Tauchschein in 3 Tagen

Wer einmal die „Luft unter Wasser“ geschnuppert hat, der kommt meist nicht mehr davon los. Was als Erlebnis aus Neugier beginnt, wird für immer mehr Urlauber zum neuen Hobby und Freizeitsport mit Trendfaktor: Die Rede ist vom Tauchen. Tauchverbände kritisieren, dass der Tauchschein zunehmend zum Kommerzprodukt wird und es offenbar auch mehr und mehr unsportliche Touristen gibt, die – haben sie das ausreichende Geld in der Tasche – den beliebten Tauchschein in nicht weniger als zwei Tagen erlangen. Doch in welcher gesundheitlichen Verfassung sollte man sich befinden und welchen Anforderungen muss und sollte man gerecht werden, um sicher und mit Spass abtauchen zu können? Wir klären auf. 

 

Tauchtauglichkeit: Ein sportärztliches Attest ist Grundvoraussetzung für den Tauchschein

 

Wer den Tauchschein im Urlaub erlangen und sicher abtauchen möchte, der sollte sich schon vor dem Urlaub einer tauchsportärztlichen Untersuchung unterziehen. Wer gesund und fit ist, muss sicher keine weiteren Gedanken machen und hat die Untersuchung nach wenigen Minuten überstanden. Gegenstand der Untersuchung ist ein Ruhe-EKG und ein ärztlicher Blick in die Gehörgänge, der das Trommelfell auf Unversehrtheit mustert. Wer dann noch eine ausreichende Lungenfunktion unter Beweis stellt, kann sich getrost in den Flieger setzen und das Projekt "Tauchschein" in Angriff nehmen. Anwärter auf einen Tauchschein sollten des Weiteren keine Vorerkrankungen oder chronische Kreislauferkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck haben. Blutdruckmedikamente können unter den erhöhten Druckbedingungen im Wasser einen unerwünschten, gesundheitsgefährdenden Nebeneffekt entwickeln. 

 

Tauchschein schon nach 5 Tauchgängen

 

Wer den Opern Water Diver als weltweit gültigen Basistauchschein anstrebt, erhält diesen in der Regel schon nach maximal 5 Tauchgängen. Unterschiedliche Tauchorganisationen wie PADI, CMAS oder IAC bilden nach vergleichbaren Standards aus, sodass die entsprechenden Tauchscheine auch organisationsübergreifend problemlos als äquivalent anerkannt werden. 


Zunächst gilt es, sich mit dem Material und dessen Funktion und Aufbau auseinanderzusetzen. Nach einer kurzen Theorieeinheit heisst es dann aber auch bereits: Rein ins kühle Nass! Die Basisfertigkeiten und Fähigkeiten, die dem Taucher im Freiwasser abverlangt werden, werden in der Regel zunächst in einem Übungspool durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise das Herausnehmen des Atemreglers, das Ausblasen der Maske und erste Tarierübungen mit der Lunge. 

 

Begleitete Tauchgänge im Freiwasser

 

Wer die Übungen im Übungspool absolviert hat, auf den wartet bereits das Freiwasser. Selbstverständlich ist stets ein ausgebildeter Tauchlehrer an der Seite des Tauchschülers. Im Freiwasser gilt es nun, das Gelernte unter „echten Bedingungen“ anzuwenden. Die Tauchscheinanwärter lernen, mit der Tarierweste umzugehen und die Bleigewichte optimal an die eigenen Bedürfnisse und die äusseren Umstände anzupassen. Ist die Praxis bestanden, gilt es noch, eine kleine Theorieprüfung zu absolvieren. Die Theorie ist überschaubar und setzt sich aus den Teildisziplinen der Tauchmedizin, der Tauchphysik und der Tauchpsychologie zusammen. Bei dem zu bestehenden Test handelt es sich um mehrere Multiple-Choice-Fragen, deren Theorie sich jeder Tauschschüler binnen weniger Stunden und ohne Vorwissen aneignen kann. 

 

Tauchtiefe vorerst auf 18 Meter begrenzt

 

Wer sich nach dem Absolvieren der OWD-Prüfung nun mit Fug und Recht „Sporttaucher“ nennen darf, taucht nun an allen Tauchplätzen der Welt, deren maximale Tiefe die Grenze von 18 Metern nicht überschreiten. Wer weiter abtauchen möchte, der kann sich direkt dem nächsten Brevet widmen: Die Rede ist vom AOWD-Brevet. 


Die Abkürzung steht für „Advanced Open Water Diver“. Es sind nur wenige weitere Tauchgänge nötig, um die nächste Stufe auf der Ausbildungsleiter zu erklimmen. Für Advanced Diver ist die nächste maximale Tauchtiefe organisationsübergreifend auf 30 Meter festgelegt. Im Rahmen der Ausbildung zum AOWD werden zum Beispiel Tieftauchgänge oder Nachttauchgänge geübt, die an den Taucher mit Basisfertigkeiten höhere Ansprüche stellen. 

 

Nicht nur das Abzeichen entscheidet

 

Selbstverständlich ist ein OWD, der bereits mehrere 100 Tauchgänge absolviert hat, erfahrener als ein AOWD, der das Advanced-Brevet nämlich schon nach weniger als 12 Tauchgänge erwerben kann. Professionelle Tauchbasen erfragen daher nicht nur das höchstwertige Brevet, sondern stets auch die Anzahl an Tauchgängen, die beispielsweise darüber entscheiden können, ob der Taucher oder die Taucherin mit seinem bzw. ihrem Tauchpartner auch ohne Guide an den Hausriffen der Urlaubsregionen tauchen darf. 

 

Bildquelle: 12019 / pixabay.com

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