Hilfe, mein Bart fällt aus

Ein homogener Vollbart ist für viele Männer nicht nur eine Frage der Mode, sondern vielmehr Lebensstil, Ausdruck von Männlichkeit und vielleicht so etwas wie ihre letzte Bastion. Daher lieben Männer ihren Bart, hegen und pflegen ihn sorgfältig und können daher in Panik verfallen, wenn plötzlich grössere Mengen dieser Haare in der Bürste hängen bleiben oder ins Waschbecken herabfallen. 

 

Wie viel Bartausfall ist normal?


Dass wir jeden Tag mehr als 100 Haare verlieren, ist völlig normal. Ein Teil davon, nämlich 25 bis 30 Haare, betrifft auch den Bart. Mit dem sogenannten Zupftest ist es möglich, einen sich anbahnenden Bartausfall frühzeitig zu erkennen. Er funktioniert so: Sie nehmen ein Bartbüschel (ungefähr 50 oder 60 Haare) in die Hand und ziehen leicht daran. Wenn Sie dann einen deutlichen Widerstand verspüren, sind die Wurzeln der Barthaare in der Haut ausreichend fest verankert und alles ist genau so, wie es sein soll. Im kritischen Fall lassen sich die Haare relativ leicht und sogar fast schmerzfrei herausziehen.

 

Es gibt aber auch Warnsignale, die auf einen bevorstehenden Bartausfall hinweisen:

 

  1. Die Gesichtshaut unter dem Bart produziert aussergewöhnlich viel Talg. Grosse Talgmengen verstopfen die Barthaarfollikel, sodass sich die Barthaare nicht mehr richtig entwickeln können. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können Sie einfach testen: Reiben Sie durchaus etwas kräftig mit dem Finger auf Ihrer Gesichtshaut unter dem Bart. Wenn der Finger dann mit einem öligen Sekret benetzt ist, ist dies ein Hinweis auf eine übermässige Talgproduktion, es besteht in der Tat eine Gefahr des Bartausfalls.
  2. Wenn im Bart vermehrt Schuppen auftreten, ist dies ebenfalls als Indiz für einen sich entwickelnden Bartausfall zu bewerten. Um dieses Szenario näher zu untersuchen, kämmen Sie Ihren Bart kräftig durch. Die Schuppen machen sich dann als kleine, weisse, herunterrieselnde Flocken bemerkbar.

 

Mögliche Ursachen des Bartausfalls sind meistens:

 

  • Falsche Ernährung
  • Testosteronmangel
  • Genetische Disposition

 

Falsche Ernährung


Damit sich die Barthaare gesund entwickeln können, ist eine ausreichende Menge von vielen verschiedenen Vitaminen eine notwendige Voraussetzung. Bei schlechter Ernährung stellen sich Mangelzustände ein. Der Körper steuert dem dadurch entgegen, dass er die wenigen zur Verfügung stehenden Nährstoffe in erster Linie den lebenswichtigen Organen zuführt. Der Bart und auch das Kopfhaar gehören nicht dazu. Sehr kranken Menschen sieht man ihr Leiden daher meistens schon an ihrem schütteren, kraft- und farblosen Haar an. Bestimmt ist Ihnen auch schon aufgefallen, in welchem erbärmlichen Zustand sich Ihre Haare befanden, wenn Sie eine Grippe hatten. Eine gute Versorgung des Körpers mir allen erforderlichen Stoffen ist daher eine wichtige vorbeugende Massnahme. 

 

Testosteronmangel


Das männliche Hormon Testosteron kann, ausgelöst durch eine Fehlfunktion im Körper, in zu hohem Masse chemisch in Dihydrotestosteron überführt werden. Der Arzt kann dem in solchen Fällen mit wirkungsvollen Medikamenten, die zum Beispiel die Wirkstoffe Dutasterid oder Finasterid enthalten, entgegensteuern. Auf keinen Fall sollten Sie sich die Medikamente "auf eigene Faust" besorgen, da diese mit starken Nebenwirkungen verbunden sein können.

 

Erblich bedingter Haarausfall


Mit der Abkürzung "AGA" meint der Mediziner die "androgenetische Alopezie", das ist eine sehr verbreitete Erbkrankheit, die unter anderem Bartausfall zur Folge hat. Im Grunde genommen ist es wahrscheinlich falsch, in diesem Fall von einer Krankheit zu sprechen, da ungefähr 80 Prozent aller Männer davon betroffen sind. Es handelt sich hierbei wohl eher um eine natürliche Alterserscheinung. Ein relativ früher Ausbruch der Krankheit ist vornehmlich ein ästhetisches Problem, das als verfrühter Haarausfall wahrgenommen wird. Auch diese Ursache des Bartausfalls kann heute recht effizient medikamentös behandelt werden. 

Fazit:
Bartausfall tritt recht häufig auf und kann medizinisch behandelt werden. Wichtig ist seine frühzeitige Erkennung, um den Ursachen rechtzeitig auf die Spur zu kommen. Es gibt glücklicherweise Methoden, mit deren Hilfe der Bartausfall deutlich eingedämmt werden kann. 

 

Bildquelle: stevepb / pixabay.com

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