Der Mann und die Wechseljahre 

Der Mann spricht nur ungern oder lieber überhaupt nicht über das Thema und schon gar nicht, wenn er sich „mittendrin“ befindet. Eigentlich schade, denn ein Gespräch mit der Partnerin, Ehefrau oder einem guten Freund kann sehr hilfreich sein und möglicherweise Beziehungsprobleme in dem nicht ganz einfachen Lebensabschnitt abwenden. 

Durch einen gesunden Lebensstil wird die Verringerung von Testosteron ausgeglichen, deshalb werden die Wechseljahre lange Zeit auch nicht als solche wahrgenommen oder registriert. Oftmals werden die Symptome und ihre Auswirkung auch als ein normaler Prozess im Alter „abgetan“. 

 

Symptome und Abklärungen 

 

Die Symptome sind sowohl im Körper als auch in der Psyche und natürlich in der Sexualität zu finden. Während der Körper Anzeichen einer verminderten Leistung zeigt, das Bauchfett zunehmen kann oder die Haare weniger werden, erfährt die Psyche diverse Veränderungen, welche grosse Unsicherheiten auslösen können; plötzlich sind unerklärbare Ängste da, man ist launisch und die Gereiztheit macht es auch nicht gerade leichter. Dazu können schlaflose Nächte hinzukommen, welche auch nicht unbedingt zum täglichen Wohlbefinden beitragen. Diese und verschiedene andere Gründe haben unter anderem auch zur Folge, dass das Sexualleben leidet. Andere Symptome in diesem Bereich sollten unbedingt vom Hausarzt oder Fachärzten abgeklärt werden, um sicher zu gehen, dass die Ursachen wirklich mit dem Testosteronspiegel zusammenhängen und keinen anderen Hintergrund haben, zum Beispiel ein Problem mit der Schilddrüsenfunktion. 
Da zwischen dem Gesamttestosteron und dem biologischen Testosteron unterschieden wird, sollten immer beide Werte untersucht und berücksichtigt werden. Der Mangel an Testosteron, welcher aufgrund des Alters ausgelöst wird, kann durch eine Hormontherapie ins Gleichgewicht gebracht werden. Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass eine Behandlung über längere Zeit auch Nebenwirkungen haben kann, so dass eine ärztliche Aufklärung vor der Verschreibung sehr wichtig ist. 
Eine Therapie mit Testosteron kann durchaus Sinn machen, vor allem wenn man sich extrem körperlich und möglicherweise psychisch erschöpft fühlt. Gleichzeitig sollte aber auch der Lebensstil geändert werden. Diese Veränderung ist nicht nur sehr wichtig und hilfreich für den Körper, sondern führt auch dazu, dass eine allfällige Hormontherapie wieder abgesetzt werden kann. 
Bewegung, gleich in welcher Form oder mit welchen Übungen, beispielsweise beim Fitnesstraining oder dem täglichen Laufen, sind sehr wirkungsvoll und können zu einer natürlichen Erhöhung des Testosteronspiegels führen. Zusätzliche „eingebaute“ Aktivitäten im Alltag wie beispielsweise Treppen steigen statt den Aufzug zu benutzen, können ebenfalls einen sinkenden Hormonspiegel verzögern und allfällige Symptome vermindern. 

 

Partnerschaft 

 

Die Veränderungen, sei es grundlos traurig zu sein oder gar ein offensichtlicher „Rückzug“, lösen auch bei der Partnerin oder Ehefrau Unsicherheiten und Zweifel aus. Damit sie diese Veränderungen nicht auf sich bezieht und möglicherweise Schuldgefühle entwickelt, ist es sehr wichtig, sie mit einzubeziehen und über die Sorgen, Ängste, Wünsche und Probleme zu sprechen. 

 

Die Ernährung 

 

Ideal sind kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt, bei denen auch Vollkornprodukte, Gemüse und Obst vorkommen sollten. Auch die Einnahme von viel Flüssigkeit trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Durch die Einnahme von Müsli und damit bestimmten natürlichen Stoffen in den Haferflocken kann der Testosteronspiegel leicht angehoben werden. 

 

Fazit 

 

Abgesehen davon, dass immer ein gesunder Lebensstil gepflegt werden sollte, wirkt sich dieser gerade in den „speziellen“ Jahren positiv aus. Aber spätestens mit 40 Jahren wird es definitiv zum Thema, um sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen. 

Auch wenn es schwerfallen sollte, das Gespräch mit einem guten Freund zu diesem Thema zu suchen, kann es sich in jeder Hinsicht positiv auswirken, möglicherweise hat er ähnliche Erfahrungen gemacht und positive Ratschläge und Tipps zum Weitergeben. 

Nebenbei kann auf diese Weise auch noch die mentale Gesundheit erhalten werden und verschiedene Risiken, wie beispielsweise ein Herzinfarkt, gesenkt werden.

Wer allerdings keine Beschwerden hat und keine spürbaren Veränderungen fühlt, kann sich wahrscheinlich glücklich schätzen, nicht betroffen zu sein!

 

Bildquelle: SJJP / pixabay.com 

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