Apfelessig: Hype oder Gamechanger?

Ein Shot Apfelessig am Morgen und der Stoffwechsel läuft, die Verdauung klappt, die Haut strahlt? Klingt nach einem dieser...

Ein Shot Apfelessig am Morgen und der Stoffwechsel läuft, die Verdauung klappt, die Haut strahlt? Klingt nach einem dieser Wellness-Wunder, die mehr versprechen, als sie halten. Doch der Trend hält sich hartnäckig: Von Fitness-Influencern über Bio-Fans bis zu den Hollywood-Stars: Alle schwören auf den fermentierten Apfelsaft. Grund genug, genauer hinzuschauen: Was kann Apfelessig wirklich, und wo endet der gesunde Hype?

 

Was steckt drin?

 

Apfelessig entsteht, wenn Apfelwein mithilfe von Essigsäurebakterien vergoren wird. Das Resultat ist eine saure Flüssigkeit mit einer ordentlichen Portion Säure und einem Mix aus Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Das klingt nach einer gesunden Mixtur, ist aber kein Ersatz für frisches Obst. Die Mengen an Nährstoffen sind klein, und wer seinen Vitaminbedarf decken will, greift besser gleich zum Apfel als zum Essigglas.

Trotzdem: Die Essigsäure selbst kann einiges. Sie wirkt antibakteriell, unterstützt die Verdauungssäfte und hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Besonders nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten kann ein Schuss Apfelessig im Wasser dafür sorgen, dass der Zucker langsamer ins Blut gelangt, was weniger Heisshunger bedeutet.

 

Was sagt die Wissenschaft?

 

Studien zu Apfelessig gibt es einige, aber die meisten sind klein angelegt oder auf Tierversuche beschränkt. Trotzdem deuten sie darauf hin, dass Essigsäure den Appetit zügeln und das Sättigungsgefühl verlängern kann. Wer vor dem Frühstück oder Mittagessen ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig trinkt, isst danach oft weniger. Ein Diätwunder ist das zwar nicht, aber es kann helfen, Kalorien einzusparen, sofern man nicht danach doppelt zuschlägt. Auch für den Blutzucker scheint Apfelessig hilfreich zu sein. 

 

Apfelessig und der männliche Körper

 

Für Männer, die auf Energie, Leistung und Regeneration achten, kann Apfelessig ein interessantes Add-on sein. Durch die antibakterielle Wirkung profitiert auch die Darmflora, was sich positiv auf das Immunsystem, den Energiehaushalt und die mentale Gesundheit auswirken kann. Die leicht saure Lösung kann ausserdem helfen, den pH-Wert im Verdauungssystem auszugleichen, was insbesondere bei einer eiweissreichen Ernährung nützlich ist.

Aber Vorsicht: Zu viel des Guten kann schaden. Unverdünnter Apfelessig greift Zahnschmelz und Speiseröhre an und kann den Magen reizen. Wer es übertreibt, riskiert Sodbrennen statt Superkräfte.

 

Einnahmeempfehlungen für Apfelessig

 

1. Morgens auf nüchternen Magen: Ein Glas Wasser mit ein bis zwei Teelöffeln naturtrübem Apfelessig regt den Stoffwechsel an und bringt die Verdauung in Schwung.

2. Als Pre-Workout-Booster:Eine halbe Stunde vor dem Training getrunken, kann der Essig den Blutzucker stabilisieren und dich länger mit Energie versorgen.

3. Im Salat oder Smoothie: Ein Spritzer Apfelessig in Dressings oder Smoothies bringt nicht nur Frische, sondern auch eine kleine Portion Säure, die die Nährstoffaufnahme fördern kann.

4. Für Haut und Haare: Auch äusserlich hat Apfelessig Fans: Verdünnt als Spülung kann er die Kopfhaut beruhigen, Juckreiz mindern und Glanz ins Haar bringen. Als Toner wirkt er antibakteriell gegen Pickel und Rötungen.

 

Selber machen statt kaufen

 

Wer Lust auf DIY hat, kann Apfelessig selbst ansetzen. Dafür braucht es nur Bio-Äpfel, Zucker, Wasser und Geduld. Die Mischung muss mehrere Wochen gären, bis sich die „Essigmutter“ bildet. Dies ist eine gallertartige Substanz, die die Fermentation am Laufen hält. Dadurch entsteht ein reines Naturprodukt, welches frei von Zusatzstoffen ist.

 

Kein Wundermittel, aber ein cleverer Helfer

 

Apfelessig ist kein Zaubertrank, aber er hat das Potenzial, einen gesunden, aktiven Lebensstil zu unterstützen. Wer sich ausgewogen ernährt, Sport treibt und ausreichend schläft, kann mit einem Schuss Essig im Wasser den Stoffwechsel und die Verdauung unterstützen. Er ist günstig, natürlich und vielseitig einsetzbar. Das Fazit lautet somit, dass Apfelessig längst kein Allheilmittel darstellt, aber auch nicht zu verteufeln ist. Bei Interesse ist es ratsam, es selbst auszuprobieren und vorsichtig die Mengen zu erhöhen. Auf diese Weise offenbart sich am besten, inwiefern der Apfelessig für einen nützlich ist oder auch nicht. 

 

Bildquelle: Towfiqu barbhuiya / unsplash.com

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