Das stilvolle Comeback des Rasierhobels 

Nassrasur war gestern? Keineswegs! Während sich die meisten Männer längst zwischen Elektrorasierapparat und Mehrklingen-Rasierer, auch Systemrasierer genannt, entschieden haben erlebt ein geschmackvoller Klassiker sein Comeback: der Rasierhobel. 


Wo sich die großen Marken der ‘modernen’ Nassrasierer bei der Klingenanzahl jährlich selbst überbieten, hat der Rasierhobel gerade einmal zwei davon, eine auf jeder Seite. Klingt gefährlich? Ist es aber nicht, hat doch der Hobel Anfang des vorigen Jahrhunderts, unter dem Namen ‘Sicherheitsrasierer’, das Rasiermesser abgelöst. Die Klinge steht jeweils nur ein kleines Stückchen vor und um sich zu schneiden muss man schon sehr ungeschickt sein. 

 

 

Mehr als nur ein altmodischer Rasierer

 

 

Doch was macht den Reiz des Hobels aus? Nicht nur, dass einen ein gründlicheres Resultat mit weniger Hautirritationen erwartet, die Preise für die Klingen sich im ein- bis zweistelligen Centbereich bewegen und man den Hobel ein Leben lang hat, es ist das gesamte Ritual das immer mehr Männer begeistert, denn die Hobelrasur ist mehr als nur das Entfernen von Barthaaren, es ist die Methode, mit der sich schon unsere Väter und Großväter rasiert haben. Es ist klassisch, stilvoll und männlich.

 

 

Vorbereitung ist Alles

 

 

Doch der Reihe nach, denn ohne Vorbereitung nützen der beste Hobel und die beste Rasierklinge nichts. Zunächst müssen die Barthaare angefeuchtet werden. Dies geschieht mit einem heißen, feuchten Tuch, das eine Zeit lang auf das Gesicht gelegt wird. Anschließend gilt es den Schaum zu schlagen, denn dieser kommt nicht aus der Dose, sondern wird mit Rasierseife, warmem Wasser und einem Rasierpinsel vorbereitet. Hat er die perfekte Konsistenz, wird er auf die zu rasierenden Bereiche aufgetragen und dann kann es losgehen. Zunächst wird der Hobel in Wuchsrichtung der Haare mit minimalem Druck über die Haut geführt, dabei können je nach Bartwuchs kurze Züge mit langen kombiniert werden. Ist man damit fertig, folgt der zweite Durchgang. Erneut mit Rasierschaum versehen wird nun diagonal zur Wuchsrichtung rasiert, hat man Routine und robuste Haut kann man es auch gegen den Strich probieren. Bei diesem Schritt werden auch noch die kürzesten Stoppeln entfernt. Nun kann der restliche Schaum mit einem feuchten Tuch entfernt werden und das Ergebnis ist bereit begutachtet zu werden. Wurden keine Stellen übersehen beginnt nun die Nachbereitung. Mit Rasierwasser (am besten ohne Alkohol) wird die Haut verwöhnt, die Poren schließen sich und der Geruchssinn kommt auch auf seine Kosten. 
Klingt langwierig? Mag sein, doch wer die Zeit investiert ist nicht nur perfekt rasiert, sondern auch herrlich entspannt. Nicht zuletzt finden es viele Frauen unwiderstehlich einem Mann bei dieser geschmackvollen Art der Rasur zuzusehen. Dass die Verletzungsgefahr verschwindend gering ist, kann ja auch das Geheimnis von uns Männern bleiben.

Die Grundausstattung ist schnell besorgt, führen doch die meisten Drogeriemärkte wieder die benötigten Produkte. Diese wären: 

 

 

Der Rasierhobel:

 

 

Er sollte gut in der Hand liegen und fürs Erste einfach gehalten sein. Haben Sie erst einmal Routine werden Sie genau wissen was Sie wollen und die Auswahl ist enorm, angefangen bei raffinierten Schließmechanismen bis hin zu verstellbaren Abständen zwischen Klinge und Gehäuse.

 

 

Die Klingen:

 

 

Hier heißt es probieren. Unzählige Hersteller bringen unzählige Arten von Klingen auf den Markt. Was Ihnen liegt, zeigt nur der Selbstversuch. Angesichts der günstigen Preise kann hier ruhigen Gewissens durchprobiert werden.

 

 

Die Rasierseife:

 

 

Sie sollte wirklich aus Seife bestehen und keinesfalls durch Schaum aus der Dose ersetzt werden. Seife lässt den Hobel nämlich viel besser gleiten.

 

 

Der Rasierpinsel:

 

 

Hier hat sich der Dachshaarpinsel bewährt, doch auch synthetische Alternativen gibt es zu Genüge.

Abgesehen von diesen vier Werkzeugen sollten noch eine Schüssel zum Vorbereiten des Schaums, ein bis zwei Tücher und reichlich warmes Wasser bereitgehalten werden, dann steht der vollendeten Rasur nichts mehr im Wege.

 

 

Bildquelle: eroyka / pixabay.com 

 

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