Brokkoli-Sprossen als Superfood 

Der Effekt von Gemüse auf die Gesundheit

 

Dass Gemüse gesund ist, ist wohl jedem bekannt. Dass es einen möglichst grossen Teil der Ernährung ausmachen sollte, wird uns bereits von Kindheitsbeinen an von Eltern, Ärzten und den Medien erzählt. Möglichst fünf Portionen Obst und Gemüse sollten es pro Tag sein. Vielen ist dies bekannt, doch so ganz genau halten sich nur wenige, sehr gesundheitsbewusste Menschen daran. Und warum sollte man es auch so genau nehmen? Schliesslich sind doch auch in anderen Lebensmitteln Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Wer so denkt, hat zwar recht, dass auch andere Lebensmittelgruppen nährstoffreich sind, jedoch entgehen Gemüse-Muffeln eine Vielzahl an Vorteilen für die eigene Gesundheit. Gemüse ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, welche Zellen vor oxidativem Stress schützen. Dies beugt Krebs vor und verhindert das frühzeitiges Altern von Zellen. Diejenigen, für die das Gemüse auf dem Teller eine eher unangenehme Beilage ist, können ihrer Gesundheit einen Gefallen tun und beim nächsten Mal ordentlich an Grünzeug zulangen.

 

Was ist so besonders an Brokkoli-Sprossen?

 

Gemüse ist also gesundheitsförderlich. Soweit nichts Neues. Doch eine spezielle Art von Gemüse hat ganz besondere Superkräfte: Die sogenannten Kreuzblütler. Zu dieser Familie gehört Gemüse wie Brokkoli, Kohlrabi und verschiedene andere Kohlarten. In verschiedenen Studien fanden Wissenschaftler heraus, dass Menschen, die regelmässig Gemüse dieser Art verzehren, ein geringeres Risiko für Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs und Blasenkrebs haben. Dafür ist besonders ein Stoff verantwortlich: Sulforaphan. Dies ist ein Isothiocyanat, eine Art von Antioxidant, welches beim Schutz der Zellen hilft. Durch viele Studien wurde bewiesen, dass ein regelmässiger Konsum von Sulforaphan gegen Krebs vorbeugt und sogar bei Krebskranken die Überlebenschancen drastisch erhöht. Auch Raucher können von diesem Stoff profitieren, denn Sulforaphan senkt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken bei Rauchern um bis zu 55 Prozent. Enthalten ist Sulforaphan in vielen verschiedenen Gemüsearten, jedoch in nur geringer Menge. Die Sulforaphan-Bombe in der Pflanzenwelt sind jedoch Brokkoli-Sprossen. Diese enthalten bis zu 100 Mal so viel Sulforaphan wie reifer Brokkoli. Damit gehören sie zu den absoluten Superfoods und können bei täglichem Konsum gegen Krebs vorbeugen. Auch gegen Autismus, Depressionen, Diabetes und Herzkrankheiten ist Sulforaphan möglicherweise hilfreich. Dies wurde in Studien an Mäusen erkennbar, jedoch ist es zurzeit noch nicht klar, ob sich diese Ergebnisse auch bei Menschen sichtbar machen.

 

Wo kann ich Brokkoli-Sprossen erhalten?

 

Wer sich dazu entscheiden möchte, Brokkoli-Sprossen zu konsumieren, stellt sich die Frage, wo diese erhalten werden können. Manche Supermäkte bieten die fertigen Sprossen an, doch sie sind eher selten zu finden und zumeist zu einem hohen Preis. Daher lohnt es sich für gesundheitsbewusste Menschen, die Sprossen selbst zu züchten. Dies ist einfacher als gedacht: Man braucht dazu Brokkolisamen sowie ein Glas, worin sie wachsen können. Zu beachten ist, dass die Samen vor dem Züchten gründlich desinfiziert werden müssen, da sie ansonsten Salmonellen oder andere Bakterien enthalten können, welche in der feuchten Umgebung wachsen und sich vermehren. Wer sich für die Züchtung interessiert, findet im Internet viele Anleitungen dazu.

 

Wie viele Sprossen sollte ich pro Tag konsumieren?

 

Die Forschung zu der optimalen Menge an Sulforaphan ist noch in den Kinderschuhen. Jedoch werden für den Anfang etwa 100 Gramm Brokkoli-Sprossen pro Tag empfohlen. Dies ist die Menge, die in den meisten Studien zu positiven Wirkungen auf die Gesundheit geführt hat.

 

Bildquelle: congerdesign / pixabay.com

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