Biologisch angebautes Gemüse liegt auch in der Schweiz voll im Trend. An keinem anderen Ort lässt sich so einfach sicherstellen, keine schädlichen Pflanzenschutzmittel zu verwenden, als im eigenen Garten. Für Männer, die den Hobbygärtner in sich entdeckt haben, stellt sich jedoch schnell die Frage, welche Gemüsesorten von dem gemeinsamen Anpflanzen in einem Beet profitieren? Nach dem Lesen dieses Blogartikels, wissen Gartenbesitzer, welche Pflanzpartnerschaften eine besonders hohe Ernte versprechen.
Der Vorteil von Mischkulturen im Gemüseanbau
Im Anbau von Pflanzen wie Obst und Gemüse oder sogar Bäumen ist in der Fachsprache von Monokulturen bzw. Mischkulturen die Rede. In einer Monokultur ist der Anbau auf eine einzige Pflanzenart beschränkt. In der Mischkultur teilen sich mehrere Pflanzen einen Wald, ein anderes Biotop oder im Garten ein Gemüsebeet. Wie in allen Konstellationen, in denen verschiedene Bedürfnisse und Eigenschaften aufeinandertreffen, gibt es Kombinationen, die für Gärtner in einer besseren oder schlechteren Ernte resultieren können.
Glücklicherweise haben Hobbygärtner, die sich zum ersten Mal mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten beschäftigen, aktuell die Möglichkeit, von dem reichen Erfahrungsschatz der Landwirtschaft zu profitieren. Im Laufe der Jahrhunderte des professionellen Anbaus von Gemüse hat sich relativ schnell herauskristallisiert, welche Gemüsepflanzen anderen die Nährstoffe rauben oder deren Wachstum aktiv unterstützen. Mit der passenden Zusammenstellung der Gemüsesorten im Beet wird einem Nährstoffmangel vorgebeugt und der vorhandene Platz optimal ausgenutzt.
Diese Gemüsesorten freuen sich über eine enge Nachbarschaft
In der Pflanzenwelt gibt es dutzende von Gemüsesorten, die sich für eine Pflanzenpartnerschaft im Gemüsebeet eignen. Dabei spielt es grösstenteils keine Rolle, ob es sich hierbei um ein klassisches Gemüsebeet im Erdboden oder ein künstlich angelegtes Hochbeet handelt. Fünf beliebte Gemüsesorten, für die es relativ einfach ist, einen Partner zu finden, lauten wie folgt.
1. Bohnen: Bohnen freuen sich im Garten über die direkte Nähe zum Bohnenkraut. Dessen typisches Aroma wirkt zudem abschreckend auf einige Schädlinge wie die Bohnenlaus. Als weiteres Gemüse eignet sich das Anpflanzen von Kürbissen ebenso wie Mais. Beide Gemüsesorten bilden eine harmonische Partnerschaft mit den Bohnen im Beet.
2. Karotten: Als idealer Partner für Karotten sind Zwiebeln zu betrachten. Die beiden unterirdischen Gewächse ergänzen sich gut und berauben sich nicht gegenseitig wichtiger Nährstoffe. Die gleichen Voraussetzungen bringt im Übrigen auch Lauch mit.
3. Salate: Salatsorten wie Kopfsalat oder Rucola gedeihen am besten in Verbindung mit Gurken. Um zu verhindern, dass sich Schädlinge an den Salaten zu schaffen machen, ist es hilfreich, einen Platz für Radieschen im Beet zu reservieren.
4. Sellerie: Knollensellerie gilt als ein guter Partner für eine hohe Anzahl an Gemüsesorten. Dazu gehören unter anderem Weisskabis, Blumenkohl und Lauch. Der Sellerie wirkt auf Schädlinge störend, sodass sich Insekten wie die Kohlweisslinge lieber für ein anderes Beet entscheiden.
5. Tomaten: Tomaten lassen sich ausgezeichnet mit einem Kräutergarten kombinieren. In direkter Nachbarschaft dürfen sich Knoblauch ebenso wie Petersilie oder Basilikum befinden.
Diese Gemüsesorten bleiben lieber auf Abstand zueinander
In der richtigen Partnerwahl für das Gemüsebeet gibt es ebenfalls Kombinationen, bei denen die Chemie nicht stimmt. Oftmals entsteht in diesen Partnerschaften ein Ungleichgewicht in den Nährstoffen des Bodens und eine oder beide Pflanzen erhalten nicht die Chance, ihr optimales Wachstum zu entfalten. Damit dies nicht passiert, gibt es hier einen Überblick über fünf Pflanzenpartnerschaften, die es zu vermeiden gilt.
1. Lauch: Bohnen bleiben im Gemüseanbau besser getrennt voneinander. Ansonsten steigt das Risiko, dass beide Ernten sehr spärlich ausfallen.
2. Petersilie: Petersilie ist kein grosser Fan von Fenchel. Das Gleiche gilt ebenfalls für die meisten Salatsorten.
3. Radieschen: Im Salat passen Radieschen und Gurke zwar hervorragend zusammen, aber im Wachstum dieser Pflanzen ist es besser, getrennte Beete zu bevorzugen.
4. Rote Rüben: Diese Pflanze mit Spinat oder Mangold zu kombinieren, ist keine gute Idee.
5. Zwiebeln: Bohnen sind keine guten Partner für diese Gemüsesorten. Dieselbe Aussage lässt sich auch über die Kombination von Zwiebeln und Kabis (unter anderem Weisskabis) treffen.
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