Mit der richtigen Zahnpflege das Leben retten

Auf den ersten Blick mag es etwas verwegen klingen, wenn man sagt, dass Krankheiten durch die Zähne entstehen. Studien zufolge ist dies aber nicht so weit hergeholt, denn Zahnfleischentzündungen können wirklich gefährlich werden. In der letzten Zeit wurden immer öfter Zusammenhänge zwischen Problemen mit den Zähnen und schwerwiegenden Erkrankungen wie Diabetes oder gar Herzinfarkt entdeckt. Was also sollte man über die richtige Zahnpflege und gesunde Zähne wissen?

 

Was bedeutet dies für jeden Einzelnen?

 

Ein guter Zahnarzt wird die Zähne immer im Zusammenhang mit dem ganzen Menschen behandeln. So können zum Beispiel Probleme mit den Schneidezähnen durchaus mit Erkrankungen der Stirnhöhle oder gar der Nieren zusammenhängen. Gerade bei Blasenentzündungen kann eine Entzündung an der Zahnwurzel ursächlich sein. Dazu müssen die Zähne genauer untersucht werden, das bedeutet, es reicht nicht ein einfacher Blick auf den Zahn, sondern es müssen meist auch 3-D Röntgenbilder angefertigt werden. Wird bei einem solchen Verfahren dann eine Entzündung im Bereich der Zahnwurzel festgestellt, muss davon ausgegangen werden, dass Keime und Bakterien über den Blutkreislauf in den ganzen Körper gelangen und so zu den weiteren Beschwerden führen.

 

Probleme mit dem Zahnfleisch können erste Anzeichen sein

 

Ein regelmäßiger Blick auf das Zahnfleisch reicht meist schon aus. Das Zahnfleisch sollte hellrosa und nicht gerötet oder gar geschwollen sein. Sollte das Zahnfleisch immer wieder bluten, dann empfehlen die meisten Zahnärzte eine intensivere Reinigung. Dazu werden Zahnzwischenraum- oder Interdentalbürstchen verwendet, die genau in die Zahn Zwischenräume passen. Mit den Bürstchen wird bei jedem Putzen zusätzlich 1-2 mal hin- und her gewischt. Nach ca. 4 Tagen sollte das Zahnfleischbluten nachlassen. Tritt keine Besserung ein, dann ist ein Besuch beim Zahnarzt ratsam. 

 

Was kann jeder selbst tun?

 

Zweimal am Tag sollte man seine Zähne und die Zahnzwischenräume gründlich putzen. Mit einer Elektro- oder Schallzahnbürste plus Zahnseide oder einem Gerät zur Zahnzwischenraumreinigung gelingt das mühelos. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass es nicht zu Entzündungen im Mund kommt, denn die Bakterien können weitreichende Folgen für den ganzen Körper haben. 

 

Sollte man eine Zahnspülung verwenden?

 

Immer mehr Zahnärzte raten von sogenannten Zahnspülungen ab, denn diese sind meist zu aggressiv und töten die Mundflora. Männer, die unbedingt nach dem Zähneputzen spülen wollen, sollen eher auf natürliche Lösungen zurückgreifen. Diese enthalten meist Kamille, Salbei oder auch Zimt- und Nelkenöl. Sinnvoller als eine Mundspülung ist jedoch die Zungenreinigung, denn hier tummeln sich die meisten Bakterien. Der Belag auf der Zunge lässt sich mechanisch sehr gut entfernen, sodass die Mundflora sich auf natürlichem Wege regeneriert. Für die Reinigung der Zunge nutzt man einen speziellen Schaber, den man in Apotheken oder Drogerien erwerben kann. Mit diesem Schaber kann man nach Anleitung die Zunge in weniger als 1 Minute reinigen. 

 

Zahnfreundliche Ernährung

 

Bei der Ernährung sollte man Wert auf harte Lebensmittel wie Nüsse, Karotten und dergleichen legen. Dadurch werden die Zähne von bakteriellen Belägen befreit und zudem wird die Speichelbildung angeregt. Gefährlich für Zähne sind jedoch säurehaltige Säfte und Smoothies ebenso wie Cappuccino, gerade weil man über einen längeren Zeitraum immer wieder an den Getränken nippt. Besser ist es, zügig zu trinken und danach den Mund mit Wasser auszuspülen oder einen zuckerfreien Kaugummi zu kauen. 

 

Stress wirkt sich auf Zahngesundheit aus 

 

Ist man permanent im Stress, dann wird viel Adrenalin ausgeschüttet, was wiederum das Bindegewebe auflockert. Dadurch sind die Zahnfleischpforten geöffnet und die Gefahr von Entzündungen nimmt zu. Ebenfalls negativ für die Zähne ist das pressen und knirschen mit den Zähnen, dass Menschen, die unter Stress stehen, immer wieder tun. Es kommt hierbei nicht nur zu Muskelverspannungen, sondern auch zu Problemen mit dem Zahnfleisch und den Zähnen. Unter Umständen kann eine Zahnschiene hier eine erste Hilfe sein. Jedoch sollten Betroffene auch über eine therapeutische Hilfe nachdenken.

 

Bildquelle: StockSnap / pixabay.com

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