Frühjahrs-Rasenkur nach dem Sommer

Hat die Trockenheit im vorangegangenen Sommer dem Rasen stark zugesetzt, stellt sich die Frage, ob sich die weitere Pflege lohnt oder ob der Rasen neu angelegt werden sollte. Oft halten sich die Verluste geringer als anfangs befürchtet. Wer seinem Rasen nach einem heissen Sommer eine Frühjahrskur gönnt, kann ihn in seinem Wachstum unterstützen. 

 

Nicht zu früh entscheiden 

 

Bis der alte Rasen im Frühjahr neu austreibt, kann es dauern. Die meisten Rasensaaten bestehen aus mehreren Sorten, von denen einige eher anfällig sind und andere zu den robusten gehören. Gerade Letztere starten mit ihrem Wachstum häufig ab April. Es vergehen mehrere Wochen, bis diese Rasenpflanzen vorhandene Lücken füllen. Deswegen sollte der alte Rasen zunächst beobachtet werden. Eine Frühjahrs-Rasenkur verträgt er nach einem heissen Sommer trotzdem schon im März. 

 

Früh düngen 

 

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, kann dem gestressten Rasen eine kräftige Stickstoff-Düngung helfen. Diese dringt bis ins Wurzelwerk, wo es die Pflanzen zum Neuaustrieb anregt. Dies erkennt der Hobbygärtner am zarten Grün, das schon kurze Zeit später auf der Rasenfläche sichtbar wird. Die Stickstoff-Düngung besitzt einen weiteren Vorteil: Sie bereitet den Rasen auf die nächste Trockenperiode vor, indem sie ihn insgesamt kräftigt. 

 

Kompost nicht zu früh ausbringen 

 

Normalerweise bringen Bio-Gärtner als organische Frühjahrsdüngung reifen Kompost auf der Rasenfläche aus. Doch allzu früh sollte dieser nicht zum Einsatz kommen. Die Bodenorganismen sind im März im Boden noch nicht aktiv, sie könnten den Dünger also nicht zersetzen. Besser ist es, erst Ende April Kompost als Dünger einzusetzen. Die Frühjahrs-Rasenkur sollte nach einem heissen Sommer mit einem anorganischen Dünger beginnen. Dazu wird ein mineralischer Frühjahrs-Rasendünger gewählt. 

 

Nur flach vertikutieren 

 

Das Vertikutieren ist eine wichtige Massnahme bei der Rasenpflege im Frühjahr. Nach einem heissen Sommer sollte es jedoch besonders behutsam durchgeführt werden. Die noch schwachen Rasenpflanzen könnten ansonsten im Stück herausgerissen werden und die Lücken im Rasen könnten nur durch eine umfassende Neuaussaat geschlossen werden. Der Vertikutierer sollte nur wenige Zentimeter tief eingestellt werden. 

 

Beim Nachsäen auf robuste Rasensorten achten 

 

Nach einem heissen Sommer kommt so manche Rasenfläche um eine Nachsaat nicht herum. Bei der Auswahl von neuer Rasensaat lohnt es sich, auf eine robuste Sorte zu achten. Bestimmte Gräser kommen nämlich mit der Hitze besser zurecht als andere. Zu ihnen gehört unter anderem der Rohr-Schwingel. Überwiegt die Anzahl der robusten Gräser in der Mischung, stehen die Chancen gut, dass die Fläche die nächste Hitzewelle problemlos übersteht. Für kleinere Flächen, die im Frühjahr nachgesät werden müssen, eignet sich ein Rasen-Reparatur-Set. Bevor die Rasenmischung aufgebracht wird, muss der Boden gelockert werden. Alle Unkräuter sind zu entfernen. Nach dem Aussäen des Rasens hält der Hobbygärtner den Boden gleichmässig feucht. Die betroffenen Stellen des Rasens dürfen in den kommenden Wochen nicht betreten werden. Sind die Halme acht Zentimeter hoch, werden sie das erste Mal mit einer scharfen Klinge geschnitten. 

 

Mikroorganismen ausbringen 

 

Da die Anzahl der Mikroorganismen im Boden während eines heissen Sommers drastisch sinkt, sollte die Rasenfläche im kommenden Frühjahr mit den hilfreichen Bodenlebewesen grosszügig aufgefrischt werden. Sie sind in bestimmten Rasendüngern bereits enthalten. Anderenfalls greift der Hobbygärtner zu einem sogenannten Rasen-Aktivator. Er wird bei der Frühjahrs-Rasenkur leicht in den Boden eingearbeitet. Das Vertikutieren ist bei der Rasenkur nach dem Einsatz von Mikroorganismen überhaupt nicht erforderlich, weil diese den Rasenfilz selbständig zersetzen. Wichtig ist, dass die Bodentemperaturen anschliessend stetig über zehn Grad Celsius liegen und dass der Hobbygärtner die Rasenfläche feucht hält. 

 

Nicht zu tief schneiden 

 

Werden die Gräser bei der Frühjahrs-Rasenkur lediglich bis auf sechs Zentimeter herunter geschnitten, überstehen sie den kommenden Sommer hervorragend. Einerseits benötigen die robusten Rasensorten zum Gedeihen genau diese Schnitthöhe, andererseits brennt die Sonne weniger stark auf den Boden. Die Fläche kann nicht austrocknen.

 

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com

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