Laub im Garten verwerten

Kaum fallen die ersten Blätter von den Bäumen, holen viele Hobbygärtner ihre Laubbläser aus den Schuppen, damit diese Sitzplätze, Wege und Beete freipusten. Dabei sind derlei aufwändige Aktionen häufig gar nicht nötig, denn an einigen Stellen dürfen die Blätter ruhig liegen bleiben. Verwerten lässt sich das Laub im Garten übrigens auch. 

 

An einigen Stellen im Garten Laub unbedingt entfernen 

 

Buntes Laub auf den Gehwegen sieht attraktiv aus und es raschelt herrlich, wenn man durch die trockenen Blätter läuft. Allerdings stellt nasses Laub ein Unfallrisiko dar. Regen und Nebel machen es rutschig, so dass die Gefahr des Ausgleitens besteht. Vorsichtshalber sollten die Blätter auf denjenigen Gehwegen, die häufig betreten werden, unbedingt entfernt werden. Hier können der bereits erwähnte Laubbläser und die Kehrmaschine zum Einsatz kommen. Umweltschonender und leiser lässt es sich mit dem Strassenbesen arbeiten. Erst recht müssen Treppen von Blättern befreit werden. Wer auf den Stufen ausrutscht, kann sich schwere Verletzungen zuziehen. Einfahrten und Zufahrtswege sollten beräumt werden, um auch Dritte vor Unfällen zu schützen. 

Ebenfalls sollte das Laub im Garten von denjenigen Beeten entfernt werden, auf denen sonnenhungrige Pflanzen stehen. Dies sind beispielsweise die Steingartengewächse, mediterrane Kräuter sowie Stauden, die die Sonne lieben. Um die Gewächse zu schonen, wird dazu der Handrechen verwendet. Letztlich sollte auch auf dem Rasen kein Laub liegen bleiben. Unter der Laubdecke würden die Gräser ersticken. Damit die Arbeit schneller von der Hand geht, kann ein Laubbesen hilfreich sein. Je nach Hersteller und Modell wird er aus Metall beziehungsweise robustem Kunststoff angeboten. Das Aufsammeln des zusammengekehrten Laubs erleichtern sogenannte Laubgreifer, die Schaufeln ähneln. 

 

Dort darf das Laub liegen bleiben 

 

An anderen Stellen darf das Laub im Garten liegen bleiben. Wildtiere finden in ihm einen Unterschlupf. Verrotten die Blätter, entsteht aus ihnen Humus, der den Gartenboden aufwertet. So lassen sich unter Sträuchern und Hecken Laubhaufen zusammentragen. Beschwert man sie mit Reisig, kann der Wind die Blätter nicht forttragen. So manche Igelfamilie freut sich über so ein natürliches Winterquartier. Stauden in Schatten- und Halbschattenbeeten haben ebenfalls nichts gegen eine schützende Laubschicht oberhalb ihrer Wurzeln einzuwenden. Dazu zählen Farne, der Storchschnabel, Funkien und die meisten Hortensien. Da sich durch das Zersetzen des Laubs der pH-Wert des Bodens ändert, spart man einiges an Dünger und die Gewächse gedeihen in den kommenden Jahren besser. 

Auf Freiflächen im Garten kann das Laub ebenfalls liegen bleiben. Es schützt den Boden vor der Ausschwemmung von Nährstoffen und dient daher einem guten Zweck. Im kommenden Frühjahr gräbt man es bei der Anlage von neuen Beeten einfach unter. Auch Beerensträucher profitieren, wenn der Boden rund um ihre Basis mit Laub abgedeckt wird. Es besteht weniger die Gefahr, dass die Wurzeln erfrieren. Derselbe Effekt lässt sich erzielen, wenn das Laub auf Baumscheiben aufgebracht wird. Während die Baumwurzeln über den Sommer den Freiraum geniessen, nehmen sie im Winter eine isolierende Blätterschicht gern an. Isolierend wirkt Laub ebenso bei Kübelpflanzen. Um deren Wurzeln zu schützen, gibt man Laub in etwas grössere Drahtkörbe und stellt die Töpfe hinein. 

 

Wohin mit zu viel Laub? 

 

Je mehr Bäume und laubabwerfende Sträucher im Garten stehen, desto mehr Laub fällt im Herbst im Garten an. Da sich nicht alles auf einmal verwerten lässt, kann es deponiert werden, bis man es benötigt. Hierfür ist ein Komposthaufen hilfreich. Entweder wird das Laub schichtweise im Wechsel mit anderen biologischen Abfällen aufgebracht oder es wird in einem separaten Behältnis gesammelt, bis es zum Anmischen von Erde benötigt wird. Alternativ lässt sich Laub in luftdurchlässigen Säcken lagern, die etwa ein Jahr später nur noch ausgekippt werden brauchen. In ihnen befindet sich dann eine wertvolle, krümelige Erde, die im Garten oder beim Umtopfen von Zimmerpflanzen direkt verwendet werden kann.

 

Bildquelle: congerdesign / pixabay.com

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