Mit Körpersprache und Stimme punkten

Viele Männer meinen, dass gute Leistungen im Beruf ohne weiteres Zutun vom Chef belohnt werden. Das stimmt leider nicht. Vielmehr sind sich Fachleute sicher, dass es beim Aufstieg auf der Karriereleiter weniger auf das Ergebnis ankommt als darauf, wie man sich präsentiert. Körpersprache und Stimme stehen dabei an erster Stelle.

 

 

Mit Leidenschaft dem Beruf nachgehen bringt nicht viel

 

 

Wer mit Freude bei der Arbeit ist, erzielt bessere Ergebnisse als jemand, der seinen Job als notwendiges Übel betrachtet. Doch das Ergebnis allein ist keine Erfolgsgarantie. Denn nicht, wer etwas Grossartiges vollbringt, wird reich. Sondern derjenige, der das Produkt erfolgreich vermarkten kann. Das sind Leute mit Führungsqualitäten.

 

 

Führungsqualitäten antrainieren

 

 

Eigenschaften zum Führen weist auf, wer sich behaupten kann. Das gelingt Männern beispielsweise in einer tieferen Stimmlage. Da sich die in die Wiege gelegte Stimme zwar trainieren, aber nicht um Oktaven verändern lässt, ist es wichtig, sie zu kräftigen. Auch an der Körpersprache sollte gearbeitet werden. Jemand, der Raum einnimmt, Ruhe und Souveränität ausstrahlt sowie obendrein in der passenden Stimmlage seine Meinung sagt, überzeugt. Sein Gesamtbild wirkt stimmig.

 

 

Ein Ziel vor Augen haben

 

 

Wichtig ist ebenfalls, ein bestimmtes Ziel ins Auge zu fassen und dieses zu verfolgen. Folgende Einstellung ist falsch: Ich erledige die Aufgabe meinem Chef zum Gefallen, vielleicht merkt er es und befördert mich. Wetten, dass derjenige in zehn Jahren immer noch in der Warteschleife sitzt? Vielmehr führt folgendes Denken zum Erfolg: Ich bin in der Lage, die Aufgabe zu erledigen und opfere für das Gelingen sogar einige Stunden meiner Freizeit. Anschliessend verhandele ich mit meinem Vorgesetzten und frage, was er dafür zu zahlen bereit ist. Bringt mir das nichts, suche ich mir einen anderen Arbeitgeber, der meine Qualitäten zu schätzen weiss. Wer so agiert, hat bald mehr Geld auf dem Konto. 

 

 

Klug verhandeln

 

 

In die Verhandlung mit dem Vorgesetzten geht man nach guter Vorbereitung. Schliesslich möchte man nicht wie ein Duckmäuser dastehen und will für alle Argumente Gegenargumente parat haben. Wer etwas Zeit investiert, denkt sich mehrere Gesprächsverläufe aus und schreibt sie auf. Anschliessend wird geübt, die eigene Position glaubhaft vorzutragen. Eine Hilfsperson versucht mit unerwarteten Fragen, den Redner aus der Ruhe zu bringen. Vor dem Spiegel lässt sich übrigens die Körpersprache am besten kontrollieren. 

 

 

Gleich und Gleich gesellt sich gern

 

 

Einen Einfluss auf die Körpersprache, die Wortwahl und die Stimme hat auch das Umfeld. Je nachdem, ob man sich mit schüchternen oder mit selbstbewussten Menschen umgibt, fällt oder steigt das Selbstwertgefühl. Das wiederum beeinflusst die Aufstiegschancen. Das bedeutet aber nicht, dass man zwanghaft nach Freundschaften suchen oder sich in anderen Personenkreisen anbiedern muss. Beides könnte schnell durchschaut werden, das wäre peinlich. Vielmehr macht es Sinn, gelegentlich an einem Coaching teilzunehmen. Dort erkennt man seine eigenen Stärken und Schwächen und lernt, Letztere zu minimieren beziehungsweise mit ihnen umzugehen. Wenn das Selbstvertrauen zum eigenen Ich da ist, stellen sich die passenden Freunde bald von selbst ein.

 

 

Was, wenn man kein Geld fürs Coaching ausgeben möchte?

 

 

Nicht jeder will und kann sich ein Coaching leisten. Trotzdem hat auch er Möglichkeiten, seine Stimme und die Körpersprache zu verändern. Wohl jeder kennt Menschen, denen er gern nacheifern würde. Was hindert einen daran? Es lohnt, diese Menschen genau zu beobachten und sie zu imitieren. Wer kein Vorbild besitzt, mimt einen Politiker, Schauspieler oder einen erfolgreichen Unternehmer. Von deren Auftritten finden sich im Internet oder Fernsehen Aufzeichnungen. Sie lassen sich immer wieder anschauen und nachstellen.

 

 

Fazit

 

 

Nicht jeder, der schüchtern ist, muss bis zur Pensionierung verzagt im aktuellen Anstellungsverhältnis ausharren. Oft hilft es, an der Stimme und Körpersprache zu arbeiten sowie sich an den passenden Führungskräften zu orientieren, um an Glaubhaftigkeit zu gewinnen und sich durchzusetzen.

 

Bildquelle: rawpixel / pixabay.com 

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