Kurzhaarfrisur in Eigenregie

Wir denken, uns nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn wir behaupten, dass wohl die meisten von uns sich schon mindestens einmal selbst die Haare geschnitten haben. Die meisten Versuche dieser Art passieren in der Regel bereits in der Kindheit, wenn man auf die Idee kommt, mit der Schere einfach mal selbst Hand anzulegen. Das Ergebnis von solchen Versuchen sorgt in der Regel jedoch allen voran dafür, dass man nun endlich versteht, warum mindestens einmal im Monat ein Friseur bezahlt wird, der sein Handwerk versteht. Doch ist es wirklich so kompliziert, sich die Haare selbst zu schneiden? Aus unserer Sicht lautet die Antwort hierauf: Nein! Vorausgesetzt, man möchte sich keine extravaganten Frisuren auf sein Haupt zaubern.

 

Wer sich versucht, selbst die Haare zu trimmen, sollte auf einfache Frisuren setzen

 

Tatsächlich ist die Beschreibung, sich selbst die Haare zu "schneiden", in unserem Kontext nicht ganz zutreffend. Vielmehr soll es in unserem kurzen Artikel um das Thema Trimmen gehen, zum Beispiel mit einer einfachen Haar- oder Bartschneidemaschine. Die meisten Männer haben so etwas zu Hause, und tatsächlich kann man sich damit relativ gut selbst aushelfen, wenn aus welchen Gründen auch immer der Gang zu einem Friseur auch auf Dauer nicht möglich ist. Sich selbst die Haare zu schneiden, sprich mit der Schere und einem Kamm, ist da schon deutlich schwieriger, zumindest wenn es um einen vollständigen Haarschnitt geht und nicht nur um das Kürzen des Ponys. Da jedoch aktuell Kurzhaarfrisuren ohnehin im Trend liegen, allen voran im Zusammenspiel mit sogenannten "Fades, wollen wir dir heute erklären, wie genau du dir hier selbst weiterhelfen kannst.

 

Trotz DIY-Haarschnitt: Es muss nicht immer der radikale 6-Millimeter-Kurzhaarschnitt sein

 

Ob beim Militär oder weil man etwas Neues ausprobieren will: Sich selbst die Haare mit einer Haarschneidemaschine zu trimmen, ist gar nicht mal so unüblich. Doch in den allermeisten Fällen handelt es sich dann um einen Haarschnitt, der alles auf die gleiche Länge und meist auch eine sehr kurze Länge trimmt. Das ist natürlich eine Option, wenngleich es sich dabei aber auch nicht wirklich um einen echten Haarschnitt handelt. Ohne viel komplizierter zu sein, lässt sich mit einer Haarschneidemaschine in Eigenregie aber auch deutlich mehr machen.

 

Eine kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

1. Überlege dir, was du machen möchtest

Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, alles auf eine gleichbleibende Länge zu trimmen, zum Beispiel auf 6 oder maximal 8 Millimeter, oder du entscheidest dich für einen etwas aufwendigeren, dafür aber meist auch ansehnlicheren Haarschnitt, indem du dir mit dem Trimmer Übergänge einarbeitest. Solltest du dich jedoch für die erste Variante entscheiden, gibt es für dich nicht mehr zu erledigen, als den passenden Aufsatz mit der richtigen Länge auszuwählen und alles zu trimmen.

 

2. Beginne mit einer Grundlinie, mit der kürzesten Länge

Solltest du dich für die etwas anspruchsvollere Variante mit Übergängen entscheiden, was dann viel mehr einem echten Haarschnitt gleichkommt, dann solltest du im ersten Schritt eine Grundlinie "ziehen". Wähle dafür die in deinem Fall kürzeste Länge aus, wie zum Beispiel 4 Millimeter. Anschliessend trimmst du unten am Haaransatz, direkt über dem Ohr, eine erste Grundlinie ringsherum um den Kopf, mit einer Breite von in etwa 4 bis 5 cm. Das solltest du gründlich machen, bevor du dann schon zum nächsten Schritt übergehst.

 

3. Springe zu deutlich grösseren Längen, für den ersten groben Übergang

Nun könnte man davon ausgehen, einfach direkt mit der nächsten grösseren Länge weiterzumachen, allerdings empfehlen wir dir, zuallererst auf eine deutlich grössere Länge zu wechseln. Nimm zum Beispiel einen 12-mm-Aufsatz und arbeite dich von deiner Grundlinie bis zur Kante deines Deckhaares hoch. Wichtig ist dabei, dass du dich insbesondere oben nicht direkt an der Form des Kopfes orientierst, sondern absichtlich davon wegarbeitest, je höher du mit der Haarschneidemaschine kommst. Das sorgt dafür, dass bereits jetzt ein gewisser Übergang zwischen den kürzeren Seiten und dem Deckhaar entsteht.

 

4. Verwende nun einen etwas längeren Aufsatz als den ersten

Gehe nun zurück zu dem Bereich direkt über deiner ersten Grundlinie. Wähle eine Aufsatzlänge, die ungefähr doppelt so lang, wie der erste verwendete Aufsatz ist, und ziehe eine zweite Linie, direkt über der Grundlinie. Die Breite sollte in etwa 3 cm betragen.

 

5. Wiederhole Schritt 4 mit einem längeren Aufsatz

Nun wiederholst du Schritt 4 nahezu eins zu eins, mit dem Unterschied, dass du erneut einen längeren Aufsatz wählst und die Breite der "Linie" nur noch zwischen 1 und 2 cm betragen sollte.

 

6. Verwende jetzt Aufsätze mit einer Länge, die zwischen den bereits verwendeten Aufsätzen liegen

Arbeite nun die Feinheiten zwischen den verschiedenen Längen aus, indem du Aufsätze mit einer Zwischenlänge wählst. Gemeint ist damit, dass wenn deine Grundlinie eine Länge von 4 mm und die nächste Linie eine Länge von 8 mm hat, du mit einem 6-mm-Aufsatz arbeiten solltest. Sorge dafür, dass die Übergänge etwas verblendet werden und weniger stark sichtbar sind. Achte allerdings darauf, dass du dich mit den Aufsätzen zwischen den Längen nicht zu weit hoch vorarbeitest, sondern nur den Bereich zwischen den Längen bearbeitest.

 

7. Widme dich dem Deck- und Haupthaar

Nun gilt es, das Haupthaar oben etwas zu bearbeiten. Grundsätzlich empfehlen wir dir, alles erst einmal mit dem längsten Aufsatz, zum Beispiel 20 mm, auf eine gleichbleibende Länge zu trimmen. Anschliessend solltest du probieren, sowohl hinten am Hinterkopf als auch an den Seiten das Haar etwas kürzer zu trimmen. Das sorgt für ein ausgewogeneres und harmonischeres Bild. Wirklich exakt arbeiten musst du hier allerdings nicht, vorausgesetzt, du arbeitest mit den erwähnten längeren Aufsätzen.

 

Bildquelle: Štefan Štefančík / unsplash.com

 

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