Das Aquarium kühl halten 

Hohe Aussentemperaturen heizen nicht nur unsere Räume, sondern auch Aquarien unangenehm auf. Obwohl Fische zu den vergleichsweise pflegeleichten Haustieren zählen, können starke Temperaturschwankungen und insbesondere Hitze ihnen gesundheitlich schaden. Die nachfolgenden Tipps helfen dabei, das Aquarium im Sommer kühl zu halten.

 

Den passenden Standort wählen

 

In der Nähe eines Fensters steht das Aquarium grundsätzlich nicht gut, da der starke Tageslichteinfall über die Seiten die Entwicklung von Algen fördert. In der warmen Jahreszeit ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv. Deshalb lohnt es sich, den Standort des Aquariums neu zu überdenken und es in einer schattigen Ecke zu platzieren. Dort bleibt es ausserdem kühler als am Fenster.

 

Die Räume kühl halten

 

Allgemeine Tipps zum Lüftverhalten im Sommer helfen dabei, die Temperatur im Aquarium zu regulieren. Die Fenster werden am frühen Morgen und am späten Abend weit geöffnet und tagsüber verschlossen. Bestenfalls dunkelt man sie mit Jalousien und Vorhängen gegen die Sonneneinstrahlung ab. Ventilatoren wirbeln die Luft in den Räumen um, wodurch sie um ungefähr ein Grad Celsius absinkt. 

 

Licht aus!

 

Ganz ohne Beleuchtung kommen Pflanzen und Fische nicht aus. Doch tagsüber muss das Licht im Aquarium nicht brennen. Während des Sommers schaltet man es etwa eine Stunde früher als üblich ab. Dazu reicht es aus, die Zeitschaltuhr zu verstellen. Dann heizt die Beleuchtung das Aquarienwasser nicht zusätzlich auf.

 

Luft hineinlassen 

 

Sofern das Licht ausgeschaltet ist, kann der Deckel vom Aquarium genommen werden. Dann kann die Luft besser zirkulieren. Wer sich nicht täglich die Mühe machen möchte, die Abdeckung abzunehmen, legt zwischen dem oberen Aquarienrand und dem Aufsatz an den Ecken Leisten auf. So entstehen Spalten, durch die frische Luft eindringen kann. Bei springenden Fischen ist allerdings Vorsicht geboten. Sie könnten dem Becken entweichen.

 

Das Wasser herunterkühlen

 

Zeigt das Aquarienthermometer längerfristig eine zu hohe Temperatur an, wird es Zeit, das Wasser herunterzukühlen, damit die Fische überleben. Entweder lässt man über einen Schlauch langsam Leitungswasser in das Aquarium laufen oder man gibt einen Kunststoffbeutel mit Eiswürfeln hinein. Letztere Variante empfiehlt sich vor allem, wenn gerade ein Wasserwechsel erfolgte und die Wasserqualität nicht verändert werden soll. 

 

Das Wasser mit zusätzlichem Sauerstoff anreichern

 

Ein ausreichendes Mass an Wasserpflanzen verhindert die Algenbildung und gewährleistet eine gute Wasserqualität. Darüber hinaus bilden die Grünpflanzen mithilfe der Photosynthese Sauerstoff, der von den Fischen im Sommer dringend benötigt wird. Das Auslichten der Wasserpflanzen sollte sich daher in Hitzeperioden auf das Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen beschränken. Wenn es wieder kühler ist, kann ein Rückschnitt vorgenommen werden. Eine weitere Möglichkeit, dem Wasser Sauerstoff zuzuführen, ist die Versorgung des Wassers mit Sauerstoff-Tabletten. Alternativ erhält das Aquarium eine zusätzliche Pumpe, die frische Luft in das erhitzte Wasser einströmen lässt. Egal, für welche Massnahme zum Kühlen des Aquarienwassers sich der Aquarianer entscheidet, ungewöhnliche Veränderungen der Wasserqualität sollten mithilfe von Wassertests schnell erkannt werden, damit bei Bedarf frühzeitig eingegriffen werden kann. 

 

Ab zu den Grossen

 

Wer über einen Gartenteich verfügt, kann die Aquarienfische während des Sommers im Freien halten, sofern der eventuell vorhandene Teichbesatz friedfertig reagiert. Dadurch vereinfacht sich die Pflege der Zöglinge. Man muss weder die Beleuchtung kontrollieren noch das Wasser im Aquarium kühl halten. Ein Gartenteich am passenden Standort reguliert sich von selbst, da er ein eigenes Ökosystem bildet. Im Herbst werden die Fische wieder in das Aquarium gesetzt. Bei der Umgewöhnung sollte das ungewohnte Wasser dem bekannten Wasser nach und nach zugeführt werden, damit den Fischen die Umstellung nicht so schwer fällt. Sonst kann es passieren, dass ihr Immunsystem schwächelt und Krankheiten ausbrechen. Übrigens sind Aquarienfische nach einem Sommeraufenthalt im Gartenteich erfahrungsgemäss gesunder als diejenigen, die ganzjährig in der warmen Wohnung gehalten werden. Das liegt daran, dass sich ihre körpereigene Abwehr über mehrere Wochen aufbauen konnte.

 

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com 

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