Den Badeurlaub geniessen

Ein gelegentlicher Sprung ins kühle Nass lässt uns heisse Sommertage viel angenehmer erscheinen. Doch im Wasser lauern Gefahren. Jedes Jahr sterben Menschen im Badeurlaub, weil sie sich überschätzen oder weil sie sich nicht an die allgemeinen Baderegeln halten. Hier ein kurzer Überblick. 

 

Alkohol beim Baden meiden 

Auf der Fahrt im Schlauchboot mit Freunden fliessen häufig ein paar Flaschen Bier, schliesslich soll es im Badeurlaub fröhlich zugehen. Zu später Stunde springt man kopfüber zur Abkühlung in den See. Doch Vorsicht! Im alkoholisierten Zustand kann man sich weniger orientieren, erkennt Strömungen zu spät und überfordert seinen Kreislauf. 

 

Nach dem Essen Zeit für die Verdauung nehmen 

Einige Menschen reagieren empfindlich, wenn sie mit vollem Bauch ins Wasser springen. Das liegt daran, dass der Organismus einige Zeit nach dem Essen auf die Verdauung ausgerichtet ist. Dadurch fährt das Herz-Kreislauf-System herunter. Wird der Körper plötzlich kaltem Wasser ausgesetzt, puscht das Herz-Kreislauf-System nach oben. Das führt manchmal zum Kollaps. 

 

Nicht zu weit hinausschwimmen 

Im Badeurlaub möchte man so aktiv wie möglich sein. Deswegen nimmt man sich vor, täglich mindestens eine Stunde zu schwimmen. Wer ins Meer hinaus schwimmt, kann sich aber leicht überschätzen, weil die Distanzen vom Wasser aus anders wahrgenommen werden. Wenn die Kraft nachlässt, wird es schwer, wieder an Land zu kommen. Deswegen ist es besser, parallel zum Stand zu schwimmen. 

 

Keinen Kopfsprung in unbekannte Gewässer 

Wer eine Badestelle nicht kennt, sollte sich niemals mit einem Kopfsprung ins Wasser begeben. Das Gewässer könnte so flach sein, dass man mit dem Kopf am Boden aufstößt, wodurch eine Querschnittslähmung die Folge sein könnte. 

 

Bei Strömungen richtig reagieren 

Am besten sucht man im Badeurlaub nur diejenigen Badestellen auf, die als solche ausgewiesen sind. Wer sich dennoch auf eigene Faust in unbekannte Gewässer begibt, muss mit Strudeln und Strömungen rechnen. Gelangt man hinein, sollte man sich mit der Strömung treiben lassen und erst dort zu schwimmen beginnen, wo die Strömung nachlässt. Sonst sind die Energiereserven schnell aufgebraucht. Der Tod durch das Ertrinken droht. 

 

Schilf und Schlingpflanzen meiden 

Schilfgürtel und Schlingpflanzen im Wasser können beim Schwimmen ebenfalls eine Gefahr darstellen. Man verfängt sich möglicherweise und kommt nicht mehr voran. Deswegen sollte der Badeurlaub an freien Gewässern stattfinden. 

 

In brenzligen Situationen Ruhe bewahren 

Ein Krampf in der Wade oder das Erkennen einer Gefahr versetzt viele Menschen im Wasser in Panik. Doch gerade sie hindert am klaren Denken und lässt den Betroffenen Bewegungen mit den Armen und Beinen ausführen, die ihm eher schaden als dass sie helfen. Wichtig ist, die Situation richtig einzuschätzen und nach Möglichkeit Hilfe anzufordern. Ist diese nicht vor Ort, muss man versuchen, selbst die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beim Wadenkrampf beispielsweise empfiehlt es sich, die Rückenlage einzunehmen und den Fuss anzuziehen, damit sich die Wadenmuskulatur dehnt. 

 

Schwimmkurs notwendig? 

Wer vor etlichen Jahren das Seepferdchen-Abzeichen abgelegt hat und danach nicht mehr geschwommen ist, sollte vor dem Badeurlaub über die Teilnahme an einem Schwimmkurs nachdenken. Zwar vergisst man die Abfolgen des Schwimmens nicht mehr, wenn man sie einmal gelernt hat. Doch die Kondition geht verloren, weshalb ungeübte Schwimmer sich häufig überschätzen. Das Schwimmtraining baut die Muskulatur wieder auf und kräftigt den Körper gleichmässig. 

 

Für den Notfall vorsorgen 

Wer allein baden geht, sollte zuvor jemandem Bescheid geben. Falls nämlich etwas passiert und man nicht rechtzeitig zurück ist, können Notfallmassnahmen eingeleitet werden. Je schneller Hilfe vor Ort ist, desto grösser sind die Chancen, lebend geborgen zu werden. 

 

Schwimmweste im Boot Pflicht 

Wer mit dem Boot aufs Wasser hinaus fährt, sollte eine Schwimmweste tragen. Die muss gut im Körper sitzen, damit sie weder einengt noch im Ernstfall verloren geht. Beim Kauf im Fachgeschäft kann man sie anpassen und wird zudem kompetent beraten.

 

Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

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