Kabellose In-Ear-Kopfhörer: Steg- oder Knopfdesign? Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kopfhörer-Formen
Obwohl kabellose In-Ear-Kopfhörer schon seit längerer Zeit eine Option auf dem Kopfhörermarkt sind, hat der Siegeszug der kabellosen Alleskönner erst so richtig mit Apples Einführung der ersten AirPods begonnen. Mit modernen kabellosen In-Ear-Kopfhörern ist heute dabei vieles möglich. Hauptaugenmerk bei vielen Kopfhörern dieser Art ist und bleibt natürlich weiterhin das Musikhören, allerdings geht mit den Geräten weitaus mehr. Sie können zum Telefonieren genutzt werden, bieten in der Regel einen ANC-Mode an, das heisst eine aktive Geräuschunterdrückung, und sogar ein Transparent-wird von den meisten Modellen unterstützt. Der Transparent-Modus sorgt bei kabellosen In-Ear-Kopfhörern allen voran dafür, dass man, während man die Kopfhörer trägt, trotzdem noch seine Umgebungsgeräusche hört. Das ist insbesondere im Strassenverkehr oder auch bereits auf dem Gehweg ein grosser Vorteil, da andernfalls In-Ear-Kopfhörer, die auch bereits ohne aktive Geräuschunterdrückung sämtliche Umgebungsgeräusche hervorragend unterdrücken, zu einer echten Gefahr für Leib und Leben werden können.
Doch aller Vorteile der modernen In-Ear-Kopfhörer zum Trotz stellt sich für viele potenzielle Käufer die Frage, welche Art von kabellosen In-Ear-Kopfhörern überhaupt für die eigenen Zwecke geeignet ist. Schliesslich gibt es auf dem Markt mittlerweile eine grosse Auswahl an In-Ear-Buds, die zum Teil sogar den sehr beliebten AirPods aus dem Hause Apple ein Stück voraus sein können. Im Rahmen des heutigen Artikels wollen wir uns allerdings weniger mit den rein technischen Aspekten von kabellosen In-Ear-Kopfhörern beschäftigen als mit der Frage der richtigen Kopfhörerform. Stegdesign, ganz im klassischen Stil der Apple AirPods, oder soll es doch eher ein Knopfdesign sein, welches häufig von Marken wie Bose, Sennheiser oder Google genutzt wird? Wir verraten dir heute die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kopfhörerformen, wodurch du beim Kauf neuer Kopfhörer dann besser weisst, worauf es wirklich ankommt.
Stegdesign
Wenn von einem Stegdesign die Rede ist, sind damit im Grunde genommen klassische Earbuds gemeint, die in dieser Form praktisch schon seit den 80er-Jahren auf dem Markt sind. Es sind kleine Kopfhörer, die über einen kleinen Steg oder Stiel verfügen, an dem ursprünglich die Kabel befestigt waren. Bei kabellosen In-Ear-Kopfhörern fallen diese Kabel selbstverständlich weg, und doch hat sich an der ursprünglichen Kopfhörerform hier seit den 80er-Jahren nicht viel geändert. Wirft man einen Blick auf den aktuellen Markt, so lässt sich zweifellos attestieren, dass weiterhin die meisten kabellosen In-Ear-Kopfhörer auf genau diese Form setzen – nicht zuletzt auch aufgrund der Beliebtheit der Apple AirPods. Kopfhörer mit dieser Bauform passen den meisten Trägern relativ gut, wenngleich es noch weitere wichtige Aspekte gibt, die bei der korrekten Passform von kabellosen In-Ear-Kopfhörern eine entscheidende Rolle spielen.
Die Gewichtsverteilung von Kopfhörern dieser Art verläuft eher nach unten hin, was bedeutet, dass diese sich abhängig vom Gesamtgewicht der Kopfhörer nach unten hin im Ohr absenken. Das kann je nach Ohren- und insbesondere Gehörgangform ein Vorteil sein, muss es aber nicht. Wichtig bei Kopfhörern im Stegdesign ist ferner, dass die jeweiligen Eartips die richtige Grösse. Ebendarum packen die meisten Hersteller mehrere Eartips mit in den Lieferumfang der Kopfhörer, wodurch verschiedene Grössen von den Trägern ausprobiert werden können.
Knopfdesign
Eine weitere, mittlerweile auch sehr verbreitete Alternative zu der zuvor genannten Kopfhörer-Form bietet sich mit dem sogenannten Knopfdesign an. Wie es der Name schon sagt, handelt es sich dabei um In-Ear-Kopfhörer, die äusserlich eher einem Knopf ähneln, was sich auf die Passform und auch auf die Gewichtsverteilung der Earbuds deutlich auswirken kann. In der Regel verteilt sich das Gewicht bei Kopfhörern mit dieser Form etwas gleichmässiger in der Ohrmuschel, was gewisse Vor- aber auch Nachteile haben kann. Viele Earbuds mit dieser Bauform setzen zusätzlich noch auf kleine Kappen, die sich dann an der Seite der Ohrmuschel festhaken sollen, um so für zusätzliche Stabilität zu sorgen.
Kabellose In-Ear-Kopfhörer mit zusätzlichen „Hooks“
Neben den bereits genannten Kopfhörer-Formen bieten sich dann auch noch kabellose In-Ear-Kopfhörer mit Haken oder kleinen Ösen an, die für einen besseren Halt sorgen sollen. In der Regel findet man solche Kopfhörer-Formen nur bei speziellen Sportkopfhörern, vereinzelt gibt es jedoch auch Hersteller, die auf eine ähnliche Bauform auch bei ihren Standardkopfhörern setzen. Dazu gehören unter anderem Sennheiser oder auch Bose, deren Flaggschiffe wie die Sennheiser Momentum True Wireless oder Bose QuietComfort ebenfalls kleine Ösen und Befestigungen an den Earbuds haben, die für einen besseren Halt sorgen sollen. Wer plant, die kabellosen Kopfhörer hauptsächlich für sportliche Aktivitäten zu nutzen, ist mit Kopfhörern dieser Art in der Regel besser bedient, da sie eben neben den Eartips in verschiedenen Grössen einen zusätzlichen Clip oder Bügel haben, der für einen besseren Halt sorgen kann.
Fazit
Die perfekte Kopfhörer-Form von kabellosen In-Ear-Kopfhörern für jedermann gibt es de facto nicht, da Ohren und insbesondere die Gehörgänge in ihrem anatomischen Aufbau von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sind. Während ein bestimmtes Modell von kabellosen In-Ear-Kopfhörern einer Person nahezu perfekt passt, kann es durchaus sein, dass die nächste Person die Kopfhörer keine fünf Minuten tragen kann, ohne sie wieder ins Ohr drücken zu müssen. Hier hilft in der Regel nur Ausprobieren – ob vor Ort im Geschäft oder auch zu Hause, indem man sich die kabellosen In-Ear-Kopfhörer einfach online bestellt.
Bildquelle: Dagny Reese / unsplash.com








