Wie man sich gegen gefährliche Lärmquellen schützen kann

Ganz egal, ob es der Verkehrslärm, die Kollegen oder die Bar ist, wir sind jeden Tag mit verschiedenen Arten und Lautstärken von Krach umgeben. Für den gesamten Körper und die Psyche kann Lärm Stress bedeuten. Der nachfolgende Artikel handelt davon, welche möglichen Folgen Krach hat und was dagegen unternommen werden kann.

 

Auswirkungen des Lärms auf die Gesundheit

 

Sind die entsprechenden Grenzen der Belastbarkeit erreicht, treten eventuell ernsthafte Schäden auf. Dazu gehören die folgenden schädlichen Auswirkungen.

 

Gehör wird schlechter

Tatsächlich können zu laute Geräusche Schwerhörigkeit bewirken. Dabei ist es nicht wichtig, ob es wegen einem akuten Lärmereignis oder permanentem Krach passiert. Im Innenohr können die kleinen Nervenhaare von den starken Schallwellen beschädigt oder sogar abgebrochen werden. Man nimmt an, dass sich in der Gehörschnecke die Sinneshärchen teilweise regenerieren. Zudem haben wir sehr viel davon, sodass sich der Ausfall eine Zeit lang kompensieren lässt. Wenn die dauerhafte Belastung mindestens 85 Dezibel beträgt oder selbst im akuten Fall bei mehr als 120 Dezibel liegt, gehen die meisten Härchen unwiederbringlich kaputt. Das hat zur Folge, dass man schlechter hört. Oft bemerkt als Erstes das Umfeld diese beginnende Lärmschwerhörigkeit, da die Betroffenen anfangen, beispielsweise lauter zu sprechen oder den Fernseher aufzudrehen.

 

Man kann einen Hörsturz oder Tinnitus bekommen

Aussergewöhnlicher Krach wie etwa explodierender Feuerwerkskörper lösen möglicherweise ein Schalltrauma und einen anschliessenden Tinnitus Hörsturz aus. Auf einmal kann man dabei deutlich schwerer hören und hat im Ohr oft ein dumpfes Gefühl. Oder es wird ein durchgehender Ton gehört. Das Gehör erholt sich mit etwas Glück von diesem Schallstress, wenn man sich ab sofort schont und insbesondere dem Hörvermögen viel Ruhe gönnt. Wenn allerdings jedoch in wenigen Tagen die Beschwerden nicht abklingen oder auch Schwindelgefühle auftreten, sollte unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden.

 

Man ist unkonzentriert

Beim ständigen Wahrnehmen von verschiedenen oder unangenehmen Geräuschen driften die eigenen Gedanken ganz automatisch dahin. Damit wird man aus der Konzentration gebracht und der Workflow gestört. Eigentlich sind Grossraumbüros dazu gedacht, um untereinander besser zu kommunizieren. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass der Lärm in diesen Räumlichkeiten die Produktivität und die Konzentration eher beeinträchtigt.

 

Was gegen Lärm unternommen werden kann

 

Manchmal kommen die Folgen eines lauten Umfelds schleichend. Daher sollte man versuchen, mit den nachfolgenden Tipps ab heute möglichst viel Ruhe im eigenen Alltag zu schaffen. 

 

Kopfhörer tragen

Wer in einer besonders lauten Umgebung arbeitet, sollte Kopfhörer anziehen, damit der Krach draussen gehalten wird. Die Arbeiter, welche einem permanenten Lärm von mehr als 85 Dezibel ausgesetzt sind, müssen einen Kapselgehörschutz tragen. Jedoch ebenso bei weniger Krach wie beispielsweise im Grossraumbüro ist es möglich, schalldämmende Kopfhörer zu verwenden, um sich besser zu konzentrieren.

 

Musik nicht zu laut aufdrehen

Natürlich schonen die Kopfhörer das Gehör nur so lange, wie man keine laute Musik darüber hört. Selbst der Fernseher oder die Heimanlage sollten besser immer etwas zu leise als zu laut gestellt werden. Auf Partys, Festivals oder Konzerten trägt man möglichst kleine Ohrstöpsel. Mit diesen besteht die Möglichkeit, die Lautstärke um maximal 20 Dezibel zu verringern.

 

In ein ruhiges Zuhause investieren

Mit einer hervorragenden Isolierung und hochwertigen Fenstern lassen sich Strassengeräusche draussen halten. Für ein noch angenehmeres Klangumfeld kann man Bilder an die Wand aufhängen oder auch Teppiche auf den Boden positionieren. Insbesondere nachts ist es möglich, laute PCs oder weitere Geräuschquellen abzuschalten. So schafft man zum geräuschvollen Alltag einen akustischen Gegenpol. Sehr heikel ist das Schnarchen des Partners. Selbst das ist eine Art von Lärm, welche vor allem die Erholsamkeit des eigenen Schlafs stört. Einigen helfen da bereits Ohrenstöpsel. Andere bevorzugen Ablenkungen wie etwa ein Hörspiel. Weitere Paare schlafen in unterschiedlichen Zimmern.

 

Fazit

 

Das Gehör ist besonders wertvoll und sensibel. Entsprechend sollte man es ebenso behandeln. Zur Vermeidung von langfristigen Schäden empfiehlt es sich, möglichst viel Ruhe in den eigenen Alltag zu bringen. Zudem sollte man dem Körper und dem Gemüt Zeit und Raum geben, damit eine Erholung von dem akustischen Stress stattfinden kann. Dann kann einem der Lärm nichts anhaben.

 

Bildquelle: Mark Rohan / unsplash.com

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