Ständiger Hunger

Nicht nur Frauen, sondern auch Männer kennen das ständige Hungergefühl. Eines sei hier aber vorweggesagt, es ist durchaus positiv, wenn man Hunger verspürt. Hunger gehört zu den wichtigen Signalen des Körpers. Dank eines starken Überlebensinstinkts sorgt der Körper dafür, dass er auch was zu essen bekommt. Fehlt also dem Körper Energie und Nährstoffe, dann tritt das Hungergefühl auf, denn der Körper verlangt nach Nachschub. 

Hat man aber ständig Hunger, dann kann das auf Dauer nerven und auch anstrengend sein. Ärzte haben zudem festgestellt, dass ständiger Hunger nicht zwingend etwas mit einem Energiemangel oder einem Mangel an Nährstoffen zu tun haben muss. Wie aber bekommt man das permanente Hungergefühl in den Griff? 

 

Kreislauf zwischen Hunger und Sättigung

 

Zwischen Hunger und Sättigung steckt ein komplexer Verlauf, der die eigentliche Nahrungsaufnahme reguliert. Ein Bereich im Gehirn, der Hypothalamus, ist für das Hungergefühl verantwortlich. Äusserlich nimmt er Gerüche wahr, die dann die inneren Signale in Gang setzt. Dazu zählt neben dem Glukosespiegel im Blut auch das Gefühl der Darmfülle. Aber nicht nur der Hypothalamus regelt das Hungergefühl, sondern auch die Hormone Insulin, Leptin und Ghrelin. Ghrelin ist dabei das Hungerhormon. Dieses Hormon wird vom Magen vor den Mahlzeiten ausgeschüttet. Leptin ist der Appetitzügler schlechthin, jedoch wird dieses Hormon erst nach der Nahrungsaufnahme von den Fettzellen produziert. Dank Leptin wacht man in der Regel nachts nicht auf, um zu essen, weil ihn ein Hungergefühl plagt. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert. Es wird immer dann ausgeschüttet, wenn Glukose in das Blut gelangt, denn diese Bausteine müssen zu den Organen und zum Gehirn transportiert werden. 

 

Hunger ist nicht gleich Hunger

 

Neben dem echten Hunger gibt es noch den Appetit. Echter Hunger tritt nur auf, wenn dem Körper Energie fehlt. In der heutigen Gesellschaft ist dies jedoch meist selten, da man von einem Überangebot an Nahrungsmitteln regelrecht erschlagen wird. Überall wird man mit Essen konfrontiert. Wer kann da schon wirklich nein sagen?
Durch die vielen Reize lässt sich das Gehirn aber oft in die Irre führen und es meldet sich der Appetit. Experten reden dann vom sogenannten Augen-, Nasen- und Mundhunger.
Da Menschen sowas wie Gewohnheitstiere sind, muss man sich nicht wundern, dass sich der Magen immer zur gleichen Zeit meldet und nach was Essbarem verlangt. Bevor man aber sinnlos zugreift, sollte er genau hinterfragen, ob er wirklich Hunger hat oder ob es sich wieder mal nur um Appetit handelt. 

 

Woher kommt das ständige Hungergefühl?

 

Dazu gibt es eine Reihe von Gründen:

 

1. Man isst das Falsche

 

Gerade zuckerhaltige Lebensmittel sorgen dafür, dass der Bauch schnell wieder knurrt. Das Gleiche gilt auch für Lebensmittel aus Weissmehl. Die kurzkettigen Kohlenhydrate in diesen Nahrungsmitteln werden zu schnell aufgespalten. Man sollte eher zu Proteinen, gesunden Fetten und zu komplexen Kohlenhydraten greifen. 

 

2. Man schläft zu wenig

 

Auch bei Schlafmangel kommt es leichter zu Hungergefühl. Gerade in der Nacht oder besser im Schlaf werden die Zellen im Körper regeneriert. Schläft man zu wenig, hat er deutlich mehr Zeit über Essen nachzudenken. Man sollte versuchen möglichst 7 bis 8 Stunden zu schlafen. 

 

3. Man ist gestresst

 

Männer, die ständig unter Strom stehen, haben auch immer Lust auf Süsses. Zucker liefert ihnen zwar schnell Energie, hält aber leider nicht lange vor und schon ist man im Teufelskreis. 

 

4. Man hat einfach nur Durst

 

Durst wird oft mit Hunger verwechselt. Daher sollte man hinterfragen, ob er wirklich Hunger hat oder ob es nur Durst ist. 

 

Bildquelle: RitaE / pixabay.com

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