Woran eine Hausstaubmilbenallergie erkannt wird

Zahlreiche Menschen leiden an einer Hausstauballergie, die sich durch verschiedene Symptome äussern kann und von Hausstaubmilben ausgelöst werden. Diese haben lediglich eine Grösse von etwa 0,1 Millimeter, sind jedoch millionenfach in den Betten zu finden. Die kleinen Spinnentierchen leben von Hautschuppen. Sie wohnen in Teppichen, Polstern und überall, wo es warm und feucht ist. Am liebsten halten sich die Biester in den Matratzen auf. Selbst wenn sie keinerlei Erkrankungen übertragen, können diese insbesondere den Schlaf und den Morgen der meisten Menschen zur Qual machen, in dem sie eine Hausstauballergie auslösen. Woran man die spezifische Überempfindlichkeit erkennt und wie sie behandelt werden kann, lässt sich in dem folgenden Artikel nachlesen.

 

Was eine Hausstaubmilbenallergie darstellt

 

Zahlreiche Betroffene meinen irrtümlicherweise, dass sie eine Allergie gegen Hausstaub haben. Dabei verursacht er an sich keinerlei allergische Reaktionen. Unter einer Hausstaubmilbenallergie versteht man stattdessen eine Hypersensitivität des Körpers gegenüber den Eiweissen im Kot der Milben, welche im Hausstaub leben. Sensible Personen reagieren schon einige Minuten nach der Berührung mit dem Hausstaub allergisch. Daher nennt man diese Allergie auch Hausstaubmilbenallergie.

 

Symptome der Hausstauballergie

 

Anders als bei der Pollenallergie sind die Beschwerden bei der Hausstaubmilbenallergie zwar oft weniger stark. Dafür kennen diese keinerlei Jahreszeiten. Sie kommen ganzjährig sowie verstärkt im Herbst und Winter vor. Zu den Symptomen zählen beispielsweise geschwollene, juckende oder tränende Augen, eine verschnupfte Nase sowie starke Niesattacken, ein verschleimter und hartnäckiger Husten, erschwertes Atmen, Kreislaufprobleme oder seltenerweise ebenso Hautausschläge, eine Hautrötung oder Juckreiz. Weil Betroffene dem allergieverursachenden Stoff beim Schlafen am meisten begegnen, äussern sich die Beschwerden insbesondere am Morgen oder bereits in der Nacht.

 

Diagnose der Hausstaubmilbenallergie

 

Wer den Verdacht hat, dass er an einer Hausstauballergie leidet, sollte auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, der auf Allergien spezialisiert ist. Dafür eignen sich insbesondere Hautärzte, HNO-Ärzte oder Lungenfachärzte mit einer Weiterbildung in Allergologie. Zum Diagnostizieren schaut sich der Facharzt als Erstes die Symptome an. Damit erhält er die ersten Hinweise auf eine mögliche Allergie. Der Mediziner kann dann abklären, ob nicht weitere Auslöser für einen allergischen Schnupfen infrage kommen. Aufgrund der unterschiedlichen und besonderen Allergietests findet der Allergologe anschliessend heraus, ob man tatsächlich auf gewisse Substanzen allergisch reagiert. Für eine hervorragende Diagnostik empfiehlt sich die Durchführung eines grossen Spektrums an Haut-, Provokationstests und Blutuntersuchungen. 

 

Behandlung der Hausstauballergie

 

Bei sehr starken Beschwerden helfen Medikamente, wie etwa moderne Kortison-Präparate anhand von Augentropfen, Cremes oder Nasensprays. Diese unterdrücken hierbei die allergische Reaktion auf das auslösende Allergen. Jedoch können diese Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen und keinesfalls die Allergie beseitigen, sondern lediglich gegen die akuten Symptome vorgehen. An den Auslöser der Beschwerden setzt dann eine spezifische Immuntherapie an. Ziel der Desensibilisierung ist, den Körper gegenüber den allergieverursachenden Stoffen unempfindlicher zu machen, damit die Immunabwehr gegen das Allergen eine Toleranz entwickeln kann. Hierfür wird dem Patienten regelmässig das Allergie auslösende Antigen durch eine Spritze oder Tropfen zugeführt. Diese langfristige Behandlung kann bis zu fünf Jahre dauern und gilt als besonders wirksam.

 

Vorbeugung gegen Hausstauballergie

 

Der wohl wirkungsvollste Schutz gegen die Hausstaubmilbenallergie ist, dass man die Auslöser so stark wie nur möglich vermeidet. Zwar spielen Milben in ziemlich sauberen Einrichtungen wie Fitnessstudios und Krankenhäusern aufgrund der regelmässigen Reinigung und des hohen Luftaustausches eher keine Rolle. Allerdings sind sie in Wohnungen und gerade in Schlafräumen umso präsenter. Zudem lassen sich diese Tierchen auch nicht vollständig vertreiben. Jedoch gibt es ein paar effektive und hilfreiche Massnahmen, die man beherzigen kann. Am besten verbreiten sich die Milben im feuchten und warmen Klima. Deswegen sollten milbendichte Bezüge für die Kissen, Decken und Matratzen verwendet werden. Die Bettwäsche ist regelmässig bei 60 Grad Celsius zu waschen, um im Bett die Milben zu verringern. Für ein milbenunfreundliches Klima empfiehlt sich eine Zimmertemperatur von maximal 19 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit sollte permanent unter 50 Prozent liegen. Ausserdem ist das regelmässige Lüften sinnvoll. In das Schlafzimmer sollte viel Sonnenlicht hereingelassen werden. Auch das regelmässige Saugen und Wischen von Staub sorgt für eine Milbenreduktion. Zudem ist das Ansammeln von Staub zu verhindern, indem man Staubfänger wie Pflanzen, Teppiche, lange Vorhänge oder Bücherregale im Schlafzimmer entfernt.

 

Bildquellen: Brittany Colette / unsplash.com

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