Sport hilft gegen Stress 

Das Gefühl im Alltag durch Stress getrieben zu sein, ist wohl bei vielen Menschen bekannt. Damit man es schafft, den Körper nicht nur zwischenzeitlich, sondern auf Dauer zu entspannen, sollte der Geist und Körper in Bewegung bleiben. Welche Sportart man wählen sollte, hängt vom Stresstyp ab. 


Stress ist ein Urinstinkt, der schon zu Urzeiten den Menschen Energie für das aktive Fliehen oder Kämpfen gab. Befindet sich das Stresslevel jedoch durchgehend auf einem hohen Pegel, dann kann sich das gesundheitsschädlich auf den Menschen auswirken. Viele Personen wollen dem Stress, mit auf der Couch sitzen und ruhen, den Kampf ansagen. Die Stresshormone Insulin, Cortisol, Noradrenalin und Adrenalin, die in Stresssituationen freigesetzt werden, sollten jedoch durch eine körperliche Aktivität abgebaut werden. 

Die richtige sportliche Betätigung kann die Überflutung der Stresshormone im Körper ausgleichen. Zudem entwickelt der menschliche Körper eine Stressresistenz, denn Sport erhöht die psycho-physische Widerstandsfähigkeit. Die Atmung verändert sich und die Herzfrequenz sinkt. Ausserdem wird durch die Bewegung ein Hormonmix hervorgerufen, der stressabbauend wirkt. Besonders bei Ausdauersportarten werden Endorphine ausgeschüttet, die zu den stimmungsaufhellenden Botenstoffen zählen. Die Glückshormone werden beispielsweise beim Langlaufen, Schwimmen oder Laufen freigesetzt. Aufgestaute Anspannungen können auch mit Hilfe von Krafttraining abgebaut werden. Zudem steigert der Muskelaufbau den Selbstwert. 

Damit man für sich die richtige Sportart auswählt, ist es wichtig, dass man weiss, welcher Stresstyp man ist. Für Personen, die rastlos sind, empfiehlt es sich, auf Tai Chi, Yoga oder Qi Gong zurückzugreifen. Die Psyche, der Geist und der Körper kommen zur Ruhe. Das Leben auf der Überholspur wird somit auf ein gutes Tempo gedrosselt. Damit überschüssige Energie abgebaut wird, kann ein Morgenlauf wahre Wunder wirken, damit man sich danach auf eine Entspannung einlassen kann. 

Für Personen die zu dem Typ des zerstreuten Tausendsassas zählen, eignet sich Sport in Form von Tanzen, damit man sein eigenes Taktgefühl findet. Menschen, die vielseitig engagiert sind, schätzen die volle Konzentration, die beim Tanzen aufgebracht werden muss und einem den Alltag für einige Momente vergessen lässt. Tanzsport kann auch Stress in einer Partnerschaft entgegenwirken. Zudem stärkt das Körpergefühl, das durch die ästhetischen Bewegungen entsteht, das Selbstwertgefühl. 

Für Personen die schnell an die Decke gehen, eignen sich die Sportarten Squash, Tennis oder Tischtennis. Ballsportarten können aufbrausende Menschen durch die rasante Spielgeschwindigkeit erden und man lernt sich auf seinen Spielgegner zu konzentrieren, ohne dass die Gedanken ständig abschweifen. 

Wenn es im Alltag zu wenig sozialen Kontakten kommt, eignen sich Mannschaftssportarten, um sich soziale Kompetenzen anzueignen. Denn auch die soziale Isoliertheit kann zu Stress führen. Introvertierte und ruhige Menschen können beispielsweise vom Kampfsport sehr viel profitieren. Hierzu zählen Boxen, Judo und Taekwondo. Es erleichtert auch schüchternen Menschen Spannung vom Alltag abzubauen. Aufgestaute Emotionen haben hier Raum ein Ventil zu finden und das Selbstwertgefühl steigt. Wichtig ist zu beachten, dass der Kampfsport nicht für jeden die ideale Betätigung ist. Bei manchen Personen kann das Aggressionspotenzial und somit das Stresslevel ansteigen. 

Klettern und Wandern eignen sich, um in die Gänge zu kommen. Jemand der durch psychischen Druck Konzentrationsmängel aufweist, kann mit Hilfe von Klettern und Wandern endlich abschalten. Währenddessen man die Sportart ausübt, konzentriert man sich immer nur auf den nächsten Schritt oder Handgriff den man macht. In den Bergen finden sehr viele Personen, nicht nur wegen der guten Luft und der Ruhe, Zeit zum Atmen und Geniessen.

 

Bildquelle: flooy / pixabay.com 

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