Freundschaften stärken die mentale Gesundheit 

Zeit mit Freunden zu verbringen, stärkt das Wohlbefinden und verhilft ebenfalls der Psyche zu einer kurzen Auszeit vom Alltag. In exakt diesem Alltag wird der Pflege von Freundschaften nicht immer die höchste Priorität eingeräumt. Andere wichtige Bereiche wie Partnerschaften oder die Karriere überschatten nicht selten Freundschaften, die seit Jahren bestehen. In diesem Blog werden Wege aufgezeigt, die dabei helfen, Freundschaften einen festen Stellenwert im eigenen Leben einzuräumen.

 

Enge Freundschaften bilden einen Anker im eigenen Leben

 

Sich selbst zu definieren, verläuft im Leben von Männern vielfach über den ausgewählten Freundeskreis. Die sogenannte Wahlfamilie teilt neben den gleichen Hobbys ebenfalls das eigene Wertesystem. Dennoch gibt es einige entscheidende Unterschiede. Im Vergleich zur Herkunftsfamilie benötigen Freundschaften eine regelmässige Pflege, damit sich die Lebenswege nicht vollständig voneinander lösen. Die gemeinsam verbrachte Zeit ersetzt in diesem Punkt die biologische Verbindung zueinander.

Während es in der Kindheit und Jugend noch relativ einfach ist, Zeitpunkte für gemeinsame Treffen zu finden, schrumpft mit der Anzahl an wachsenden Verpflichtungen die vorhandene Freizeit. An diesem Punkt erleben die meisten Männer zum ersten Mal, dass Freundschaften auseinanderdriften und selbst enge Freunde den eigenen Freundeskreis verlassen.

 

Freunde erlauben es, aus Rollenbildern auszubrechen

 

Ein Fundament enger Freundschaften besteht darin, keine Rolle spielen zu müssen. In zahlreichen Fällen erleben Männer nur im Rahmen des Kontakts mit ihren Freunden zu 100 %, sie selbst sein zu können. Fehlt diese Art der Freundschaft, geht ebenfalls der Ausgleich zum Stress im Berufsleben, Konflikten in Liebesbeziehungen oder Streit mit Familienangehörigen verloren. An diesem Punkt angekommen, schlägt die Psyche Alarm und reagiert mit einem Gefühlschaos, welches von innen betrachtet nur schwer mit dem Mangel an Freunden in Verbindung zu bringen ist.

Für die Verbesserung der mentalen Gesundheit ist es deshalb von grosser Bedeutung, Freunden einen festen Platz im Alltag zu reservieren. Dies beginnt damit, Zeit für Treffen zu finden. Am einfachsten lässt sich dieser Plan mithilfe eines gemeinsamen Hobbys in die Tat umsetzen. Vom Besuch im Fussballstadion über gemeinsame Trainingseinheiten im Fitnessstudio bis zum Campingtrip am Wochenende gelingt es der Psyche, Zeiträume für die eigene Regeneration zu erhalten.

 

Räumliche Distanz bedeutet nicht das Aus für die Freundschaft

 

Freunde aus den Augen zu verlieren, startet nicht selten mit einem Umzug. Die räumliche Distanz ist nicht unbedingt ein Grund, eine Freundschaft als weniger wertvoll zu betrachten. Gespräche am Telefon oder per Videochat erlauben es weiterhin, am Leben des Freundes teilzuhaben. Oft reichen schon Treffen, die einmal im Jahr stattfinden, um an die vorherigen Erlebnisse anzuknüpfen und neue Erinnerungen hinzuzufügen.

Dreht sich das Leben zum Grossteil um die Partnerin und den Nachwuchs, ist es von Vorteil, die gesamte Familie mit ins Boot zu holen. Anstatt den Freund alleine zu besuchen, können die Treffen auch die Familien beinhalten. Freizeitparks oder Familienresorts bilden den idealen Ausgangspunkt, um auch diese neue Lebensphase miteinander zu teilen. Entwickeln sich ebenfalls unter den Partnerinnen oder Kindern Freundschaften, steigt die Motivation aller Beteiligten, den Kontakt zueinander nicht zu sporadisch zu gestalten.

 

Freundschaften profitieren von klärenden Gesprächen

 

Vergleichbar mit einer Partnerschaft gelingt es auch in Freundschaften nur in Ausnahmefällen, die Basis aus Geben und Nehmen komplett fair aufzuteilen. In einigen Fällen benötigen Freunde deutlich mehr Unterstützung oder Menschen, die ein offenes Ohr für die eigenen Sorgen haben. Belastet eine einseitige Freundschaft die eigene Psyche, ist es an der Zeit für ein klärendes Gespräch. In diesem Gespräch ist es nicht egoistisch, die eigenen Vorstellungen von Freundschaft anzusprechen. Resultiert das Gespräch in gegensätzlichen Grundeinstellungen zum Thema Freundschaft, ist es angebracht, sich von Menschen zu distanzieren, die nicht bereit sind, in Krisenzeiten die gleiche Art von Beistand zu leisten.

Die sich dadurch reduzierende Anzahl von Freunden ist nicht zwangsläufig als Problem anzusehen. Wie Studien zeigen, haben zwar viele Menschen einen Freundeskreis mit zehn Personen oder mehr, aber lediglich zwei bis drei dieser Personen gelten als wirklich enge Freundschaften. Sich von Menschen zu lösen, schafft weiteren Freiraum im Leben und hilft, den Fokus auf Freundschaften zu richten, die der mentalen Gesundheit förderlicher sind.

 

Bildquelle: Meg Jenson / unsplash.com

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