Erfolgreich bei der Gehaltserhöhung

Immer mehr Arbeitnehmer sehen ihre Arbeit als nicht adäquat vergütet und sind deswegen mit ihrem Gehalt unzufrieden. Eine Gehaltserhöhung ist erforderlich. Wie ist es möglich, den Chef dazu zu bewegen? Nirgendwo gibt es eine Garantie, dass es unverzüglich umgesetzt wird – aber mit den nachfolgenden Ratschlägen sollten Sie Ihre Möglichkeiten jedoch deutlich steigern.

 

Der perfekte Zeitpunkt

 

In zahlreichen Firmen ist es üblich, dass im gesamten Unternehmensbereich Gehaltserhöhungen zu einem festgelegten Zeitpunkt umgesetzt werden. Der Herbst ist ein Zeitpunkt, wenn für das kommende Jahr die Budgets abgesteckt werden oder wenn die Jahresbeurteilung der Mitarbeiter abgeschlossen wurde. Keinesfalls sollten Sie auf diese Entscheidungen warten, sondern bereits zu einem früheren Zeitpunkt Ihren Chef kontaktieren. Perfekt eignet sich die Vorsprache beim Chef, wenn Sie einen speziellen Erfolg verbuchen konnten. Vor der neuen Gehaltsrunde sollte Ihr Chef jedoch höchstens zwei bis drei Monate Informationen erhalten, warum er bei der Gehaltserhöhung ein besonderes Augenmerk auf Sie richten sollte. 

Wichtig: Nachdem Sie eine Gehaltserhöhung erhalten haben, sollten Sie mindestens zwölf Monate Zufriedenheit zeigen und nicht wieder beim Chef deswegen vorsprechen. Fordern Sie innerhalb eines kurzen Zeitpunktes zu schnell nach, zeigen Sie Ihre Unzufriedenheit und Ihre Forderung wird nicht weiter ernsthaft verfolgt. Für zukünftige Gehaltsverhandlungen haben Sie schlechte Chancen.

 

Zeigen Sie Ihren Wert

 

Nicht allen fällt es einfach, Werbung für die eigene Person zu machen. Hin und wieder ist es nicht ausreichend, nur durch die Arbeit Ihre Qualitäten zu demonstrieren. Sie sind logischerweise in Ihrer Abteilung nicht die einzige Person, die mit einer Gehaltserhöhung liebäugelt. Sie müssen Ihrem Chef auch beweisen, weshalb gerade Sie eine Gehaltserhöhung verdient haben. Gute Begründungen beispielsweise: Durch eine getroffene Initiative, die Sie zu verantworten haben, spart das Unternehmen Geld ein. Ihre Weiterentwicklung fand in einem bestimmten Bereich statt. Sie haben eine Fortbildung abgeschlossen oder neue Bereiche wahrgenommen. 

Schlecht sind beim Chef Argumente, die eine heimliche Erpressung wiedergeben nach dem Motto „Wenn ich nicht mehr Geld bekomme, wechsle ich das Unternehmen“, bzw. „Wenn ich nicht mehr Geld erhalte, folgt nur noch Dienst nach Vorschrift“. Auch vermeiden sollte man den Hinweis auf das Gehalt anderer Mitarbeiter in der Firma oder in der Branche. Sie müssen bei Ihren eigenen Leistungen bleiben! 

Keinesfalls vergessen: Keine Kollegen herabsetzen. Damit erreichen Sie beim Chef im Regelfall nur das Gegenteil.

 

Bleiben Sie bei der Realität

 

Ein Traum ist eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent. Aller Wahrscheinlichkeit bleibt Ihnen das verwehrt – weil im Zweifelsfall Ihr Chef diese Summe nicht im Budget einplante. Keinesfalls müssen Sie Peanuts akzeptieren. Im Regelfall liegen Gehaltserhöhungen im Bereich zwischen 3 – 8 Prozent. Empfehlung: Nennen Sie einen präzisen Betrag, den Sie mehr verdienen möchten.

 

Verunsicherung vermeiden

 

Zögert der Chef am Gesprächsende ein wenig länger, ist das nicht unbedingt sofort negativ zu bewerten. Der Vorgesetzte nutzt oftmals die Möglichkeit, die Erhöhung ein bisschen zu minimieren. Hier wird verdeutlicht, dass er mit Ihnen pokert. Wenn Sie sich Ihrer Schmerzgrenze bewusst sind, sollten Sie auch nicht von der gewünschten Summe abbringen lassen.

 

Gehen Sie nicht ohne ein Ergebnis

 

Sollte in dem Gespräch zwischen Ihrem Chef und Ihnen kein Resultat mit der gewünschten Erhöhung zustande kommen, fragen Sie Ihren Vorgesetzten, welche Gründe für ein Scheitern vorliegen und wie Sie mit Sicherheit beim nächsten Mal Ihr Ziel erreichen. Er hat unterschiedliche Möglichkeiten. Bei einer aufrichtigen Antwort zeigt es Ihnen, woran es scheitert, oder er möchte Ihnen die Erhöhung gerne zukommen lassen, aber das Budget ist bereits ausgereizt. Bei der zweiten Antwort müssen Sie alleine die Entscheidung treffen, ob die Zeit gekommen ist, einen anderen Arbeitgeber zu suchen, der Ihre Performance besser schätzt.

Ein wichtiger Bestandteil einer jeden Konversation ist die Körpersprache. Sie können die Körpersprache auch zu Ihrem Vorteil nutzen.

 

Bildquelle: godoycordoba / pixabay.com

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