Schweissfüsse - was tun?

Schweissfüsse sind nicht nur unangenehm, sondern auch peinlich, gerade wenn man vor anderen die Schuhe ausziehen muss. Warum kommt es zu den sogenannten Stinkefüssen und was kann man dagegen tun?

 

Weshalb stinken Füsse überhaupt?

 

Hierzu muss gesagt werden, dass Schweiss allein nicht riecht. Erst wenn sich der Schweiss zersetzt, kommt es zu den gefürchteten Stinkefüssen. Durch Bakterien werden die Fettsäuren im Schweiss verstoffwechselt, was zum unangenehmen käsigen Geruch führt. Somit ist klar, dass Schweissfüsse meist nichts mit mangelnder Hygiene zu tun haben. Wie viel der Mensch schwitzt ist in seinen Genen verankert. Meist leiden Menschen, die generell viel schwitzen auch unter Schweissfüssen. Fuss- und Nagelpilz sowie übermässig viel Hornhaut kann Schweissfüsse noch verstärken.

 

Wie vermeidet man Schweissfüsse?

 

Keiner muss jetzt Angst vor Schweissfüssen haben, denn es gibt eine Reihe von guten Mitteln und Methoden, um dem leidigen Thema zu Leibe zu rücken. 

• Häufiger Schuhwechsel - Auf jeden Fall sollte man möglichst oft die Schuhe wechseln - am besten täglich. Getragene Schuhe sollte man in eine Plastiktüte stecken und diese einfrieren, denn so werden viele der verantwortlichen Bakterien abgetötet. Waschbare Schuhe kann man regelmässig im Waschprogramm der Maschine mitlaufen lassen.
• Spezielle Einlegesohlen - Gerade Kork-, Aktivkohle- oder Zedernholzsohlen reduzieren den Geruch von Stinkefüssen deutlich. Die Sohlen nehmen den Schweiss auf und haben eine antibakterielle Wirkung. Allerdings ist der Erfolg nur von kurzer Dauer, da die Stoffe in den Sohlen sich schnell verflüchtigen. 
• Richtige Fusspflege - Fusspilz oder zu viel Hornhaut halten die Bakterien an den Füssen fest. Dies erklärt warum regelmässige Fusspflege gerade bei Schweissfüssen wichtig ist. Im Idealfall sollte man nur Wollsocken tragen, denn die nehmen den Schweiss auf, bevor er von den Bakterien abgebaut wird. Kunststoffsocken, die ohne Weichspüler gewaschen werden, nehmen ebenfalls den Schweiss gut auf, sollten aber täglich gewechselt werden. 
• Schwitzen die Füsse sehr stark, kann man mit einer Strombehandlung dagegen angehen. Dazu werden die Füsse in eine flache Schale mit Wasser gestellt. Für ca. 15 Minuten wird ein schwacher Stromfluss erzeugt, der die Schweissdrüsenaktivität in den Füssen reduzieren soll. Die Wirkung bleibt jedoch nur erhalten, wenn man die Prozedur dauerhaft durchführt. Als Nebenwirkungen kann es zu Hautreizungen oder zu Muskelkontraktionen kommen. 
• Aluminiumsprays verwenden - Aus Deos ist der Inhaltsstoff Aluminiumchlorid bekannt. Der Stoff bildet Salzkristalle, die an den aufgetragenen Stellen die Schweissdrüsen verstopfen. Man schwitzt deutlich weniger. In der ersten Zeit sollte man seine Füsse abends mit dem Spray einsprühen und über Nacht eine Plastiktüte darüber tragen, damit das Aluminium besser haftet. Das Ganze sollte man vier Nächte lang durchziehen, bevor man die Anwendung weniger akribisch durchführt. 
• Botox bei extremen Schweissfüssen - Hinterlässt man beim laufen Schweissabdrücke auf dem Fussboden, handelt es sich deutlich um einen Härtefall, den Ärzte mit Botox Spritzen behandeln können. Dazu wird das Botox von einem Arzt in die Füsse gespritzt. Als Ergebnis bleiben die Füsse länger trocken und riechen dann auch deutlich weniger. 

 

Fazit

 

Wer unter Schweissfüssen leidet, sollte als Erstes versuchen das Schwitzen der Füsse zu verhindern. Fussbäder oder auch Fusssprays helfen nur kurzfristig und sind keine Dauerlösung. Bringen alle die erwähnten Tipps nichts, sollte man unbedingt einen Dermatologen aufsuchen und sich beraten lassen. 

 

Bildquelle: Hans / pixabay.com

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