Frauen lieben gutes Benehmen

Gute Manieren haben wieder Konjunktur, Tendenz steigend. Zwar ist unsere moderne Gesellschaft insgesamt etwas lässiger geworden in Sachen Umgangsnormen, dennoch sollte jeder Mann auch heute über ein gewisses Minimal-Repertoire an guten Manieren verfügen. Darüber nachzudenken ist jetzt noch nicht zu spät in Anbetracht des eiligen Schrittes herannahenden Valentinstages, der oftmals mit einer Einladung Herzdame in ein elegantes Restaurant als Teil des "Standardprogramms" verbunden ist. Achtung: Frauen achten sehr wohl und auch genau darauf, wie ihr Begleiter da vorgeht.

 

Wir betreten das Restaurant


Der galante Herr öffnet die Tür des Restaurants und betritt noch vor der Dame den Raum. Das hat seinen Grund darin, dass das Restaurant für die Begleiterin unbekanntes Terrain ist und der Gastgeber als Erster für sie den sicheren Weg bahnt. Selbstverständlich hält er seiner Begleiterin beim Eintreten noch die Tür auf und spricht dann selbstbewusst den Ober bezüglich eines freien Tisches oder der eventuell schon vorliegenden Reservierung an.

Kleiner Tipp: Reservieren Sie schon jetzt im Restaurant ihrer Wahl und suchen Sie sich vor Ort den schönsten Platz aus. 

Im Zuge der Abgabe der Garderobe nimmt er seiner Dame den Mantel ab und gibt dann dem Ober beide Mäntel. Er lässt es nicht zu, dass der Ober die Dame berührt. Zum Tisch hin geht der Oberkellner vor, dann folgt die Dame und erst hinten schliesst sich der Herr an. Am Tisch wird dann der Ober der Dame den Stuhl näher heranschieben.

 

Wohin mit der Serviette?


Die Serviette darf "aufgebrochen" und sogleich auf den Schoss gelegt werden, bevor die Speisekarte gereicht wird. Oftmals ist die Serviette auch zu einem kleinen Kunstwerk drapiert. In diesen Fällen darf sie locker zusammengefaltet werden, um sie dann rechts neben dem Besteck mit der geschlossenen Seite nach aussen abzulegen. 

Kleiner Tipp: Schalten Sie bereits vor dem Betreten des Restaurants Ihr Handy lautlos, denn Sie möchten Ihre ganze Aufmerksamkeit der Dame widmen. Und legen Sie das Handy samt Brille, Portemonnaie und Schlüsselbund nicht auf den Tisch. Nicht umsonst werden diese Utensilien als "Proletenbesteck" bezeichnet.

 

Couvert-Teller


Falls ein Brotteller (Couvert-Teller) mit Buttermesser serviert wird, bricht er sich ein mundgerechtes Stück Brot ab, streicht etwas Butter (oder anderen Aufstrich) mit dem Messer darauf und steckt das Stück komplett in den Mund. Es geht hierbei lediglich um kleine Häppchen zur Anregung des Appetits, aber nicht um "Stullen", von denen krümelnd abgebissen wird. 

 

Kleine Gläser- und Besteckkunde


Stehen mehrere Gläser zur Auswahl am Platz, dann geht die richtige Reihenfolge von rechts nach links. Jene Gläser, die einen Stil haben, werden auch am Stil angefasst, nicht am Kelch. 

So ähnlich verhält es sich auch mit den verschiedenen Bestecken. Jenes, das zur Vorspeise (zuerst) vorgesehen ist, befindet sich ganz aussen rechts beziehungsweise links. Daraus ergibt sich im Zuge der verschiedenen Gänge des Menüs die Nutzungsreihenfolge sukzessive von aussen nach innen. Beachten Sie dabei, das Besteck, das Sie einmal aufgenommen haben, legen Sie auf keinen Fall wieder auf den Tisch. Eine Essenspause ist dadurch gekennzeichnet, dass das Besteck gekreuzt auf dem Teller liegt, wobei die Zinken der Gabel nach oben zeigen. Das Ende des Ganges wird schliesslich dadurch angezeigt, dass das Besteck in paralleler Position auf vier Uhr zu liegen kommt, das Messer befindet sich dabei oberhalb der Gabel.

 

Wenn es Suppe gibt


Damit wir nicht kleckern, wird der Löffel stets am hinteren Tellerrand etwas abgestreift. Am Ende kippen wir den Teller nicht an, sondern belassen den kleinen Rest Suppe im Teller. Ganz anders verhält es sich bei einer Suppentasse (meistens mit Henkeln). Sie darf mit beiden Händen zum Mund geführt werden, wenn es sich im Wesentlichen um eine Flüssigkeit handelt. Sind darin noch festere Stückchen enthalten, können diese leicht an den Mundwinkeln zur Seite herausrollen, was es unbedingt zu vermeiden gilt. Auch schlürfende Geräusche lassen Sie bitte nicht entstehen. 

 

Entdecken Sie die Uhr im Hauptgang


Das Gemüse befindet sich meistens auf 10 Uhr, das Fleisch eher unten auf 6 Uhr und die Beilage wie Kartoffeln auf 14 Uhr. Um ein Stück Fleisch mit der Gabel zum Mund zu führen, wird die Gabel (langsam) so in der Hand gedreht, dass die Zinken nach oben zeigen. 

 

Last, but not least

 

  • Auf den Tisch gehören höchstens die Hände, aber nicht der ganze Unterarm.
  • Ist etwas Unangenehmes in den Mund gelangt, das man nicht mitessen möchte, zum Beispiel eine Fischgräte, dann nehmen wir das mit der Gabel aus dem Mund und legen es auf einem bereitgestellten Nebenteller oder auf unserem Tellerrand ab.
  • Zwar werden meistens Zahnstocher bereitgestellt, aber sie werden nicht bei Tisch verwendet, sondern ganz dezent zum Beispiel beim Gang zur Toilette eingesetzt.

 

Kleiner Tipp: Da man sich nur schwer alles auf einmal merken kann, üben Sie das allein zu Hause und stellen dann in der Nachschau fest, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

 

Bildquelle: EvangSchomaker / pixabay.com

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