Baseball - ein Sport für die Schweiz

Baseball wird als Freizeitbeschäftigung immer beliebter. Das legendäre weisse Leder mit der charakteristischen roten Naht gehört zu den Fundamenten der US-amerikanischen Lebensweise. Allein durch endlose Bezüge aus der Popkultur ist es über Jahrzehnte auch in das europäische Bewusstsein gesickert: Charlie Brown und Snoopy begeistern sich ebenso dafür wie die Simpsons. Der Kinofilm "Field of Dreams" von 1989 setzte dem Sport ein wahres Denkmal, folgerichtig besetzt mit Kevin Costner in der Titelrolle - dem Hollywood-Repräsentanten des "Americana" schlechthin.

Zwei Weltkriege brachten US-Militärs nach Europa - und mit sich führten sie Handschuhe und Schläger. Besonders nach 1945 entstanden peu à peu kontinentale Ligen. So auch in der Schweiz: Das erste offizielle Duell zwischen den Zürcher "Challengers" und den "White Sox" aus Luzern begann am 11. November 1980 – konnte aber aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht zu Ende geführt werden. Das hielt den Siegeszug des Schlagballspiels in der Eidgenossenschaft keineswegs auf; schon im folgenden Jahr wurde die Federazione Svizzera Baseball Softball gegründet. Es folgen die ersten Meisterschaften und zahlreiche Clubgründungen. 

 

Hall of Fame

 

Im Laufe der vielen Jahrzehnte hat die Sportart zahlreiche Legenden hervorgebracht, hier eine kleine Auswahl:

- Babe Ruth (1895-1948) Der Mann, der Mythos. Seine 714 Homeruns sicherten ihm den Rekord bis zum Jahr 1974.

- Ty Cobb (1886-1961) Noch vor Babe Ruth gehörte er zu den Topstars. So hält er etwa bis heute den Rekord des höchsten Schlagdurchschnitts.

- Willie Mays (1931-2024) Einer der besten Allrounder, der auch überragende Defensivfähigkeiten hatte. Allein sein "Catch" von 1954, bei dem er den Ball über der Schulter auffing, lässt seinen Stern erstrahlen.

- Ichiro Suzuki (*1973) In Japan ist Baseball bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts äusserst populär. Das ebnete den Weg für seine legendäre Karriere, die er im Inselstaat begann und in der US-amerikanischen Major League nahtlos fortsetzte. Gefürchtet waren seine Schnelligkeit und seine punktgenaue Wurftechnik. 

 

Spielregeln

 

Es treffen zwei Mannschaften mit jeweils neun Spielerinnen oder Spielern aufeinander. Das Match findet dabei auf einem Platz statt, der in ein sandiges Infield und ein von Rasen bedecktes Outfield unterteilt ist. Das Infield, wegen seines rautenförmigen Umrisses auch als "Diamond" bezeichnet, enthält in seinen Ecken die vier Bases. Punkte werden durch Runs erzielt, indem ein Player an allen Bases vorüberläuft. Der Batter hat dabei drei Versuche, den Ball des Pitchers zu treffen, um dann als Läufer die Bases zu erreichen. Die Teams wechseln im Verlauf der neun Innings (durchschnittlich 20 - 40 Minuten) die Rollen zwischen Verteidigung und Angriff.

 

Was zeichnet Baseball aus?

 

In der Schweiz wird Baseball überwiegend als Breitensport betrieben. Den grossen Reiz des Spiels macht seine Unberechenbarkeit aus: Besonders attraktiv sind Pitching-Duelle. Die verschiedensten Wurftechniken können dabei zum Einsatz kommen: 

- Curveball Der Pitcher verleiht dem Ball Effet, indem er ihn durch eine spezielle Bewegung von Hand und Fingern rotieren lässt.

- Splitter Ein besonders tiefer Griff zwischen den Fingern lässt den Ball kurz vor der Home Plate unvermittelt in Richtung Erdboden fliegen.

- Fastball In hoher Geschwindigkeit schleudert der Pitcher den Ball in nahezu gerader Bahn Richtung Schlagmann.

Wichtig ist aber auch die richtige Spielstrategie, etwa die eigene Defensive an die individuellen Fähigkeiten der Batter des gegnerischen Teams anzupassen. Die enge Abstimmung der Catcher und Pitcher ist ebenso von Bedeutung. Charakteristisch für Baseball sind das Teamplay und der richtige Spirit, den Sie auch in der Freizeit in Ihrem Club heraufbeschwören können.

 

Bildquelle: Jose Francisco Morales / unsplash.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Weitere interessante Themen

 
Logo maennerseite ch