Vegan leben und Muskeln aufbauen?

Pumpen für die Optik und Fleisch essen für mehr Muskeln ist ein Trend in der klassischen Männerwelt. Allerdings beweisen prominente Beispiele aus dem Leistungssport, dass gleiche Aufbauziele auch mit veganer Ernährung erreichbar sind. Viele inzwischen konsequente Veganer profitieren sogar ausserhalb des Sports von zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen nach der Umstellung.

 

Prinzipien des Kraftsports

 

Ziel eines Krafttrainings ist der Muskelaufbau. Eine kräftige Muskulatur entlastet die Gelenke. Das bedeutet in einem harten körperlichen Berufsleben, dass Männer später oder seltener an arthritischem Gelenkverschleiss erkranken. Männliche Senioren können damit sogar den Abbau von Knochensubstanz verlangsamen. 

Kurz und gut: Kraftsport ist nicht nur ein Leistungssport, sondern aktive Gesundheitsvorsorge. Pumpen im Fitnessstudio ist dafür nicht unbedingt nötig. Auch regelmässige Runden auf Trimm-Dich-Pfaden oder mit ein paar Kraftgeräten zu Hause fördern diese Effekte.

 

Vegane Lebensweise aus Überzeugung

 

Vegane Ernährung ist nur ein Teil einer gesamten alternativen Lebenseinstellung. Inzwischen gibt es für jedes tierische Produkt und seine Nährstoffe gleichwertige pflanzliche Alternativen. Vegan lebende Männer essen weder Fleisch noch tierische Produkte wie Honig, Milch oder Eier. Sie tragen ausschliesslich Kleidung aus pflanzlichen Naturprodukten. 

Männer-Deos, Männershampoos und andere Kosmetika enthalten für Veganer weder tierische Inhaltsstoffe, noch wurde ihre Wirkung in Tierversuchen getestet. Freizeitvergnügen wie Zoobesuche, Reitsport oder das Anschauen von Zirkusnummern mit Tieren kommen für sie nicht infrage. Dennoch sind sie bei konsequentem Betreiben von Kraftsport ebenso kräftig und vital wie ihre Fleisch grillenden Geschlechtsgenossen.

 

Prominente Beispiele für sportlichen Erfolg mit veganer Lebensweise

 

Immer mehr international erfolgreiche Spitzensportler verstehen ihre Vorbildfunktion auch als Zeigen ihrer alternativen Lebensweise. Dass vegane Ernährung und beste internationale Wettkampfleistungen gut zusammenpassen, beweist zum Beispiel Mike Tyson, der zehn Jahre lang vegan lebte, kräftig abnahm, aber nichts an Kraft für seine Wettkämpfe verlor. 

Erst nach Ende seiner Sensationskarriere entschied sich der »Germinator« Dirk Nowitzki für eine Lebensumstellung zum Veganismus. Der Leichtathlet Carl Lewis führt seinen Rekord im 100-Meter-Sprint aus 1991 auf seine Ernährungsumstellung ein Jahr zuvor zurück. Noch weiter geht der Rennfahrer Lewis Hamilton, der seit 2017 vegan lebt. Er führt inzwischen das rein vegane Restaurant »Neat Burger«.

 

Vorteile des Veganismus für die allgemeine Männergesundheit

 

Manche Männerleiden sind genetisch bedingt, andere die Folge langer ungünstiger Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Es ist jedoch nicht zu spät, durch eine Ernährungsumstellung Alterskrankheiten oder bereits vorhandene Beschwerden zu beheben oder den Verlauf zu verlangsamen. Am besten bekannt sind die positiven Auswirkungen auf die Entwicklung bzw. das Auftreten von Prostatakrebs.

Neu eingestiegene Veganer senken das Risiko einer Neuerkrankung laut US-Studien um 53 Prozent, eines Fortschreitens um immerhin 52 Prozent. Auch erektile Dysfunktionen lassen sich einzig durch konsequente pflanzliche Ernährung um ein bis zwei Drittel reduzieren, in Einzelfällen sogar vollständig aufheben. Die vegane Ernährung sollte für solche positiven Effekte wie klassische Fleischkost abwechslungsreich bleiben.

 

Vegane Ernährung nicht blind ausprobieren

 

Männer in konventioneller Denkweise nennen Veganer sozial abwertend »Grasfresser«. Das würde allerdings nur für diejenigen gelten, die sich nicht ausführlich über vegane Protein- und Nährstoffalternativen informieren. Sie gehen das Risiko einer Mangelernährung ein. Auch ist eine Blindumstellung in Eigenregie kein Garant, nicht mit zu vielen veganen Leckereien zuzunehmen oder bei einseitiger Kost an Kondition zu verlieren.

Sinnvoll ist der Austausch mit Bekannten, die seit Jahren erfolgreich vegan leben und trainieren. Auch Hausärzte, Alternativmediziner und Ernährungsberater sind gute Anlaufpunkte, um sich zwar fleischfrei, aber dennoch ausgewogen und vollwertig vegan zu ernähren. Eventuell kann der Personal Trainer im Fitnessstudio nebenan anfangs die Ernährungsumstellung mit Tipps und Trainingsüberwachung begleiten. 

 

Fazit

 

Vegan lebende Leistungssportler sind international längst keine Exoten mehr. Wer mehr Sport ohne Leistungsanspruch treiben möchte, profitiert bei ausgewogener veganer Kost ebenfalls von zahlreichen positiven Effekten. Der Muskelaufbau gelingt mit den richtigen pflanzlichen Lebensmitteln ebenso gut wie mit Fleischkost.

 

Bildquelle: Ella Olsson / unsplash.com

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