Mehrfachsteckdosen: Darauf solltest du beim Kauf achten
Kaum ein Haushalt kommt ohne Mehrfachsteckdosen aus, da selbst in Haushalten mit einer guten Steckdosenabdeckung irgendwann die Situation eintritt, dass ein Elektronikgerät entweder zu weit von einer Steckdose entfernt steht oder die Anzahl an Steckdosen schlicht nicht mehr ausreicht. In den allermeisten Fällen wird dann auf Mehrfachsteckdosen gesetzt – in dreifacher, fünffacher oder sogar zehnfacher Ausführung. Doch Steckdosenleisten können bei falscher Nutzung auch zur echten Gefahr werden und in extremen Fällen sogar Brände auslösen, insbesondere wenn beim Kauf nicht auf eine ausreichende Qualität geachtet wird. Wie man verhindert, dass man sich unsichere Mehrfachsteckdosen zulegt und worauf beim Kauf sonst noch geachtet werden sollte, verraten wir dir in diesem Beitrag.
Sicherheit statt Geldsparen
Mehrfachsteckdosen von hochwertigen Herstellern kosten in der Regel keine Unsummen, weshalb man beim Kauf nicht unbedingt jeden Schweizer Franken umdrehen sollte. Wer den einen oder anderen Franken mehr investiert, profitiert in der Regel durch einen deutlich höheren Sicherheitsstandard. Doch wie erkennt man sichere Mehrfachsteckdosen überhaupt? Ein guter Anhaltspunkt sind sogenannte Prüfsiegel, zum Beispiel mit GS- oder VDE-Zeichen. Prüfsiegel dieser Art stellen sicher, dass die Steckdosenleisten nach europäischen Sicherheitsstandards getestet wurden. Darüber hinaus bieten einige Mehrfachsteckdosen auch einen Überlastungsschutz durch einen integrierten Schutzschalter an. Dieser Schutzschalter trennt genau dann die Stromzufuhr, wenn zu viele Geräte an die Steckdosenleiste angeschlossen werden oder der gesamte Energiebezug durch zu hoch ist. Letzteres ist tatsächlich die häufigste Brandursache von Steckdosenleisten.
Wer Kinder im Haushalt hat, sollte zudem darauf achten, dass die Steckdosenleisten eine entsprechende Kindersicherung haben. Meist besteht diese Kindersicherung aus kleinen Kunststofflamellen in den Öffnungen der Steckdosen, wodurch Kinder keine spitzen Gegenstände in die Steckdosenöffnungen einführen können. Ebenso wichtig, unabhängig davon, ob die Steckdosenleiste über einen Überlastungsschutz verfügt oder nicht, ist die Berücksichtigung der maximalen Gesamtleistung. Bei den meisten Steckdosenleisten liegt diese bei 3.500 Watt oder 16 Ampere.
Materialqualität, Steckerform und Kabellänge
Neben dem inneren Aufbau der Steckdosenleiste sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Steckdosenleisten über eine entsprechend solide Materialqualität verfügen. Steckdosenleisten müssen dabei nicht zwangsläufig aus Aluminium sein, allerdings sollten die verwendeten Materialien flammhemmend sein. Ferner gilt es beim Kauf auch die Steckerform zu berücksichtigen. Wenn die Steckdosenleiste zum Beispiel hinter Möbeln platziert werden soll, sollte auf ein Modell mit einem Winkelstecker gesetzt werden. Dieser ist nicht nur robuster, sondern verhindert auch, dass das Kabel unnötig gequetscht wird, wenn unter anderem Möbelstücke zu nah an die Wand gestellt werden, die wiederum das Kabel einklemmen können. Die Länge des Kabels spielt bei Steckdosenleisten ebenfalls eine entscheidende Rolle, wenngleich man hier in puncto Sicherheit meist weniger berücksichtigen muss. Sicherheitsrelevant ist allerdings die Verarbeitung des Kabels. Je dicker und robuster der Kabelmantel ist, desto sicherer ist das Kabel in der Regel auch.
Mögliche Zusatzfunktionen für mehr Komfort
Neben den bereits genannten Sicherheitsfunktionen können auch verschiedene Zusatzfunktionen hilfreich sein. Wer häufig mobile Endgeräte mittels Ladeadapter an den Steckdosenleisten aufladen möchte, kann von integrierten USB-Anschlüssen profitieren. Abgesehen von dem zuvor erwähnten Überlastungsschutz gibt es auch einige Steckdosenleisten mit einem Überspannungsschutz. Dieser Überspannungsschutz gleicht letzten Endes einer Sicherung, die sich selbst ausschaltet, wenn sehr plötzlich zu viel Spannung auf der Steckdosenleiste liegt. Das kann zum Beispiel durch einen Blitzeinschlag herbeigeführt werden, wodurch an der Steckdosenleiste angeschlossene Elektronikgeräte gegebenenfalls Schaden nehmen können. Insbesondere wenn kostenintensive Gerätschaften und Elektronik mit der Steckdosenleiste verwendet werden, kann es daher durchaus Sinn machen, beim Kauf auf einen Überspannungsschutz zu achten.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass sämtliche sicherheitsrelevanten Kaufkriterien für Steckdosenleisten durchaus überschaubar sind. Prüfsiegel, Überlastungs- und Überspannungsschutz, Kindersicherung sowie Materialqualität sind im Wesentlichen die wichtigsten Aspekte, die beim Kauf von Steckdosenleisten berücksichtigt werden sollten. Ob man letzten Endes zusätzliche Funktionen wie integrierte USB-Anschlüsse oder Smart-Funktionen benötigt, bleibt jedem Käufer selbst überlassen. Wichtig ist in erster Linie die Sicherheit, und diese wird durch die genannten Faktoren entsprechend gewährleistet. Das resultiert natürlich auch darin, dass Mehrfachsteckdosen, die all die von uns angesprochenen Kriterien erfüllen, ein paar Franken mehr kosten. Allerdings sind diese Mehrkosten gut investiertes Geld, da man so zahlreichen Gefahren aus dem Weg geht. Obendrauf sind viele hochwertige Steckdosenleisten sogar noch energieeffizienter, während sehr günstige, qualitativ minderwertige Mehrfachsteckdosen teilweise auch im ausgeschalteten Zustand nennenswerte Mengen an Strom verbrauchen. Wir hoffen, dass du durch unseren Beitrag nun besser weisst, worauf es beim Kauf von Steckdosenleisten wirklich ankommt.
Bildquelle: Zonduurzaam Deventer / unsplash.com








