Finanzielle Freiheit für Männer
Die finanzielle Last innerhalb von Familien wird nach wie vor zum Grossteil von Männern getragen. Doch auch zunehmend wirtschaftlich schwieriger werdende Zeiten sind für viele Männer ein Anlass, ihre Finanzen – und insbesondere ihre finanzielle Unabhängigkeit – genauer unter die Lupe zu nehmen. Unabhängig vom Einkommen durch einen festen Job sollte jeder Mann einen Plan B haben. Finanzielle Freiheit bzw. Unabhängigkeit bedeutet jedoch nicht automatisch Reichtum, sondern in erster Linie die Absicherung des eigenen Lebensstandards. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Altersvorsorge wichtig, um nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
Kapital ansparen
Der Weg zur finanziellen Freiheit beginnt mit dem Ansparen von Kapital. Dieses Kapital sollte nicht einfach auf einem Sparkonto mit niedrigen Zinsen liegen, sondern gezielt investiert werden, um daraus passives Einkommen zu generieren. Nur so lässt sich langfristig finanzielle Unabhängigkeit erreichen.
Kapital in einer Zeit anzusparen, in der viele Menschen den Gürtel enger schnallen müssen, ist oft leichter gesagt als getan. Dennoch gibt es in fast jedem Haushalt Einsparpotenziale, die genutzt werden können, um sich ein finanzielles Polster für Investitionen aufzubauen.
Die grössten Einsparungsmöglichkeiten finden sich häufig bei den laufenden Ausgaben im Alltag. Verträge – etwa für Strom, Internet oder Versicherungen – sollten regelmässig überprüft werden, ob es nicht günstigere Alternativen gibt. Grössere Anschaffungen sollten gut durchdacht sein. Ein bewährter Trick ist, mit dem Kauf einer geplanten Anschaffung mindestens drei Wochen zu warten. Besteht der Bedarf danach noch immer, kann man gezielt nach der preiswertesten Lösung suchen. Zudem kann es sinnvoll sein, auf gebrauchte Produkte zurückzugreifen, die oft deutlich günstiger sind als Neuware.
Ein weiterer Schritt zur Kapitalbildung ist die Erstellung eines detaillierten Haushaltsbudgets. Dabei setzt man sich für jede Ausgabenkategorie ein Limit – und reduziert dieses zunächst um etwa zehn Prozent. Damit verbunden ist jedoch auch eine sorgfältige Planung, insbesondere bei Lebensmitteln, Freizeit oder Mobilität. Diese Budgetgrenzen können schrittweise weiter reduziert werden, bis sie etwa bei der Hälfte der ursprünglichen Ausgaben liegen. Viele Menschen merken dann erst, wie viel Geld sich durch bewussteren Konsum einsparen lässt – und dass sie beginnen, langfristiger zu denken und zu investieren.
Talente zu Geld machen
Neben dem Sparen ist es ebenso wichtig, zusätzliches Einkommen zu generieren. Hierbei sollte man sich seine eigenen Talente und Fähigkeiten genau anschauen und überlegen, wie sich diese monetarisieren lassen.
Hobbys bieten oft einen guten Ausgangspunkt. Wer beispielsweise sportlich aktiv ist, kann über den Erwerb einer Trainerlizenz und das Training von Nachwuchstalenten ein Nebeneinkommen generieren – das sich zudem gut mit dem eigenen Lebensstil vereinbaren lässt.
Tätigkeiten wie Freelancing, Online-Coaching oder der Aufbau eines kleinen Nebengewerbes bieten Chancen für zusätzliches Einkommen. Wichtig ist dabei jedoch, vorher zu prüfen, ob die Nebentätigkeit mit dem Hauptberuf vereinbar ist. Viele Unternehmen haben vertragliche Klauseln, die Nebentätigkeiten in der gleichen Branche oder mit Wettbewerbsbezug untersagen.
Weg von klassischen Investitionen
Ein Nachteil klassischer Investitionen besteht darin, dass man in der Regel auf Dritte wie Banken oder Finanzberater angewiesen ist. Zwar spricht nichts gegen traditionelle Anlageformen, doch werfen sie oft nur geringe Renditen ab. Das bedeutet: Man benötigt ein entsprechend hohes Startkapital, um damit seinen Lebensstandard langfristig absichern zu können.
Deswegen wenden sich viele Männer alternativen Investments zu – etwa Kryptowährungen. Der Vorteil: Man kann bereits mit kleinen Beträgen einsteigen. Der Nachteil ist jedoch der hohe Informations- und Rechercheaufwand. Man muss geeignete Kryptowährungen finden, sichere E-Wallets nutzen und sich intensiv mit den Marktbewegungen auseinandersetzen. Wer hier unvorbereitet investiert, kann schnell Verluste erleiden.
Mit etwas geringerem Aufwand verbunden sind Investitionen in Start-ups oder junge Unternehmen. Diese bieten oft schon für kleine Beträge Beteiligungen an, bei denen man anteilig am Gewinn beteiligt wird. Dieses sogenannte Crowdinvesting gibt es in vielen Bereichen – etwa bei neuen Technologien, grüner Energie oder nachhaltigen Immobilienprojekten.
Besonders bei jungen männlichen Anlegern sind solche Investitionsformen beliebt, weil sie nicht nur zur eigenen finanziellen Zukunftssicherung beitragen, sondern erlauben, in zukunftsorientierte und sinnstiftende Projekte zu investieren.
Bildquelle: Vitaly Taranov / unsplash.com








