Was sind Work-out-Booster?

Die meisten Männer, die sich für Krafttraining interessieren, haben schon von "Pre-Work-out-Booster" oder "Work-out-Booster" gehört, und ganz bestimmt haben einige von ihnen diese auch schon mal probiert. Worum es sich dabei wirklich handelt, was drin steckt, und wozu Man(n) sie überhaupt braucht, darüber möchten wir hier berichten.

 

Booster und deren Wirkung

Pre-Work-out-Booster können eingenommen werden, um die körperliche Leistung und vor allem die Ausdauer beim Training zu steigern. Es gibt keinen Unterschied zwischen Pre-Work-out-Booster und Work-out-Booster, die Vorsilbe "Pre" verdeutlicht nur, dass die Einnahme des Mittels vor dem Training erfolgen soll. Work-out-Booster oder kurz nur Booster werden (falls der Beipackzettel nicht etwas anderes ausweist) in der Regel 20 bis 30 Minuten vor dem Training eingenommen, damit sie ihre volle Wirkung dann während des Trainings und nicht zu ganz anderen Zeiten entfalten. Die Wirkung der Booster sind folgende:

• Das Training verläuft insgesamt besser, intensiver und auch härter.

• Man trainiert nun sehr fokussiert, ist dabei wach und sehr konzentriert.

• Durch den sogenannten "Push-Faktor" werden Stoffwechsel und Durchblutung angeregt.

• Der "Strength-Faktor" sorgt für mehr Power und Ausdauer.

• Die Einnahme des Mittels sorgt auch für eine mentale Unterstützung.

 

Inhaltsstoffe eines Boosters

Die Booster sind eine Mixtur verschiedener Inhalts- bzw. Wirkstoffe, die man im Prinzip auch einzeln erwerben könnte. Der Push-Faktor unterdrückt aufkommende Müdigkeit und steigert daher auch die Konzentrationsfähigkeit. Er basiert z. B. auf Koffein, Taurin oder Guarana, entweder einzeln oder ggf. auch in einer bestimmten Kombination. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich hierbei auch rein pflanzliche Substanzen wie z. B. Extrakte aus Grünem Tee.

Viele wissen schon, dass all diese Substanzen meistens etwas aufputschend, wie z. B. Kaffee wirken. In der Folge ergibt sich bei erhöhtem Puls eine stärkere Durchblutung des gesamten Körpers, die Muskeln werden schneller erwärmt und besser versorgt, es stellt sich das gute Gefühl ein: "Ich könnte heute Bäume ausreissen". Es gibt darüber hinaus auch Pre-Work-out-Supplemente, die den Muskelpump unterstützen, das Bekannteste ist sicherlich das (L-)Arginin.

Jene Inhaltsstoffe, die den Strength-Faktor begünstigen, entfalten ihre Wirkung erst nach wochenlanger Einnahme. Ein wesentlicher Stoff ist hierbei das Kreatin, das erst im Laufe der Zeit die körpereigenen Kreatinspeicher füllt, um damit eine messbare Leistungssteigerung hervorzubringen. Falls die eingenommene Menge des verwendeten Boosters bereits die ausreichende Tagesdosis von 2 bis 3 Gramm Kreatin enthält, sollte auf eine extra Kreatineinnahme an diesem Tag verzichtet werden.

Direkt während des Trainings können Kraft und Ausdauer durch die Einnahme von Beta-Alanin gesteigert werden, z. B. um die Anzahl von Wiederholungen noch ein kleines Stück weiter erhöhen zu können.

 

Gefahren, Risiken und Nebenwirkungen

Der Anfänger sollte unbedingt mit einer sehr geringen Dosierung starten, deutlich weniger, als die empfohlene Menge, um erst einmal herauszufinden, wie gut oder schlecht er das Mittel überhaupt verträgt, denn das Herz klopft ggf. wie verrückt, das Blut pulsiert in den Adern, das kann auch Angst machen, gerade zu später Stunde.

Zwar gehören Booster nicht zu den Steroiden, Dopingsubstanzen oder anderen illegalen Mitteln, dennoch bergen auch sie gesundheitliche Risiken. Die Hersteller mischen ihren Produkten extra weitere Substanzen bei, um ihnen eine individuelle Note, ein "Alleinstellungsmerkmal" zu verleihen. Jeder Mensch reagiert sehr individuell auf verschiedene Inhaltsstoffe, und bei solch einem Gemisch hat man gar keine Chance, herauszufinden, welche der Substanzen ggf. zu einer Unverträglichkeit geführt hat.

 

Unser Fazit

Wer seine sportlichen Leistungen unbedingt steigern will, sollte sich gut überlegen, ob das ausschliesslich mit so einem bequemen, fertigen Cocktail aus Kreatin, Arginin, Beta-Alanin, Glutamin, Koffein usw. funktionieren kann, oder ob man sich nicht doch lieber etwas vorsichtig herantastet, indem man die Inhaltsstoffe einzeln ausprobiert. Letzteres hat den Vorteil, dass man wahrscheinlich jene ein oder zwei Stoffe schnell herausfindet, die individuell besonders gut und verträglich wirken. Das bedeutet, dass man dann mit einer wesentlich geringeren Menge definierter Substanz auskommt. Parallel dazu ist es auf jeden Fall sehr wichtig, ein offenes Gespräch mit seinem Arzt darüber zu führen. Aber vielleicht kann man ja auch ganz auf solche Mittelchen verzichten, denn mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und ausreichendem Schlaf lässt sich ebenfalls gesund und nachhaltig die Leistungsfähigkeit signifikant steigern.

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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