To-do-Listen sind ein Erfolgsmodell

Worüber wir hier berichten möchten, ist vielleicht schon so alt wie die Menschheit, denn keiner kann immer alles gleichzeitig im Kopf behalten. Vergesslichkeit ist kein Privileg des Demenzkranken, sondern völlig normal und auch legitim, zuweilen sogar gesund. Ein Zettel an der Ausgangstür Deiner Wohnung, ein paar gekritzelte Zeichen auf dem Handrücken oder vielleicht auch ein Tattoo auf der Wade: Wie Du To-do-Listen richtig gut und effektiv gestaltest, das erklären wir hier.

 

Ist die viel beschworene Listography nur ein vorübergehender Modetrend?


Natürlich kommt die Sache wieder aus den USA. Dort schrieb die Bestseller-Autorin Lisa Nola mal wieder ein Buch, dieses Mal mit dem Titel "Listography Journal: Your Life in Lists". Darin erklärt sie, dass Du wirklich zu Allem, was sich in Deinem Leben so abspielt, Listen erstellen kannst und sollst, und sie versucht auch zu erklären, warum das so ist. 

Es gibt ja verdichtete Phasen im Leben, in denen sehr viele Dinge gleichzeitig zu erledigen sind, die zum Teil auch voneinander abhängen oder aufeinander aufbauen. Wenn das Eine nicht ohne das Andere geht, dann müssen wir Reihenfolgen und Prioritäten beachten, das ist plausibel. 

Worauf wir hinauswollen, ist die Tatsache, dass jede Aktion gut geplant sein will, wenn sie funktionieren soll. Im Klartext heisst das: Vor Deinem geistigen Auge musst Du alle Schritte, die da auf Dich zukommen werden, schon einmal detailliert durchgehen, nur so hast Du überhaupt eine Chance, dass Du nichts Wichtiges vergisst. Du kannst es glauben, die Erstellung einer To-do-Liste vereinfacht so vieles im Leben. Die Zeit, die Du dafür aufbringen musst, kriegst Du am Ende doppelt und dreifach zurück. 

Die Erstellung derartiger Listen kann in der Tat Dein ganzes Leben zum Positiven verändern, indem Du Deinen Alltag ohne Stress bewältigst und so auf Dauer mehr im Leben sowohl privat als auch beruflich erreichen kannst. Die Zeit, in der Du mit der Erstellung der Liste beschäftigt bist, ist zugleich auch eine Zeit der Entspannung, Deine Zeit zum Träumen und zum Nachdenken über Dein Leben. So läufst Du nicht Gefahr, etwas im Leben zu verpassen oder Deine Lebenszeit mit Sinnlosem zu verschwenden.

 

Prioritäten setzen, Konzentration steigern, Lebensqualität erhöhen


Diese goldene Reihenfolge hilft Dir, Dein Leben Stück für Stück zum Besseren zu ändern. Die To-do-Liste hilft Dir, Deine Gedanken zu ordnen, um so den Kopf freizukriegen. Bestimmt hast Du schon viele stressige Situationen erlebt und kennst diese quälende Situation, nicht einschlafen zu können oder mitten in der Nacht aufzuwachen, weil Dir immer wieder dieselben Gedanken durch den Kopf drehen: 

  • Wie formuliere ich morgen beim Vorstellungsgespräch die grosse Lücke zwischen meinen beiden Anstellungen?
  • Meine Schwiegermutter hasst es, wenn ich unpünktlich bin, aber es ist morgen im Berufsverkehr einfach nicht machbar, um 16 Uhr am Flughafen zu sein.


Jetzt krampfhaft zu versuchen, wieder einzuschlafen, das geht gar nicht. Du wirst zehn Minuten vor sieben einschlafen, und pünktlich um sieben klingelt dann der Wecker. 

Deshalb stehe konsequent gleich mitten in der Nacht auf und fertige eine ganz genaue Liste darüber an, wie morgen Dein Tag ablaufen wird, und was Du beim Vorstellungsgespräch genau antworten wirst. Zwar hast Du dadurch auch eine Stunde Schlaf verloren, aber diese Arbeit hat Dich müde gemacht, und was viel wichtiger ist, die kreisenden Gedanken, die Deinen Kopf partout nicht mehr verlassen wollten, hast Du in die Liste geschrieben und damit abgelegt, sie haben Dich nun verlassen, Du kannst jetzt wieder beruhigt weiter schlafen.

Immer dann, wenn Du eine Aufgabe einer Liste übergibst, bist Du mental ein Stück weit entlastet und musst erst mal nicht weiter an diese Aufgabe denken. In der Folge bist Du frei, Dich auf andere Dinge konzentrieren zu können, zum Beispiel auf eine Vorlesung. Die To-do-Liste hilft immer, gedanklich "loslassen" zu können. Zwar sind die Dinge dann immer noch alle zu erledigen, aber Deine Leistungsfähigkeit ist nicht mehr eingeschränkt oder gar blockiert. 

Im Übrigen ist allein schon der Prozess des Aufschreibens und Formulierens sehr hilfreich, weil wir uns an das, was wir selbst geschrieben haben, viel besser und länger erinnern können. Das hat etwas zu tun mit der Funktionsweise unseres Gehirns. Wir brauchen nämlich etwas Zeit, uns etwas einzuprägen, und das Schreiben ist ungefähr mit dem Lernen synchronisiert. Hinzu kommt noch unser optisches Gedächtnis, denn ein geschriebenes Wort ist wie ein kleines Bild. Du wirst es selbst bemerken: Auf die Liste, die Du selbst verfasst hast, brauchst Du vielleicht keinen einzigen Blick mehr werfen.

 

Auch Fehler sind möglich


Eine To-do-Liste sollte aber nicht zu perfektionistisch angelegt werden. Wenn an jede einzelne Aufgabe unrealistisch hohe Massstäbe angelegt werden, kann Dir das den Blick auf die Liste schnell verleiden. Die To-do-Liste hat gerade den Sinn, grosse Vorhaben, in kleine und leicht machbare Zwischenschritte zu untergliedern. Lass uns also das grosse Haus aus einzelnen Steinen aufbauen. 

 

Wie macht man eine To-do-Liste?


Was man früher handschriftlich machte, ist heute in digitaler Form fast selbstverständlich. Im Internet findest Du viele gute kostenlose Vorlagen im Rahmen von To-do-List-Software. Ihr grosser Vorteil besteht darin, jederzeit an der richtige Stelle Zwischenpunkte einschieben zu können. Darüber hinaus bietet die Software Funktionen wie das Sortieren, Gruppieren oder Kategorisieren sowie Erinnerungsmeldungen im Sinne eines "Weckdienstes" an.

Aber auch die handgeschriebene To-do-Liste hat ihren Charme, denn auf diese Weise lassen sich vor allem kleine übersichtliche Skizzen, zum Beispiel für die Planung von Renovierungsarbeiten, direkt integrieren. 

 

FAZIT: 

Schon die erste Liste könnte den Beginn der Verbesserung Deines Lebens bedeuten. Ihre Überschriften könnten lauten: "Was ich im Leben noch schaffen will", "Meine besten Eigenschaften", "Marotten zum Abgewöhnen" oder einfach nur "fünf wichtige Dinge, die ich diese Woche erledigen möchte". Denn es ist frustrierend, immer wieder das Gefühl zu haben, in der Tagesroutine etwas Wichtiges vergessen oder verpasst zu haben. Schiebe Unzufriedenheit beiseite mit Deinem Stift und setze die ersten Punkte auf Deine To-do-Liste, denn jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

 

Bildquelle: JoyintheCommonplace / pixabay.com

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