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Vanlife – Leben als moderner Nomade

Die Schweiz ist geprägt von interessanten Orten und einer atemberaubenden Natur. Um diese Orte mit eigenen Augen zu betrachten, müssen Reisende für Übernachtungen im Hotel schnell mit hohen Kosten rechnen. Ein Trend, der dabei hilft, die Kosten niedrig zu halten, ist das sogenannte Vanlife. Übernachtet wird hierbei im eigenen Fahrzeug. Warum sich eine steigende Anzahl von Männern für diese Art zu reisen entscheidet, verrät der folgende Blog.

Was versteckt sich hinter dem Begriff „Vanlife“?

Vanlife ist ein moderner Trend, der aus Nordamerika stammt. Dort entschliessen sich immer mehr junge Menschen dazu, in einem wohnlich umgebauten Fahrzeug zu leben. Die Grösse dieser Fahrzeuge liegt in der Regel deutlich unter denen eines Campingwagens oder Wohnmobils. Für die Übernachtung wählen die Reisenden entweder Standorte in regulären Wohngegenden oder auf öffentlich zugänglichen Parkplätzen von Geschäften wie Supermärkten. Auf diese Weise sparen die modernen Nomaden schnell Tausende von Dollar für Übernachtungen im Hotel oder die Standmiete auf einem offiziellen Campingplatz.

Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Eine der grössten Ausgaben im Vanlife ist daher wenig überraschend das Benzin, welches das Fahrzeug benötigt. Um dieses Geld zur Verfügung zu haben, leben zahlreiche Menschen aus der Vanlife-Community inzwischen als Aussteiger. Das bedeutet, dass diese Personen ihre reguläre Wohnung gegen das Fahrzeug tauschen und von dort einer Arbeit im Homeoffice nachgehen. Sind diese Voraussetzungen vorhanden, müssen Männer, die ein Interesse an diesem Lebensstil entwickeln, nicht zwangsläufig über hohe Ersparnisse verfügen.

Welche Fahrzeuge eignen sich für das Vanlife?

Für das Vanlife geeignet sind alle klassischen Fahrzeuge, die genug Raum bieten, um daraus ein Mini-Apartment zu zaubern. Ganz oben auf dieser Liste stehen Kleinbusse und Transporter. In einigen Fällen gelingt es ebenfalls, moderne SUVs für diese Zwecke umzurüsten. Das Alter des Fahrzeugs bei der Auswahl zu bedenken, ist ein berechtigter Punkt. Zum einen muss der Motor in der Lage sein, zahlreiche Kilometer zurückzulegen, ohne Schaden zu nehmen. Zum anderen kostet der Umbau ebenfalls Geld, sodass der Allgemeinzustand des Fahrzeugs diese Kosten rechtfertigen sollte.

Eine Mehrheit an Männern, die sich für das Vanlife entscheiden, packt beim Umbau selbst mit an. Wer sich selbst eher als Person mit zwei linken Händen einschätzt, findet jedoch in der Schweiz und anderen europäischen Ländern mittlerweile Experten, die für diese Art von Umbau ihre professionelle Hilfe anbieten.

Welche Tipps und Tricks erleichtern den Alltag?

Für das Leben im Van gibt es mehrere Alltagsprobleme, für die es bereits im Vorfeld sinnvoll ist, eine Lösung bereitzuhalten. Dazu gehört unter anderem die Versorgung mit Lebensmitteln. Zu diesem Zweck verfügt ein Grossteil der heutigen Vans über eine kleine Küchenzeile. Zum Erhalt von Strom verwenden die Camper benzinbetriebene Generatoren oder erzeugen Solarstrom mit der Unterstützung von handlichen Solaranlagen.

Ein weiterer Punkt umfasst die Hygiene während der Reise. Nur ein kleiner Teil der Menschen in der Vanlife-Community verfügt über ein Badezimmer oder eine Dusche im Fahrzeug. Im Allgemeinen halten die Fahrer schon vor Beginn der nächsten Fahrt nach Raststätten, Schwimmbädern oder anderen Möglichkeiten Ausschau, die sich für die Körperpflege eignen. Für Strecken, auf denen nur wenige Optionen vorhanden sind, empfiehlt es sich zudem, eine mobile Campingtoilette an Bord zu haben.

Diese rechtlichen Aspekte gilt es zu beachten

Ein anderes Wort für Vanlife ist Wildcampen. Diese Bezeichnung zeigt bereits, dass sich beim Parken mitunter rechtliche Hürden ergeben können. In der Schweiz gelten regional unterschiedliche Regeln, ob die Übernachtung in einem Fahrzeug im öffentlichen Raum gestattet ist oder nicht. Um Verwarngelder oder andere Strafen zu vermeiden, ist es wichtig, vorab zu recherchieren oder sich per E-Mail oder telefonisch mit den jeweiligen Gemeinden in Verbindung zu setzen. Als Geheimtipp gilt oftmals das Übernachten auf Flächen, die zu landwirtschaftlichen Betrieben gehören. Wer die Erlaubnis des Besitzers einholt und keine Verunreinigungen hinterlässt, hat im Allgemeinen keine Probleme, einen legalen Stellplatz für die Nacht zu finden.

Bildquelle: Kevin Schmid / unsplash.com