Der Boxsack ist kein Gegner

Es ist das klassische Trainingsgerät für den Boxer, aber nicht nur. Sportler, die mit Boxen gar nichts am Hut haben, sind gut beraten, einen Boxsack in ihrer Wohnung aufzuhängen, nicht allein, weil dies eine sehr befreiende Möglichkeit ist, Wut und Aggression zu kanalisieren. Das sogenannte Fitnessboxen wird als Cardio-Sport schon lange als Herztraining eingesetzt und Kalorien werden dabei ohne Ende vernichtet.


Typischerweise wird der Boxsack (hängend und schwingend) an der Decke befestigt, es gibt aber auch den Standboxsack, den Sie beliebig und variabel im Raum platzieren können. Weitere gute Alternativen zur Steigerung der Fitness sind der Punching Ball, der Boxdummy, Schlagpolster oder Pratzen. Anfangen sollte man allerdings mit dem Boxsack. Vor der Anschaffung raten wir aber dem Anfänger dringend zu einem Test in einem Sportstudio, in dem auch eine gute Beratung stattfindet. Auch beim Boxsack-Training kann man (alleine) viel falsch machen, was im Ergebnis der Motivation abträglich ist. Wer aber die Hinweise des Profi-Sportlers beherzigt, findet möglicherweise einen ganz anderen Zugang zu diesem Sportgerät.

 

Die beiden Varianten der "Boxsäcke"

 

  1. Beim klassischen Boxsack, der von der Decke hängt und ins Pendeln gerät, können Sie auch Ihre Treffgenauigkeit sehr gut trainieren. Sie können um den hängenden Boxsack frei "herumtänzeln", was einer Kampfsituationen schon recht nahekommt. Die Installation an der Decke muss allerdings sehr stabil und auch sicher ausgeführt werden.

 

  1. Wem etwas weniger Platz in der Wohnung zur Verfügung steht, wird sich eher für einen Standboxsack entscheiden. Eine aufwendige Installation entfällt hier und nach getaner Arbeit kann das Sportgerät schnell in eine Ecke verschoben werden, wo es gar nicht mehr stört. Beachten Sie aber beim Kauf, dass der Ständer ausreichend stabil gefertigt ist. Bei Billigprodukten beobachten wir immer wieder ein schnelles Umfallen des Standboxsacks. Qualitativ hochwertige Standboxsäcke sind sogar oft teurer als "Hängesäcke". Als Material zum (eigenen) Befüllen des Ständers eignet sich zum Beispiel trockener Feinsand sehr gut, dessen Dichte (und damit auch das Gewicht) deutlich höher ist als jene von Wasser.

 

Eine kleine Kaufberatung

 

  • Reden wir über die Grösse
    Bei der Auswahl der Grösse spielt natürlich der Platz in dem Raum, wo trainiert werden soll, eine Rolle, aber noch wichtiger ist die Kampfsportart, die daran ausgeübt werden soll. Für reines Schlagtraining ist eine Schlagflächenlänge von 80 cm ausreichend, für Sparring Manöver und Kicks sind mindestens 90 cm erforderlich. Dabei sollte der Boxsack in seiner Höhenlage so eingeregelt sein, dass er auf die eigene Körpergrösse gut angepasst ist. Beim hängenden Sack lässt sich die Länge der Kette einfach verstellen, beim Standboxsack ist die Sockelhöhe zu beachten. 
  • Und über das Gewicht des Boxsacks
    Ein guter Richtwert ist 40 bis 50 Prozent des Körpergewichts des Trainierenden. Ist der Boxsack leichter, gerät er zu schnell ins Schwingen oder Trudeln. Bei einem sehr schweren Boxsack verbraucht man beim Training deutlich mehr Energie, das heisst, man verbrennt noch mehr Kalorien. 
    Beim Standboxsack sind besonders hohe Gewichtsangaben nur von Vorteil, da sie eine gute Standsicherheit bedeuten. Die bewegliche Reaktion des Boxsacks und damit auch der Schwierigkeitsgrad beim Training werden durch die Federelemente im Sockel bestimmt. Wenn diese sehr flexibel sind, ist der Widerstand des Sacks geringer und das Training etwas leichter, was gut für Anfänger ist.

 

Betrachtungen zum Material

 

Leder hat sich im Test klar bewährt, denn es ist zugleich flexibel und robust. Auch im Bereich der Nähte entstehen ganz selten Einrisse. Kunstleder ist deutlich kostengünstiger, aber nicht so langlebig. Wer nur gelegentlich mal auf seinen Boxsack eintrommeln will, ist aber mit Kunstleder gut bedient. Vinyl ist in diesem Fall eine gute Alternative. Sandsäcke aus Stoff, meistens Polyester, gibt es auch, aber sie halten den Belastungen in der Regel nicht lange stand. Nylon ist zwar etwas belastbarer, aber eher für ein vorsichtiges Cardio-Training geeignet.

 

Die möglichen Füllungen

 

Was der Sandsack nicht enthält, das ist Sand. Aber was ist wirklich drin? Meistens handelt es sich bei der Füllung um Stoffreste. In letzter Zeit findet man auch oft Füllungen aus Holzpellets. Früher wurde der Sandsack tatsächlich mit Sand befüllt, aber machte immer wieder damit Ärger, dass der Sand früher oder später aus aufgebrochenen Nähten ständig herausrieselte. In der Konsequenz ist man dazu übergegangen, leere Sandsäcke zu verkaufen, die dann der Sportler nach Belieben selbst befüllen kann. 

 

Bildquelle: ireshapeu / pixabay.com

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