Nachhaltiges Gärtnern leicht gemacht

Immer mehr Hobbygärtner wünschen sich, wieder mehr mit der Natur im Einklang zu leben. Von diesem Gedanken profitiert auch der Garten. Nimmt die Artenvielfalt zu, steigen die Ernteerträge, Pflanzenkrankheiten lassen sich grösstenteils vermeiden. Doch wie gärtnert man nachhaltig und ist dies auch in einem kleinen Garten möglich? 

 

Handarbeit ist Muskelarbeit 

 

Den Weg ins Fitnessstudio können sich Männer sparen, wenn sie den Garten nicht mit elektrischen Geräten, sondern manuell pflegen. Die Handheckenschere erlaubt das gezielte und saubere Abschneiden von Trieben. Es entstehen kleinere und glattere Schnittflächen. Somit sieht das Ergebnis nicht nur besser aus, die Verletzungen an den Ästen verheilen auch schneller. Auch wer den Rasen mit dem manuellen Mäher einkürzt, arbeitet nachhaltig. Ein wenig Geschick erfordert dessen Benutzung schon. Doch als Belohnung locken kräftige Armmuskeln. 

 

Regenwasser statt Leitungswasser verwenden 

 

Regenwasser im Garten zu sammeln, macht gleich in mehrfacher Hinsicht Sinn. Die meisten Pflanzen bevorzugen es, weil es weicher als Leitungswasser und frei von Zusätzen ist. Ausserdem steht es dem Gärtner kostenlos zur Verfügung. Das eingesparte Geld lässt sich für Neuanschaffungen oder Reparaturarbeiten verwenden. Nicht zuletzt schont die Nutzung von Regenwasser die vorhandenen Ressourcen, denn Leitungswasser muss vor der Verwendung erst mühevoll aufgearbeitet werden. 

 

Überall Plastik? 

 

Allerorts wird über das Problem von Plastikpartikeln diskutiert, die nicht nur die Ozeane verunreinigen. Warum nicht selbst aktiv werden und sich auf traditionelle Werkstoffe besinnen? Emaille, Ton und Holz sind mindestens ebenso lange haltbar und lassen sich mehrfach nutzen. Beim Kauf von Pflanzen greift man auf die Angebote des Wochenmarkts zurück. Die dort angebotenen Gewächse sind entweder wurzelnackt oder in recycelbaren Töpfen vorgezogen. Schilder zum Beschriften der Saaten können beispielsweise aus Eisstielen aus Holz selbst hergestellt werden. 

 

Gartenerde selbst herstellen 

 

Wer seinen Garten nachhaltig bewirtschaftet, muss nicht jedes Jahr säckeweise Erde vom Baumarkt nach Hause schleppen. Man gibt organische Abfälle auf den Komposthaufen und wartet, bis der Kompost reif ist. Dann lässt er sich wie herkömmliche Pflanzerde verwenden. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man weiss, welche Ausgangsstoffe der Kompost enthält und dass dieser frei von chemischen Belastungen ist. 

 

Nützlinge in den Garten locken 

 

Wenn Insekten, Wildvögel und andere Nützlinge in einer reichen Artenvielfalt im Garten leben, haben Schädlinge kaum eine Chance, weil sie als Futter dienen. Deshalb lohnt es, beim nachhaltigen Gärtnern an das Aufstellen von Nisthilfen zu denken wie etwa das Insektenhotel, das Igelhotel und den Nistkasten für Vögel. Eidechsen und andere Kleinlebewesen freuen sich übrigens über eine Steinmauer, in deren Ritzen sie sich verkriechen können. Auf den warmen Steinen sonnen sie sich gern, so dass man die possierlichen Tiere zeitweise gut beobachten kann. 

 

Artenvielfalt in den Beeten und auf dem Rasen schaffen 

 

Wer dafür sorgt, dass rund um das Jahr etwas in seinem Garten blüht, der schafft für Insekten Futterquellen. Allerdings sollten Gewächse mit einfachen Blüten bevorzugt werden, in gefüllte gelangen Hummeln und Bienen nicht hinein, so dass sie verhungern würden. Auf abgeernteten Beeten lohnt sich der Anbau von Ackersenf, Luzerne und anderer Gründüngung. Deren Blüten bieten noch spät im Jahr Nahrung, wenn die meisten Stauden längst ausgeblüht haben. 

 

Düngen ja, aber organisch 

 

Beim nachhaltigen Gärtnern kommen organische Dünger zum Einsatz. Beispielsweise wird Kompost in die Erde eingearbeitet, weil er viele Nährstoffe enthält. Jauchen und Brühen anstelle von chemischen Düngern stärken die Pflanzen ebenso und versorgen sie mit Mineralien. Natürlich dürfen auch Hornspäne verwendet werden. Wer einen Hund besitzt, wird auf sie eventuell verzichten müssen, da der Duft die Vierbeiner verführt. Sie graben die Späne aus und fressen sie. 

 

Aus Alt mach Neu 

 

Im Haushalt fallen häufig Gegenstände an, die man nicht mehr benötigt. Doch anstatt sie wegzuwerfen, nimmt man sie in den Garten mit und führt sie einer neuen Bestimmung zu.

 

Bildquelle: stux / pixabay.com

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