Was man heute über Sonnenstrahlung weiss 

Die Sonnenstrahlung wirkt auf den menschlichen Organismus positiv, weil sie die Produktion der Vorstufe des Vitamins D3 anregt. Allerdings kann sie auch Schäden anrichten, weil sie das Hautkrebsrisiko erhöht. Folgende Fakten sind inzwischen über die Sonne bekannt.

 

Hautkrebs nicht nur vom Sonnenbrand abhängig

 

Je häufiger der Mensch einen Sonnenbrand erleidet, desto höher ist sein Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass man keinen Hautkrebs erleidet, wenn sich die Haut unter dem UV-Einfluss nicht rötet und der Sonnenbrand ausbleibt. Jeder Hauttyp reagiert auf Sonnenstrahlung anders. Der eine bildet schneller Brandblasen als der andere. Bei allen Menschen summiert sich die Menge der Sonnenstrahlung. Insbesondere für die Entstehung des Plattenepithelkarzinoms ist die Gesamtdosis entscheidend, der der Körper über Jahre ausgesetzt war.

 

Sonnencreme richtig benutzen

 

Sonnencremes schützen die Haut vor einem Sonnenbrand, allerdings nur, wenn sie richtig angewendet werden. Entgegen der landläufigen Meinung wirken die Inhaltsstoffe länger als nur eine Saison. Das noch nicht aufgebrauchte Sonnenschutz-Produkt darf also weiterverwendet werden. Die Sonnenstrahlung wird aber nur so lange von der Haut abgehalten, wie der Lichtschutzfaktor vorgibt. Bei einem LSF von 20 bedeutet dies, für 20 Minuten. Wer eine dicke Schicht Sonnencreme aufträgt, wertet seinen Sonnenschutz nicht auf. Er sollte sich dennoch nur 20 Minuten der Sonnenstrahlung aussetzen. Schon gar nicht raten Experten dazu, die Sonnencreme in die Haut einzumassieren. Dies würde den Sonnenschutz mindern. Sogenannte Sun-Blocker werden von Fachleuten nicht empfohlen, weil sie den Verbraucher täuschen. Die Sonne blocken sie nicht. Nicht umsonst hat die EU-Kommission diese Bezeichnung inzwischen verboten.

 

Vorbräunen schützt nicht vor Sonnenbrand

 

Bis vor einigen Jahren riet man Menschen mit einer empfindlichen Haut dazu, sich einige Zeit vor dem Sonnenbaden der künstlichen Sonnenstrahlung auszusetzen, beispielsweise im Solarium. Inzwischen weiss man, dass sich durch den Besuch der Sonnenbank die schützende Hornschicht verdickt. Aber ein Ersatz für die Sonne ist das Solarium nicht. Hierfür fehlt es ihm deutlich an UVB-Strahlung. Nicht zuletzt schädigt auch ein häufiger Solarium-Besuch die Haut, zumal sich im Organismus die künstliche und natürliche Sonnenstrahlung summiert. 

 

Wolken und lange Kleidung halten Sonnenstrahlung nicht vollständig ab

 

Um Kleinkinder vor der Sonne zu schützen, riet man früher, ihre Haut mit heller, langer Kleidung zu bedecken und ihnen einen Sonnenhut aufzusetzen. Diese Massnahmen reichen allerdings nicht aus, um die Gefahr eines späteren Hautkrebses abzuwenden. Handelsübliche weisse Baumwoll-Shirts können gerade einmal ein Minimum der natürlichen Sonnenstrahlung filtern. Schwarze Shirts hingegen halten die Strahlung besser von der Haut fern. Empfehlenswert sind speziell ausgerüstete Textilien, die eine Schutzschicht gegen das UV-Licht besitzen. Ebenso erreicht den menschlichen Körper das Sonnenlicht, wenn es draussen wolkig ist. Zumindest 80 Prozent treffen bis auf die Erde. Wer sich vor einem Sonnenbrand schützen will, sollte für jedes Wetter eine Creme mit einem hohen Lichtschutzfaktor wählen. Beim Kauf einer Sonnenbrille ist auf Hochwertigkeit zu achten. Eine breitkrempige Kopfbedeckung verhindert, dass die Sonnenstrahlung auf die Kopfhaut trifft. Auch sie kann einen Sonnenbrand bekommen. 

 

Vitamin-D-Mangel nicht durch ausgiebiges Sonnenbaden beheben

 

Viele Menschen leiden heutzutage unter einem Vitamin-D-Mangel, der meist daraus resultiert, dass wir uns heutzutage vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten. Es wäre falsch, dieses Defizit durch ausgiebiges Sonnenbaden ausgleichen zu wollen. Denn was nützt ein hoher Vitamin-D3-Spiegel, wenn die Gefahr von Hautkrebs besteht? Besser ist es, den Vitamin-D-Haushalt durch regelmässige Blutuntersuchungen bestimmen zu lassen und einen Mangel mithilfe einer ausgewogenen Ernährung sowie gegebenenfalls durch Nahrungsergänzungsmittel zu beheben. Als Vitamin-D3-Lieferanten werden unter anderem Lebertran und fettreicher Fisch, Haferflocken, Leber, Löwenzahn sowie Speisepilze empfohlen. Wissenschaftler raten gesunden Erwachsenen täglich ungefähr 15 Mikrogramm des Vitamins D3 aufzunehmen. Wer nicht vegan lebt und sich abwechslungsreich ernährt, erreicht diesen Wert im Allgemeinen auch ohne sich der Sonnenstrahlung auszusetzen und die Einnahme künstlicher Vitamine.

 

Bildquelle: JillWellington / pixabay.com 

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