. 

 

Aber Achtung, wenn hier steht je Seite, heißt das auch jeweils die Minuten am Stück. Also das Fleisch nach Möglichkeit nur einmal wenden, das reduziert den Flüssigkeitsverlust und hält das Fleisch zarter. Aus demselben Grund sollte man zum Testen, ob das Fleisch durch ist, so wenig wie möglich mit Messer oder Gabel einstechen. 

 

Und noch ein Tipp: So groß der Hunger auch ist, das fertige Fleisch sollte erst einmal ein oder zwei Minuten ruhen. 

 

Und zu guter Letzt: So gut ein saftiges Stück Fleisch auch schmecken mag. Man sollte die Beilagen nicht vergessen. Der Klassiker dazu ist natürlich der Nudelsalat. Aber auch der klassische Salat eignet sich ausgezeichnet dazu.

 

Bildquelle: RitaE / pixabay.com 

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