Bier - was ist alles drin? Die Fakten

Dass Bier seit Jahrhunderten des Mannes Lieblingsgetränk ist, hat Gründe, und so sehen sie aus: Bier enthält viele Vitamine (zum Beispiel B1, B2, B6, H) und Mineralstoffe, was mit der Gärung während des komplexen Brauprozesses zusammenhängt. Allerdings werden diese gesunden Stoffe auch dringend für den Alkoholabbau gebraucht. Aber was davon noch übrigbleibt, ist reine Nervennahrung. So werden die Konzentrationsfähigkeit und die Bildung von roten Blutkörperchen verbessert, es ist eine positive Wirkung auf den Herzkreislauf zu verzeichnen, und der Stoffwechsel wird angeregt. An heissen Sommertagen ist ein kühles Bier auch geschmacklich kaum zu überbieten. 

 

Die Mär vom Bierbauch


Es gab Zeiten, als Bier zu den Grundnahrungsmitteln gehörte und als "flüssiges Brot" geradezu in Massen von den Massen getrunken wurde. Das hatte nachhaltige Folgen für die Figur des Mannes, ganz typisch sind die Darstellungen von Mönchen, die sich mit Leib und Seele der Braukunst verschrieben haben. Dabei zählt Bier nicht wirklich zu den markantesten Dickmachern. Mit Blick auf die Kalorien ist es vergleichbar mit fettreduzierter Milch oder Apfelsaft. Ein halber Liter Pils enthält ca. 210 kcal, Weizen- und Bockbier liegen etwas höher. 

Der eigentliche Dickmacher verbirgt sich eher hinter einem sekundären Effekt. Die Bier-Inhaltsstoffe Malz, Hopfen und Alkohol sind nämlich für ihre appetitanregende Wirkung bekannt. Jeder Biertrinker kennt diesen Effekt, dass man nach dem Genuss eines Bieres oftmals vom Kühlschrank magisch angezogen wird. Die Kalorien im Bier stammen vornehmlich aus seinem Anteil Äthylalkohol, der in reiner Form pro Gramm gut 7 kcal enthält, das ist vergleichbar mit reinem Fett.

 

Was ist Eisbier?


"Ice beer" kommt aus Nordamerika, es kann sowohl untergärig als auch obergärig sein. Es wird dadurch zum Eisbier, weil es sehr lange sehr kalt gelagert wird, um die Bitterstoffe an die Eiskristalle zu binden. Durch die anschliessende Filtration verliert dann das Bier seinen bitteren Geschmack, was gerade Frauen und Jugendlichen meistens sehr recht ist. 

Eisbier wird dazu nach der Vergärung auf ungefähr -4 °Celsius heruntergekühlt. Das Wasser kristallisiert dann aus und bindet so, wie schon erwähnt, einen grossen Teil der Bitterstoffe. Durch den anschliessenden Entzug der feinen Eiskristalle, die etwas an Raureif erinnern, erhöht sich der Alkoholgehalt des sehr milden, weichen Bieres. 

 

Das stärkste Bier der Welt


Das weltberühmte schottische "Snake Venom" des Brauhauses "Brewmeister" glänzt mit 67,5 Prozent Alkohol. Extrem starkes Bier gehört zur Tradition dieser Brauerei, hatte sie doch mit der Vorgängerversion "Armageddon" schon eine Meisterleistung mit 65 Prozent Alkoholgehalt hingelegt. Bereits als Sechzehnjährige brauten sich die beiden schottischen Freunde Lewis Shand und John McKenzie ihr eigenes Bier. 2011 gründeten sie dann ihre eigene Brauerei, wobei die Spezialisierung auf Starkbier, das deutlich mehr als die üblichen 6,5 Prozent aufweisen sollte, im Vordergrund stand. 

Nun sind die Schotten bekanntermassen ein etwas "eigenwilliges Völkchen", das sich auch darin ausdrückt, dass ihnen Armageddon einfach nicht stark genug war. Brewmeister war also nochmals gefordert, seine Hausaufgaben richtig zu machen. 

 

Am anderen Ende des Spektrums steht das alkoholfreie Bier


Wie oben erläutert, ist Alkohol der Lieferant für die Kalorien im Bier. Folgerichtig muss es so sein, dass alkoholfreies Bier ein besonders kalorienarmes erfrischendes Getränk ist. Mit 240 kcal pro Liter entspricht es in etwa einer Apfelschorle und weist nur ungefähr die Hälfte der Kalorien eines normal alkoholhaltigen Bieres auf. 

Alkoholfreies Bier enthält kein Fett und kaum Eiweiss, aber dafür einige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Natrium, wobei hier die gewählte Reihenfolge auch die Mengenverhältnisse etwas widerspiegelt. Alkoholfreies Weizenbier beinhaltet darüber hinaus auch noch Folat und B-Vitamine. 

Dennoch ist der Name nicht so ganz Programm, denn alkoholfreies Bier enthält durchaus noch einen gewissen Restalkohol. Dieser Anteil kann zwischen 0,02 und 0,5 Prozent schwanken. Ähnliche Werte weisen übrigens auch Fruchtsäfte auf, die ebenfalls durch Gärung mit der Zeit Alkohol produzieren. 

 

Bildquelle: Romi / pixabay.com

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