Welcher Spaten ist der beste? 

Der Spaten ist eines der wichtigsten Werkzeuge im Garten. Wenngleich hochwertige Modelle Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst erfüllen, müssen auch sie irgendwann ausgewechselt werden. Dann stellt sich die Frage: Wie soll der neue Spaten aussehen und was gibt es beim Kauf zu beachten?

 

Qualitätsunterschiede beachten

 

Jedes Gartencenter bietet kostengünstige Spaten an. Doch wirklich lohnenswert ist ihr Erwerb nicht. Denn erstens lässt es sich mit ihnen nicht besonders ergonomisch arbeiten und zweitens brechen sie schnell, wenn sie für robustere Arbeiten verwendet werden. Der Kauf eines hochwertigen Spatens verspricht eine lange Haltbarkeit. Insbesondere Doppelfederspaten halten aufgrund ihrer Bauart einiges aus, besitzen sie doch gleich zwei Metallfedern, die mit dem Holzstiel vernietet sind.

  

Welche Materialien empfehlen sich?

 

Optisch ansprechend wirken Blätter aus Edelstahl. Für dieses Material spricht, dass es nicht rostet. Hinsichtlich der Ergonomie punktet hingegen normaler Stahl. Er ist elastischer und schont aus diesem Grunde die Gelenke. Zudem lässt er sich stärker belasten. Der Rostansatz am Stahlspaten lässt sich vermeiden, wenn er regelmässig verwendet, nach der Benutzung umgehend gereinigt und trocken gelagert wird.


Beim Material für den Spatenstiel entscheiden vor allem die individuellen Vorlieben. Holz ist der traditionelle Werkstoff. Er überzeugt durch eine angenehme Haptik. Das Naturmaterial nimmt zudem den Handschweiss auf und verhindert dadurch, dass der Griff in der Hand rutscht. Zu den hochwertigen Hölzern zählen Esche und Hickory. Beide Varianten sind elastisch und belastbar. Stiele aus Stahl können ergonomischer geformt sein als Holz. Sie wiegen jedoch um einiges mehr, so dass man beim Arbeiten über längere Zeit schneller ermüdet. Zudem können Blasen an den Handinnenflächen auftreten, weil die Haut aufgrund des ständig vorhandenen Schweissfilms schneller aufweicht. Stiele aus Kunststoff sind leicht und bei der Herstellung gut formbar. Doch nach einigen Jahren müssen sie meist ausgetauscht werden, weil das Material durch die Sonneneinstrahlung brüchig geworden ist.

 

Worauf beim Spatenkauf noch geachtet werden sollte

  

Es wurde bereits angesprochen, dass Spatenstiele in unterschiedlichen Formen angeboten werden. Auch die Spatenblätter unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Gestaltung. Einige sind eher flach, andere halbrund. Bei vielen Modellen ist das Blatt schräg am Stiel angesetzt. Bei wenigen ist die klassische Form erhalten geblieben. Betrachtet man diese Spaten von der Seite, stehen sie senkrecht. Welche Form die bessere ist, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Hier entscheidet der individuelle Geschmack. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, den Spaten vor dem Kauf unbedingt selbst in der Hand zu halten und ihn zu testen. 


Zudem macht es Sinn, den Spaten auf die Art des Bodens abzustimmen, der hauptsächlich bearbeitet werden soll. Lehmige, schwere Böden sind besonders schwer. Damit sich der Aushub bewältigen lässt, empfiehlt sich ein schmales Blatt wie beim sogenannten Marschspaten. In einen steinigen Untergrund kann die spitz zulaufende Schneide besser eindringen. Sandige Böden können mit dem breiten Spaten bearbeitet werden.

Ein weiterer Aspekt bei der Auswahl des Spatens ist die Form des Griffs. Auch hier entscheidet die persönliche Vorliebe. Der Klassiker ist der T-Form-Griff. Er lässt sich mit beiden Händen fassen und für viele Arbeiten einsetzen, während der Kopfstiel eher zum Graben geeignet ist. Der D-Form-Griff lässt sich auch seitlich greifen. Da für seine Herstellung viel Material zum Einsatz kommt, wiegt er jedoch mehr. Bei einigen Spatenstielen lässt sich der Griff bei Bedarf austauschen. Die Länge des Spatenstiels muss auf die Grösse des Benutzers abgestimmt sein. Sonst geht die Gartenarbeit zu sehr auf den Rücken.

  

Besonders pflegeleichte Spaten

  

Damit der Spaten über Jahre einsetzbar ist, muss er regelmässig geschärft werden. Eine Ausnahme bilden die in Handarbeit geschmiedeten oder gewalzten Spaten. Sie schärfen sich selbst, ersparen also einen Teil an Pflegearbeiten. Während Stahlspaten vor dem Einwintern geölt werden sollten, damit sie keinen Rost ansetzen, kann bei Edelstahlspaten auf diese Massnahme verzichtet werden.

 

 

Bildquelle: congerdesign / pixabay.com 

 

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